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    Ist Kondenswasser am Fenster ein Problem?

    Kondenswasser am Fenster muss in geringen Mengen kein Problem sein. Erst wenn regelmäßig oder dauerhaft feuchte Fenster zu Bauteil-Schäden oder Schimmelbildung führen, wird es ernst. Ursachen können falsch eingebaute oder mangelhafte Fenster sein. Daneben kommen andere Mängel oder fehlerhaftes Verhalten der Bewohner in Frage.
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    Wie Kondenswasser am Fenster entsteht und was man tun kann

    Kondenswasser am FensterBild: © Martin Garnham - Fotolia.comOb Kondenswasser am Fenster im Innen­bereich entsteht, hängt von der Raum­temperatur, der Luftfeuchtigkeit und der Temperatur am Fenster ab. Je kühler Luft ist, desto weniger Feuchtigkeit kann sie speichern. Bei 20 Grad Lufttemperatur liegt die maximale Sättigung der Luft mit Wasser bei 17,3g/m³. Die relative Luftfeuchtigkeit beträgt dann 100%.

    Wäre nur Dreiviertel an Wasser in der Luft gespeichert (12,975 g/m³), läge sie bei 75%. Wenn die Lufttemperatur nun direkt am Fenster unter 9,3 Grad Celsius fällt, entsteht Kondensat am Fenster.

    Luft mit der Temperatur 9,3 Grad kann nur noch 8,65 g/m³ Wasser speichern. Die Luft ist übersättigt und der so genannte Taupunkt ist unterschritten - es entsteht Kondenswasser am Fenster.

    Kondenswasser am Fenster – wo denn genau?

    Kondenswasser am Fenster entsteht dort, wo Temperaturen derart absinken, dass der maximale Wasser-Sättigungsgrad der Luft überschritten wird. Das kann an der Oberfläche des Fensterglases sein, aber auch am Rahmen oder an der Fensterfalz, wo Rahmen und Fensterflügel aufeinander treffen. Kondenswasser am Fenster ist in geringen Mengen nicht problematisch. Feuchte Fenster über einen längeren Zeitraum sind es dagegen schon!

    Feuchte Fenster – woran liegt es?

    Grundsätzlich gilt: Je niedriger die Außentemperatur, desto höher ist die Gefahr von Kondenswasser am Fenster. Das Fenster selbst kann dann Ursache sein. Hier spielt der U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient) des Fensters eine Rolle. Grob gesagt gilt: Je höher der U-Wert, desto eher dringt Wärme durchs Fenster nach außen und desto eher bildet sich Kondensat am Fenster, was feuchte Fenster zur Folge haben kann. Beim Fenster spricht man vom:

    • Uf Wert für den Rahmen,
    • den Ug Wert für das Glas
    • und den Uw Wert für das gesamte Fenster.

    Bei Fenstern mit hohem U-Wert sollte man über einen Fensterwechsel nachdenken. Weitere Ursachen für übermäßig viel Kondensat am Fenster kann ein fehlerhafter Einbau der Fenster sein. In Frage kommen aber auch andere bauliche oder Einrichtungsmängel. Die Heizkörper könnten beispielsweise ungünstig platziert sein, so dass Wärme den Fensterbereich schlecht erreicht - Luftfeuchtigkeit schlägt als Kondensat am Fenster nieder. Tatsächlich kann auch mangelhafte Lüftung feuchte Fenster verursachen. Beim Duschen entweichen beispielsweise 1.500 bis 3.000 Gramm Wasser pro Stunde.

    Sorgt man dann nicht für gute Fensterlüftung - in manchen Fällen können automatische Fensterlüfter für eine gewisse Abhilfe sorgen - schlägt sich hohe Luftfeuchtigkeit schnell als Kondenswasser am Fenster nieder. Fachbetriebe für Fenster helfen Ihnen gern bei der Analyse und gegebenenfalls beim fachgerechten Einbau neuer Fenster.

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    Dieser Artikel wurde erstellt von: Thorben Frahm, Redakteur www.Daemmen-Und-Sanieren.de