Neue Fenster im Altbau: Einsparungen & Anforderungen

7. Oktober 2020
Fenster sind mehr als nur ein Auge zur Außenwelt. Sie lassen Licht und Wärme in das Gebäude und sollen nebenher noch vor Witterungseinflüssen schützen und die Energie nicht wieder aus dem Haus entweichen lassen. Leider sind viele Fenster im Gebäudebestand längst veraltet und verschwenden unnötig Energie. Im Angesicht aktueller Energiepreise ist das keine günstige Entwicklung. Doch lohnen sich neue Fenster im Altbau überhaupt?
Dieser Artikel wurde erstellt von:
Thorben Frahm, Redakteur www.Daemmen-Und-Sanieren.de
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Sind neue Fenster im Altbau wirtschaftlich?

Neue Fenster im Altbau© Ingo Bartussek - Fotolia.comKurz gefasst: wenn Sie noch Fenster mit Einfachglas (bis Ende der Siebziger), Verbund- oder Kastenfenster (auch bis Ende der 70er Jahre) oder Fenster mit unbeschichtetem Isolierglas besitzen (ungefähr bis Mitte der Neunziger verbaut), lohnen sich neue Fenster im Altbau sehr wahrscheinlich.

Bei einer Zweifachverglasung (seit Mitte der 90er) oder besser lohnt sich ein Tausch ohne zusätzliche Maßnahmen wie Dämmmaßnahmen oder einem Wechsel der Heiztechnik eher nicht.

Im Folgenden zeigen wir Ihnen:

Was man durch einen Fenstertausch im Altbau spart

Zu obigem Schluss kommen mehrere Untersuchungen, darunter beispielsweise das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU). In der Ausgabe "Energiesparfenster mit 3 Scheiben" (2012) seiner Broschüre hat das Amt eine Vergleichsrechnung aufgemacht. Ein durchschnittliches Einfamilienhauses mit einer Fensterfläche von 30 Quadratmetern, dreifachverglasten Fenstern mit einem guten U-Wert und einem Heizölpreise von 0,85 Euro pro Liter dient als Vergleichsobjekt. Im Vergleich zu modernen Fenstern mit Dreifachverglasung würden:

  • Fenster mit Einfachverglasung bis 1978 (Uw=5,8) mit 1.770 Liter Heizöl / 1.500 Euro,
  • Fenster mit unbeschichteter Isolierverglasung mit 750 Litern / 640 Euro
  • und Verbund- und Kastenfenster mit 630 Litern / 540 Euro Mehrkosten zu Buche schlagen, wenn Sie neue Fenster kaufen.

Dazu muss man anmerken, dass Heizöl (neben Heizstrom) zu den teuersten Heizmethoden gehört. Bei Gas, Pellets oder Wärmepumpe wären diese Unterschiede nicht ganz so hoch, aber immer noch sehr beachtlich. Der erste Einsparungsbetrag scheint uns etwas hoch, aber die beiden letzten Ergebnisse erscheinen generell nicht unwahrscheinlich. Von 400-600 Euro Ersparnis bei sehr alten Fenster pro Jahr kann man wohl insgesamt durchaus ausgehen.

Entscheidend ist: ein Fenster mit Einfachverglasung verliert im Extremfall umgerechnet Energie im Wert von 67 Litern Heizöl pro Jahr, während ein aktuelles Fenster mit drei Scheiben und einem Uw-Wert von 0,7-0,8 W/m2K nur noch Energie im Wert von acht Litern Heizöl entweichen lässt. Das ist nicht nur preislich ein deutlicher Unterschied, sondern schlägt sich auch auf die Umweltbilanz nieder.

Eine vergleichbare Untersuchung zum Thema "Neue Fenster im Altbau" mit dem Titel "Mehr Energie sparen mit neuen Fenstern" haben der Verband Fenster + Fassade (VFF) und der Bundesverband Flachglas e.V. (BF) durchgeführt und im März 2014 aktualisiert. Dort drückt man die Einsparungen durch den Preis pro Kilowattstunde an eingesparter Energie aus. Liegt dieser unter dem Bezugspreis für Energie, wird der Tausch als wirtschaftlich bewertet. Liegt er darüber, ist die Maßnahme unwirtschaftlich.

Um nicht mit zu vielen Zahlen zu arbeiten - die Untersuchung kommt zu einem ähnlichen Ergebnis wie obige des LfU. Ein Tausch von Fenstern mit Einfachverglasung gegen Dreifachverglasung rechnet sich demnach grundsätzlich. Auch bei Verbund- und Kastenfenstern und bei unbeschichtetem Isolierglas fällt die Bilanz im Allgemeinen positiv aus, insofern auch weitere Verbesserungen am Gebäude (wie Außendämmung) vorgenommen werden. Die Untersuchung kommt zu dem Schluss, dass "bei Fenster der Generation vor 1995, deren Rahmen und Dichtungen noch in gutem Zustand sind", das "Auswechseln [...] eine interessante Option" sei. Die genauen Berechnungsgrundlagen und Ergebnisse finden Sie hier auf den Seiten des BF als PDF.

Neue Fenster im Altbau berechnen: Faustformel, Modellrechnung & Fensterrechner

  • Eine komfortable Alternative zu den folgenden Bereichnungsbeispielen ist unser Fensterrechner. Dort erhalten Sie nach Angabe einiger Grundgebäudedaten eine schnelle Antwort auf Basis komplizierterer Berechnungsgrundlagen als obiger Faustformel und Sie bekommen auch eine direkte Abschätzung über die Investitionskosten für neue Fenster im Altbau.
  • Eine gängige Faustformel für den Fenstertausch lautet: eine Senkung des U-Wertes eines Fensters um 0,1 spart 1,2 Liter Heizöl oder einen Kubikmeter Erdgas pro Quadratmeter Fensterfläche und Jahr. Hier können Sie mit der Fensterfläche und dem angedachten neuen U-Wert die Energiekosten pro Kilowattstunde gegenrechnen.
  • Eine genauere Modellrechnung für neue Fenster im Altbau sähe so aus - anhand der Broschüre "In Glas steckt Potential (2007) des Bundesverbandes Flachglas :

E = (Ualt - Uneu) * F *G * 24 / ( H * W )

Ualt und Uneu sind jeweils die U-Werte der alten und neuen Fenster in W/m2K nach DIN EN 673. "F" steht für die Fensterfläche. "G" bezeichnet die Heizgradtagzahlen (Produkt aus Temperaturdifferenz Außen / Innenraum und Heiztagen im Jahr) nach DIN V 4108-6 (Standardwert Deutschland insgesamt: 3600). 24 steht für 24 Stunden pro Tag. H ist der Heizwert des verwendeten Brennstoffes in Watt * Stunden / x, wobei x m3, kWh oder kg Heizöl bezeichnet. W ist der Wirkungsgrad der Heizungsanlage.

Anhand dieser Formel kommt der Bundesverband beispielhaft zu dem Ergebnis, dass man bei einem Tausch von Isolierglas mit Ug 3,0 auf Ug 1,1 den Heizölverbrauch um 20 Liter pro Jahr und Quadratmeter Glasfläche senken kann. Gegenüber einem einfachverglasten Fenster lägen die Einsparungen bei 50 Liter pro Quadratmeter Fensterfläche im Jahr (bei Heizöl 11,85 kWh/kg bei Wirkungsgrad 75% und Heizgradtage 3600).

Anforderungen an neue Fenster im Altbau

Die Energieeinsparverordnung (EnEV) schreibt vor, dass neue Fenster mindestens einen U-Wert von 1,3 W/m2K oder niedriger erreichen müssen (Dachflächenfenster 1,4).

Von den Einsparungen abgesehen sollten Sie unbedingt beachten, dass moderne Fenster ein anderes Lüftungsverhalten erfordern (am besten im Zusammenhang mit einem Lüftungskonzept nach DIN 1946-6)! Zum einen sind neue Fenster luftdicht und es kann passieren, dass der Luftwechsel im Gebäude nicht mehr ausreicht, um die Raumfeuchte entweichen zu lassen. Zum anderen kann es geschehen, dass die Feuchtigkeit sich nun an den Zimmerwänden niederschlägt anstatt am Fenster, da diese nun die kälteste Stelle in den Räumlichkeiten geworden sind. Eventuell müssen also auch Arbeiten erfolgen, welche die Dämmwirkung der Wand verbessern, damit diese nicht mehr die kälteste Stelle sind.

Hier finden Sie Fachbetriebe für Fensterbau aus Ihrer Region. Sie unterstützen Sie bei allen obigen und weiteren Fragen.

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Erfahrungen & Fragen zum Thema Fenster

Was ist der Unterschied zwischen einer Feuchtraumfarbe und einer Antischimmelfarbe?

Was ist der Unterschied zwischen einer Feuchtraumfarbe und einer Antischimmelfarbe? Ich habe ein Bad ohne Fenster aber bislang keine Probleme mit Schimmel gehabt. Ich möchte jedoch gerne vorbeugend zur Sicherheit was gegen Schimmel machen. Welche Farbe soll ich nehmen?
Antwort von Maler Lüddemann

Vorbeugen kann man in so einem Bad nur wenn man eine gewisse Grundwärme hält,vorbeugen mit irgendeiner Farbe bringt nichts.
Meiner Meinung nach sind sogenannte Antischimmelfarben und Bad oder Küchenfarbe nur Geldmacherei.
Ich nehme schon seit 30 Jahren eine ganz normale Innendispersionsfarbe für Bad und Küche und hatte noch nie Propleme.

Anforderungen Fenster für kfw 40 - Standard

Welche Anforderungen an Fenster müssen wir bei einem Kfw 40 Haus beachten. Speziell der Ug-Wert und Uw-Wert sind für uns von Bedeutung! Ich freue mich über Hilfe!
Antwort von Ingenieurbüro Schmidt

Guten Tag,

die Anforderungen der KfW für ein solches Gebäude finden Sie unter

https://www.kfw.de/PDF/Download-Center/F%C3%B6rderprogramme-(Inlandsf%C3%B6rderung)/PDF-Dokumente/6000003465_M_153_EEB_TMA.pdf

Wie schon mein Vorredner erwähnt hat, müssen Sie auf jeden Fall Fenster mit einer 3-fach Verglasung einbauen. Die Ug- und Uw-Werte würde man im Zuge einer Planung für dieses Objekt festlegen.

Mit freundlichen Grüßen aus Trier

C. Schmidt
Ingenieurbüro Schmidt

Haus von 220qm von Innen streichen - was kostet das?

Ich würde gern wissen, was es ungefähr kosten würde mein Haus (220 m²) innen streichen zu lassen. Tapezierte Wände und Decken mit Silikatfarbe streichen, 2 Treppen (eine Etage), 12 Türen inkl. Zarge, 25 Fenster innen und außen, 40m² Holzpaneele weiß streichen. 2,5 m. Raumhöhe. Es würde erstmal reichen, wenn ich ungefähr weiß, was da auf einen zukommt.
Antwort von Kussauer - Fachbetrieb für Malerarbeiten

Der Anstrich für ca. 220 m2 Wohnfläche mit Silikatfarbe würde inkl. MwSt ca. 2700 € Kosten, die Türen pro Stück ca. 110 €, Fenster werden nach Größe und Zustand berechnet, Holzpanele ca. 40 m2 weiss 2 x lackieren ca. 480 €.

Voraussetzungen für einen Dachbalkon

Wir haben ein neues Haus gekauft in welchem das Dachgeschoss zwar ausgebaut ist, aber kein Fenster enthält. Jetzt habe ich gesehen, dass man auch Dachbalkone nachbauen kann. Ist das prinzipiell überall möglich oder welche Vorraussetzungen müssen für einen solchen Dachausbau gegeben sein?
Antwort von Opheys Bedachungen GmbH & Co.KG

Ein Dachbalkon benötigt in jedem Fall einer Baugenehmigung weil das Dach dauerhaft verändert wird. Als Alternative zu einem entsprechenden Dachausbau gibt es ein Velux-Cabriofenster dieses ist genehmigungsfrei weil es im Grunde ein 2-teiliges Wohnraumfenster ist wobei das untere Element beim öffnen hochgestellt werden kann und am dadurch teilweise ins frei treten kann. Das obere Element wird nach oben hochgeklappt. Dieses Fenster erfüllt dann bei einer Breite vom 114 cm auch die Vorgaben für einen zweiten Rettungsweg.

Feuchtigkeit zwischen Doppelverglasung: Reparatur oder Neukauf?

Zwischen der Doppelverglasung meiner Fenster befindet sich Feuchtigkeit. Lohnt sich eine Reparatur oder benötige ich neue Fenster?
Antwort von Busch Bauelemente

Guten Tag,

Feuchtigkeit im Scheibenzwischenraum bedeutet immer das die Scheibe undicht ist.
Wenn das Fenster ein Alter zwischen 25-35 Jahren hat ist ein komplett neues Fenster
die beste Alternative da sich in dem Alter kein Scheibentausch mehr lohnt. ( Fass ohne Boden )

Mit freundlichen Grüßen
Bauelemente Busch aus Duisburg

Vorschriften der EnEV bei Fenster- und Türtausch ohne Fassadensanierung?

Wir haben vor, in einer WEG mit 7 Wohneinheiten, alle 35 Fenster im Bestand (Bj. 1964) und die Eingangstür zu erneuern, ohne Fassadensanierung. Inwieweit müssen auch dabei die Vorschriften nach EnEV 2014 für Fenster (UW-Wert 1,3 W/(m2K)) zwingend eingehalten werden oder kann ich auch beliebig andere Elemente verbauen lassen, die einen schlechteren UW-Wert haben ? Wer haftete, wenn diese Vorschriften einzuhalten sind, aber nicht als solche bei Angebot und Ausführung berücksichtigt werden ?
Antwort von siGEB systemintegrierte GebäudeEnergieBeratung

Ja, die EnEV muss in ihrem Fall eingehalten werden. Verantwortlich und auch haftbar sind Sie als die Eigentümer (EnEV §26). Eine Nichteinhaltung ist eine Ordnungswidrigkeit (EnEV §27). Der Fachunternehmer muss unabhängig von Ihnen in der Unternehmererklärung bestätigen, dass die EnEV eingehalten wurde (EnEV §26a).
Andererseits: Sie erhalten beim Fachhandwerker kaum noch Fenster, die nur der EnEV entsprechen. Diese werden nicht mehr gebaut. Ganz im Gegenteil: passivhaustaugliche Fenster (U-Wert < 0,8) kosten maximal 5-8 % mehr als EnEV-konforme Fenster (U-Wert < 1,3). Sie erhalten aber einen 10%igen Zuschuss auf die gesamte Maßnahme (KfW Programm 430 (U-Wert < 1,0)) inclusive der Montagekosten, so dass Sie in Summe mindestens einen finanziellen Gesamtvorteil von ca. 5% haben. Davon abgesehen haben Sie eine höhere Behaglichkeit und einen besseren Schallschutz.
So oder so, nach der DIN 1946-6 müssen Sie ein Lüftungskonzept erstellen lassen, das sicherstellt, dass Sie keine Feuchte- bzw. Schimmelprobleme bekommen. Ersatzweise muss sichergestellt werden, dass die Feuchte abgeführt wird.
Lassen Sie bitte vor der Montage überprüfen, ob der bisherige Montageort (meist in der Mitte der Mauer) auch der richtige Ort für die neuen Fenster ist. Ebenso sollten die Oberflächentemperaturen an den Innenlaibungen der Fensternische nachgerechnet werden. Sonst sind dort Schimmelproblem unvermeidlich.
Viele Grüße A. Schwarz

Neue Fenster: Doppelverglasung oder Dreifachverglasung?

Unser Haus ist jetzt 38 Jahre alt. Aber auf einem guten neuen Stand. Jetzt steht der Fensteraustausch auf dem Programm. Meine Frage: Sollen die neuen Fenster eine Zweifach- oder Dreifach Verglasung haben? Jede Firma sagt etwas anderes. Die meisten meinen aber eine Dreifach-Verglasung ist zu dicht und es gibt Schimmel weil ja die ganze Luftzirkulation nicht so wie bei einem Neubau ist, und das Lüften alleine reicht nicht aus. Was ist Ihr Rat an uns?
Antwort von Montagebau Wagner

wir Reden um ca. 0,35 W/m²K (bei Schüco Living Fenster) mit einer 2 fach Verglasung Ug 1,1 und einer 3 fach Verglasung mit Ug 0,6 incl. warme Kante ist eine Differenz von 0,35 W/m²K. Nun entscheiden Sie selbst, unter Beachtung der bisherigen Antworten

Haussanierung: Neue Fenster von Internorm in unserem Fall sinnvoll?

Wir sanieren gerade ein altes Siedlerhaus aus den 50ern: Das Haus hat leider nur eine 25cm (mit Innen-und Außenputz) 30cm Außenwand aus rheinischem Hohlblockbims! Bisher waren bzw. sind noch Holz-Alu-Fenster mit 2fach-Verglasung eingebaut! Das Dach lassen wir jetzt dämmen, da hier ab Kniestock früher gar nichts gedämmt war! Mein Sohn, der das Haus meiner Eltern beziehen will, möchte jetzt einige größere Schiebetüren einbringen lassen und auch die anderen Fenster sollen neu bzw. ersetzt werden! Mit den Dämmungen an den Außenwänden haben wir so viel negatives gehört und auch schon gesehen, dass wir hier eigentlich außen nur einen 20mm Dämmputz aufbringen wollen! Trotz der jetzigen noch guten Holz-Alu-Fenster, welche aus dem Jahr 1998 stammen und es sehr schade ist, sie überhaupt heraus zu nehmen, gab es bisher auch nie Probleme! Nur die Scheiben schwitzten etwas am unteren Rand bei größerer Kälte! Die Scheiben haben einen k-Wert, so wie er zu dieser Zeit noch hieß von 1,9 ! Die Rahmenstärke beträgt mit Aluschale schon 85mm! Auch sonst gibt es im ganzen Haus keinen Schimmel oder dergleichen. Lediglich der Keller hat feuchte Flecken, deshalb lassen wir das Haus ausschachten und bringen eine Bitumendickbeschichtung mit Noppenfolie auf! Das Haus ist jetzt zur Zeit völlig entkernt und die Fehlböden samt Putz haben wir entfernt! Die Kernsubstanz ist auch von den Balken her fast wie neu! Auch unsere Nachbarn haben alle in derselben Weise gebaut und in den letzten Jahren renoviert bzw. auch ihre Fenster erneuert! Aber mehrere haben auch aus Angst vor Feuchtigkeit im Innern keine Außendämmung angebracht! Kopfzerbrechen machen uns jetzt vor Allem die neuen Fenster, welche von Internorm sein sollen, da diese nach unserer Meinung qualitätsmäßig sehr gut sind und einen sehr schmalen Rahmen haben! Leider gehen auch die Meinungen von den Experten weit auseinander! Der eine sagt, nimm halt dann nur zweifach verglaste Fenster, ein anderer sagt, wenn man richtig heizt und lüftet macht das auch nichts bei Dreifachverglasung! Denn auch die Wände heizen sich ja auf! Am Ende steht der Bauherr da und muss wie immer alles selbst entscheiden was gut oder schlecht ist! Es wäre sehr nett, wenn Sie uns Ihre ehrliche Meinung sagen würden! Ich freue mich auf Meinungen und Hilfestellungen für unsere Entscheidung.
Antwort von Ingenieurbüro Winkler

Wenn neue Fenster eingebaut werden sollen, dann selbstverständlich gute Fenster mit mindestens einem 6-Kammer-Profil und Scheiben mit 3-fachverglasung! Und mit 3-facher Dichtungsebene und warmer Kante.

Die "warme Kante" verhindert auch Kondensat am unteren Rand, ebenso wie ein hoher Scheibeneinstand - alles Qualitätskriterien. Sonst können Sie auch Ihre hochwertigen Holz/Alufenster lassen. Nicht so gut wie neue mit 3-fachverglasung, die haben einen Uw-Wert von ca. 0,95 (mit Rahmen, förderfähig) aber bei 2-fachverglasung haben Sie einen Wert von ca. 1,5, das lohnt sich wirklich nicht.

Pro m² Außenfläche sind Fenster teure Bauteile, die meisten Einspareffekte haben Sie natürlich bei den großen Scheiben, kleinere Fenster werden sich kaum bemerkbar machen.
Die weit verbreitete Fehleinschätzung, dass Wärmedämmung Schimmel macht ist Quatsch, da hat jemand die Bauphysik falsch verstanden. Allerdings machen neue Fenster das Haus dichter, das sollen sie ja auch, schließlich wollen Sie ja warm und trocken ohne Zugluft wohnen und Heizkosten sparen.

Deshalb sollten Sie auch die Wand verbessern - mit einer außenliegenden Wärmedämmung, denn 20 mm Dämmputz bringen nicht viel. Aber eine Dämmung von 16 oder 18 cm (KfW-förderfähig) bringt sehr viel.
Wichtig ist eine fachgerechte Ausführung, die Fenster müssen mind. 3 cm überdämmt werden, deshalb am Besten fassadenbündig einsetzen und auch ansonsten die Vorgaben des Systemherstellers beachten! Durch Wärmedämmung (außen!) ist die Wand wärmer und auf warmer Wand kein Kondensat also kein Schimmel! Seien Sie die Ersten, die das Haus vernünftig modernisieren und vergleichen Sie Wohnklima und Heizkosten mit den anderen nicht gedämmten Häusern!

Beim Fenster auch auf den fachgerechten, luftdichten, Einbau achten, umlaufende, gedämmte Fuge und vernünftige Lastabtragung. Nicht auf die Mauer oder Fensterbank stellen, eine gedämmte Fuge muss dorthin! Gehört alles dazu, leider meistens nicht beachtet und wie vor 30 Jahren eingebaut.

Je nach dem wieviele Menschen in dem Haus wohnen muss man über die Lüftung nachdenken, Luftwechsel über Fensterfugen hat man ja nicht mehr (und "atmen" konnte das Haus vorher schon nicht), also ein bis zwei Lüfter einbauen, aber welche, die geeignet sind, leise, mit 4 oder 5 Watt je nach Luftfeuchtigkeit gesteuert.


Wenn keine Außenwanddämmung gemacht wird, dann sollten zumindest die Fensterleibungen von innen verbessert werden. Denn hier ist es sehr kalt und durch gestiegene Luftfeuchte kann dort Schimmel auftreten (wohlgemerkt nur ohne Dämmung von außen!)

Garagentore ersetzen und KfW-Förderung

Im Rahmen einer Kfw-Kredit-gestützen Renovierungsaktion möchte ich auch die beiden Garagentore der im Kellergeschoss befindlichen Garagen dämmen bzw. die alten Tore (ca. 1950) ersetzen (Außentor, ja oder nein?). Ebenso ist aus den KfW-Infos im Internet nicht ersichtlich, ob der Austausch der Scheiben unserer Fenster sowie eine Dämmung/Erneuerung der Rollladen/-kasten gefördert wird. Vielen Dank im Voraus!
Antwort von Ingenieur Büro Landwehr

Eine Förderung der KfW ist bei Austausch von Fensterscheiben und Dämmung der Rollladenkästen möglich, wenn die Außenwand schon gedämmt ist oder eine Lüftungsanlage vorhanden ist.

Uw-Wert für Fenster / KfW Förderung

Für ein KFW Förderprogramm für Fenster UW Wert 0,95 muss der Fensterbauer für jedes Fenster den UW Wert angeben oder nur für eine Standard Größe? Wenn ja wie groß muss das Standardfenster für den UW Wert sein?
Antwort von PETK Projektbüro für Energieeffizienz

Da der Uw (Window) Wert sich aus Ug (Glas) und U-Wert Rahmen zusammensetzt, muss der Fensterbauer für jede Fensterausführung den Uw Wert angeben.

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