Fenstersanierung - Was ist zu tun?

9. November 2020
Bewohner eines Hauses oder Käufer eines Altbaus stehen früher oder später vor Sanierungsmaßnahmen. Insbesondere den Fenstern sollte dabei Aufmerksamkeit gewidmet werden. Ist die vorhandene Substanz der Fenster von einem Fachmann für gut befunden worden, lassen sich durch gezielte Fenstersanierungen viele Vorteile erwirken. Möglichkeiten zur Fenstermodernisierung im Überblick.
Dieser Artikel wurde erstellt von:
Thorben Frahm, Redakteur www.Daemmen-Und-Sanieren.de
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FensterRatgeberFenstersanierung

Fenstersanierung - die verschiedenen Möglichkeiten

© Gina Sanders - Fotolia.comDas Ziel einer Fenstersanierung soll die Wiederherstellung der Luftdichtigkeit und eine Verbesserung der Glasflächen sein. Hierbei handelt es sich nicht um eine Fensterinstandsetzung, bei der das Fenster repariert oder in seine ursprüngliche Funktionalität gebracht wird.

Fenster im Altbau müssen nicht immer gegen neue Fenster ausgetauscht werden. Ist die Bausubstanz, bzw. der Rahmen noch gut erhalten, stehen verschiedene Optionen zur Wahl, die Fenster mit einer Fenstersanierung den aktuellen energetischen Richtlinien an Gebäuden anzupassen.

Diese Fenstersanierung bietet sowohl finanzielle Einsparungen als auch im baulichen Aufwand. Um ein optimales Ergebnis im Bezug auf die Fugendichtheit zu erhalten, lassen sich schon in Eigenleistung verschiedene Dichtungsmaterialien einbringen. Die Wahl der richtigen Dichtung hängt von der Art des Fensters und dem jeweiligen Problem (z.B. Feuchtigkeit, Heizkosten oder Lärmemission) ab. Das Anbringen von Dichtungsbändern eignet sich bestens für Fenster ohne umlaufende Dichtung, wenn die Rahmen aus Holz sind. Hierbei wird eine Nut eingefräst und das Dichtungsprofil eingebaut. Dies ist zwar etwas kostenintensiver, jedoch bewirkt es eine konstantere Wirkweise über viele Jahre.

Die Fenstermodernisierung lässt sich auch durch das Verbauen von Zusatzscheiben durchführen. Diese Vorsatzscheiben verbessern sowohl den U-Wert der Verglasung um bis zu 40% (bei bestehender Einfachverglasung) als auch den Schallschutz und den Schutz vor Einbruch. Fensterfolien und Zusatzfenster sind eine weitere Variante der Fenstersanierung. Beide bewirken eine verbesserte Wärme - und Schalldämmung.

Fenstersanierung durch Austausch der Verglasung

Sind die Rahmen auf eine längere Dauer noch funktionstüchtig und den Vorgaben der EnEV entsprechend, lässt sich bei einer Fenstersanierung auch nur die Verglasung tauschen. Der Vorteil einer solchen Fenstermodernisierung ist, dass die gestalterischen Elemente der Fenster in weiten Teilen erhalten bleiben - insbesondere bei denkmalgeschützten Gebäuden ist darauf zu achten.

Beim Austausch der Gläser lassen sich die alten Scheiben relativ unkompliziert gegen hochwertiges Wärmedämmglas mit einem U-Wert von <1,3W/( m2K) austauschen. Beschichtete Scheiben im Austausch von unbeschichteten Gläsern verbessern den U-Wert etwa auf 1,5- 1,8W/m2K). Die alten Rahmen sollten jedoch dafür eine Lüftungsöffnung besitzen und sehr gut erhalten sein.

Bei Fenstern von Räumen, die eine Feuerstelle besitzen, muss vor dem Abschließen der Fenstersanierung durch den zuständigen Schornsteinfeger festgestellt werden, ob genügend notwendige Verbrennungsluft in die Räume gelangen kann. Die erhöhten Anschaffungskosten für hochwertige Neu-Verglasungen amortisieren sich durch die Einsparungen der Heizkosten, denn die thermische Aufwertung der Fenster ist durch die meisten Modernisierungen sehr ausgeprägt.

Beachten Sie bei der Fenstersanierung, dass sich durch die bessere Wärmedämmung ein angepasstes Lüftungsverhalten nötig sein kann, um Kondenswasser- und Schimmelpilzbildung auszuschließen - Sie sollten unbedingt richtig lüften.

Für eine optimale Beratung können Sie hier Fachbetriebe für Fensterbau in ihrer Nähe finden.

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Erfahrungen & Fragen zum Thema Fenstersanierung

Haussanierung: Neue Fenster von Internorm in unserem Fall sinnvoll?

Wir sanieren gerade ein altes Siedlerhaus aus den 50ern: Das Haus hat leider nur eine 25cm (mit Innen-und Außenputz) 30cm Außenwand aus rheinischem Hohlblockbims! Bisher waren bzw. sind noch Holz-Alu-Fenster mit 2fach-Verglasung eingebaut! Das Dach lassen wir jetzt dämmen, da hier ab Kniestock früher gar nichts gedämmt war! Mein Sohn, der das Haus meiner Eltern beziehen will, möchte jetzt einige größere Schiebetüren einbringen lassen und auch die anderen Fenster sollen neu bzw. ersetzt werden! Mit den Dämmungen an den Außenwänden haben wir so viel negatives gehört und auch schon gesehen, dass wir hier eigentlich außen nur einen 20mm Dämmputz aufbringen wollen! Trotz der jetzigen noch guten Holz-Alu-Fenster, welche aus dem Jahr 1998 stammen und es sehr schade ist, sie überhaupt heraus zu nehmen, gab es bisher auch nie Probleme! Nur die Scheiben schwitzten etwas am unteren Rand bei größerer Kälte! Die Scheiben haben einen k-Wert, so wie er zu dieser Zeit noch hieß von 1,9 ! Die Rahmenstärke beträgt mit Aluschale schon 85mm! Auch sonst gibt es im ganzen Haus keinen Schimmel oder dergleichen. Lediglich der Keller hat feuchte Flecken, deshalb lassen wir das Haus ausschachten und bringen eine Bitumendickbeschichtung mit Noppenfolie auf! Das Haus ist jetzt zur Zeit völlig entkernt und die Fehlböden samt Putz haben wir entfernt! Die Kernsubstanz ist auch von den Balken her fast wie neu! Auch unsere Nachbarn haben alle in derselben Weise gebaut und in den letzten Jahren renoviert bzw. auch ihre Fenster erneuert! Aber mehrere haben auch aus Angst vor Feuchtigkeit im Innern keine Außendämmung angebracht! Kopfzerbrechen machen uns jetzt vor Allem die neuen Fenster, welche von Internorm sein sollen, da diese nach unserer Meinung qualitätsmäßig sehr gut sind und einen sehr schmalen Rahmen haben! Leider gehen auch die Meinungen von den Experten weit auseinander! Der eine sagt, nimm halt dann nur zweifach verglaste Fenster, ein anderer sagt, wenn man richtig heizt und lüftet macht das auch nichts bei Dreifachverglasung! Denn auch die Wände heizen sich ja auf! Am Ende steht der Bauherr da und muss wie immer alles selbst entscheiden was gut oder schlecht ist! Es wäre sehr nett, wenn Sie uns Ihre ehrliche Meinung sagen würden! Ich freue mich auf Meinungen und Hilfestellungen für unsere Entscheidung.
Antwort von Ingenieurbüro Winkler

Wenn neue Fenster eingebaut werden sollen, dann selbstverständlich gute Fenster mit mindestens einem 6-Kammer-Profil und Scheiben mit 3-fachverglasung! Und mit 3-facher Dichtungsebene und warmer Kante.

Die "warme Kante" verhindert auch Kondensat am unteren Rand, ebenso wie ein hoher Scheibeneinstand - alles Qualitätskriterien. Sonst können Sie auch Ihre hochwertigen Holz/Alufenster lassen. Nicht so gut wie neue mit 3-fachverglasung, die haben einen Uw-Wert von ca. 0,95 (mit Rahmen, förderfähig) aber bei 2-fachverglasung haben Sie einen Wert von ca. 1,5, das lohnt sich wirklich nicht.

Pro m² Außenfläche sind Fenster teure Bauteile, die meisten Einspareffekte haben Sie natürlich bei den großen Scheiben, kleinere Fenster werden sich kaum bemerkbar machen.
Die weit verbreitete Fehleinschätzung, dass Wärmedämmung Schimmel macht ist Quatsch, da hat jemand die Bauphysik falsch verstanden. Allerdings machen neue Fenster das Haus dichter, das sollen sie ja auch, schließlich wollen Sie ja warm und trocken ohne Zugluft wohnen und Heizkosten sparen.

Deshalb sollten Sie auch die Wand verbessern - mit einer außenliegenden Wärmedämmung, denn 20 mm Dämmputz bringen nicht viel. Aber eine Dämmung von 16 oder 18 cm (KfW-förderfähig) bringt sehr viel.
Wichtig ist eine fachgerechte Ausführung, die Fenster müssen mind. 3 cm überdämmt werden, deshalb am Besten fassadenbündig einsetzen und auch ansonsten die Vorgaben des Systemherstellers beachten! Durch Wärmedämmung (außen!) ist die Wand wärmer und auf warmer Wand kein Kondensat also kein Schimmel! Seien Sie die Ersten, die das Haus vernünftig modernisieren und vergleichen Sie Wohnklima und Heizkosten mit den anderen nicht gedämmten Häusern!

Beim Fenster auch auf den fachgerechten, luftdichten, Einbau achten, umlaufende, gedämmte Fuge und vernünftige Lastabtragung. Nicht auf die Mauer oder Fensterbank stellen, eine gedämmte Fuge muss dorthin! Gehört alles dazu, leider meistens nicht beachtet und wie vor 30 Jahren eingebaut.

Je nach dem wieviele Menschen in dem Haus wohnen muss man über die Lüftung nachdenken, Luftwechsel über Fensterfugen hat man ja nicht mehr (und "atmen" konnte das Haus vorher schon nicht), also ein bis zwei Lüfter einbauen, aber welche, die geeignet sind, leise, mit 4 oder 5 Watt je nach Luftfeuchtigkeit gesteuert.


Wenn keine Außenwanddämmung gemacht wird, dann sollten zumindest die Fensterleibungen von innen verbessert werden. Denn hier ist es sehr kalt und durch gestiegene Luftfeuchte kann dort Schimmel auftreten (wohlgemerkt nur ohne Dämmung von außen!)

Kosten zur Fenstersanierung

Kosten zur Fenstersanierung nach Vorschlag Energieausweis: "Austausch der Fenster durch moderne Fenster mit Wärmeschutzverglasung und einem U-Wert von max 1.3 Fensterflächen ( Schätzung) 220x300 + 220x80 (Terasse+Tür) 120x110 120x100 120x150 (2x) 120x250 PLZ-Bereich 248 **
Antwort von Sachverständigerbüro Petry

Sie müssen pro Fenster mit ca. 500,00 bis 600,00 € (Kunststoff) rechnen.
Bei Holz müssen Sie ca. mit 10 bis 15 % Zuschlag kalkulieren.
Bei den genannten Kosten sind inkl. Ausbau, Entsorgung, Einbau gerechnet.

Sanierung von Bungalow: Kosten für Fenstersanierung, Haustürtausch, Dachsanierung, Heizkörpertausch, Putzarbeiten

Wir planen einen Bungalow Baujahr 1970 WF 140 qm zu kaufen. Modernisierung steht dort an. Konkret wollen wir Fenster sanieren 7 Stück, noch halb hoch, die bodentief gemacht werden sollen zudem Haustürtausch plus Austausch Verandatür 3 gliedrig durch Schiebetür. Das Dach soll neu gemacht werden. Parkett auf etwa 80 qm. Rest Estrich/ Linolium. Auch wollen wir Heizkörper tauschen 7 Stück. Zudem wollen wir teilweise verklinkerte Innenwände verputzen lassen. Könnten Sie uns grobe Orientierung geben, was das etwa kostet? Brauchen Infos für Finanzierung.
Antwort von DTT Des Teufels Tischler

Für Fenster-Türen-Innentüren stehe ich Ihnen gerne mit meinen Erfahrungswerten zur Verfügung.

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