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Neue Fenster im Altbau: Einsparungen & Anforderungen

Fenster sind mehr als nur ein Auge zur Außenwelt. Sie lassen Licht und Wärme in das Gebäude und sollen nebenher noch vor Witterungseinflüssen schützen und die Energie nicht wieder aus dem Haus entweichen lassen. Leider sind viele Fenster im Gebäudebestand längst veraltet und verschwenden unnötig Energie. Im Angesicht aktueller Energiepreise ist das keine günstige Entwicklung. Doch lohnen sich neue Fenster im Altbau überhaupt?
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Sind neue Fenster im Altbau wirtschaftlich?

Neue Fenster im Altbau© Ingo Bartussek - Fotolia.comKurz gefasst: wenn Sie noch Fenster mit Einfachglas (bis Ende der Siebziger), Verbund- oder Kastenfenster (auch bis Ende der 70er Jahre) oder Fenster mit unbeschichtetem Isolierglas besitzen (ungefähr bis Mitte der Neunziger verbaut), lohnen sich neue Fenster im Altbau sehr wahrscheinlich.

Bei einer Zweifachverglasung (seit Mitte der 90er) oder besser lohnt sich ein Tausch ohne zusätzliche Maßnahmen wie Dämmmaßnahmen oder einem Wechsel der Heiztechnik eher nicht.

Im Folgenden zeigen wir Ihnen:

Was man durch einen Fenstertausch im Altbau spart

Zu obigem Schluss kommen mehrere Untersuchungen, darunter beispielsweise das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU). In der Ausgabe "Energiesparfenster mit 3 Scheiben" (2012) seiner Broschüre hat das Amt eine Vergleichsrechnung aufgemacht. Ein durchschnittliches Einfamilienhauses mit einer Fensterfläche von 30 Quadratmetern, dreifachverglasten Fenstern mit einem guten U-Wert und einem Heizölpreise von 0,85 Euro pro Liter dient als Vergleichsobjekt. Im Vergleich zu modernen Fenstern mit Dreifachverglasung würden:

  • Fenster mit Einfachverglasung bis 1978 (Uw=5,8) mit 1.770 Liter Heizöl / 1.500 Euro,
  • Fenster mit unbeschichteter Isolierverglasung mit 750 Litern / 640 Euro
  • und Verbund- und Kastenfenster mit 630 Litern / 540 Euro Mehrkosten zu Buche schlagen, wenn Sie neue Fenster kaufen.

Dazu muss man anmerken, dass Heizöl (neben Heizstrom) zu den teuersten Heizmethoden gehört. Bei Gas, Pellets oder Wärmepumpe wären diese Unterschiede nicht ganz so hoch, aber immer noch sehr beachtlich. Der erste Einsparungsbetrag scheint uns etwas hoch, aber die beiden letzten Ergebnisse erscheinen generell nicht unwahrscheinlich. Von 400-600 Euro Ersparnis bei sehr alten Fenster pro Jahr kann man wohl insgesamt durchaus ausgehen.

Entscheidend ist: ein Fenster mit Einfachverglasung verliert im Extremfall umgerechnet Energie im Wert von 67 Litern Heizöl pro Jahr, während ein aktuelles Fenster mit drei Scheiben und einem Uw-Wert von 0,7-0,8 W/m2K nur noch Energie im Wert von acht Litern Heizöl entweichen lässt. Das ist nicht nur preislich ein deutlicher Unterschied, sondern schlägt sich auch auf die Umweltbilanz nieder.

Eine vergleichbare Untersuchung zum Thema "Neue Fenster im Altbau" mit dem Titel "Mehr Energie sparen mit neuen Fenstern" haben der Verband Fenster + Fassade (VFF) und der Bundesverband Flachglas e.V. (BF) durchgeführt und im März 2014 aktualisiert. Dort drückt man die Einsparungen durch den Preis pro Kilowattstunde an eingesparter Energie aus. Liegt dieser unter dem Bezugspreis für Energie, wird der Tausch als wirtschaftlich bewertet. Liegt er darüber, ist die Maßnahme unwirtschaftlich.

Um nicht mit zu vielen Zahlen zu arbeiten - die Untersuchung kommt zu einem ähnlichen Ergebnis wie obige des LfU. Ein Tausch von Fenstern mit Einfachverglasung gegen Dreifachverglasung rechnet sich demnach grundsätzlich. Auch bei Verbund- und Kastenfenstern und bei unbeschichtetem Isolierglas fällt die Bilanz im Allgemeinen positiv aus, insofern auch weitere Verbesserungen am Gebäude (wie Außendämmung) vorgenommen werden. Die Untersuchung kommt zu dem Schluss, dass "bei Fenster der Generation vor 1995, deren Rahmen und Dichtungen noch in gutem Zustand sind", das "Auswechseln [...] eine interessante Option" sei. Die genauen Berechnungsgrundlagen und Ergebnisse finden Sie hier auf den Seiten des BF als PDF.

Neue Fenster im Altbau berechnen: Faustformel, Modellrechnung & Fensterrechner

  • Eine komfortable Alternative zu den folgenden Bereichnungsbeispielen ist unser Fensterrechner. Dort erhalten Sie nach Angabe einiger Grundgebäudedaten eine schnelle Antwort auf Basis komplizierterer Berechnungsgrundlagen als obiger Faustformel und Sie bekommen auch eine direkte Abschätzung über die Investitionskosten für neue Fenster im Altbau.
  • Eine gängige Faustformel für den Fenstertausch lautet: eine Senkung des U-Wertes eines Fensters um 0,1 spart 1,2 Liter Heizöl oder einen Kubikmeter Erdgas pro Quadratmeter Fensterfläche und Jahr. Hier können Sie mit der Fensterfläche und dem angedachten neuen U-Wert die Energiekosten pro Kilowattstunde gegenrechnen.
  • Eine genauere Modellrechnung für neue Fenster im Altbau sähe so aus - anhand der Broschüre "In Glas steckt Potential (2007) des Bundesverbandes Flachglas :

E = (Ualt - Uneu) * F *G * 24 / ( H * W )

Ualt und Uneu sind jeweils die U-Werte der alten und neuen Fenster in W/m2K nach DIN EN 673. "F" steht für die Fensterfläche. "G" bezeichnet die Heizgradtagzahlen (Produkt aus Temperaturdifferenz Außen / Innenraum und Heiztagen im Jahr) nach DIN V 4108-6 (Standardwert Deutschland insgesamt: 3600). 24 steht für 24 Stunden pro Tag. H ist der Heizwert des verwendeten Brennstoffes in Watt * Stunden / x, wobei x m3, kWh oder kg Heizöl bezeichnet. W ist der Wirkungsgrad der Heizungsanlage.

Anhand dieser Formel kommt der Bundesverband beispielhaft zu dem Ergebnis, dass man bei einem Tausch von Isolierglas mit Ug 3,0 auf Ug 1,1 den Heizölverbrauch um 20 Liter pro Jahr und Quadratmeter Glasfläche senken kann. Gegenüber einem einfachverglasten Fenster lägen die Einsparungen bei 50 Liter pro Quadratmeter Fensterfläche im Jahr (bei Heizöl 11,85 kWh/kg bei Wirkungsgrad 75% und Heizgradtage 3600).

Anforderungen an neue Fenster im Altbau

Die Energieeinsparverordnung (EnEV) schreibt vor, dass neue Fenster mindestens einen U-Wert von 1,3 W/m2K oder niedriger erreichen müssen (Dachflächenfenster 1,4).

Von den Einsparungen abgesehen sollten Sie unbedingt beachten, dass moderne Fenster ein anderes Lüftungsverhalten erfordern (am besten im Zusammenhang mit einem Lüftungskonzept nach DIN 1946-6)! Zum einen sind neue Fenster luftdicht und es kann passieren, dass der Luftwechsel im Gebäude nicht mehr ausreicht, um die Raumfeuchte entweichen zu lassen. Zum anderen kann es geschehen, dass die Feuchtigkeit sich nun an den Zimmerwänden niederschlägt anstatt am Fenster, da diese nun die kälteste Stelle in den Räumlichkeiten geworden sind. Eventuell müssen also auch Arbeiten erfolgen, welche die Dämmwirkung der Wand verbessern, damit diese nicht mehr die kälteste Stelle sind.

Hier finden Sie Fachbetriebe für Fensterbau aus Ihrer Region. Sie unterstützen Sie bei allen obigen und weiteren Fragen.

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Dieser Artikel wurde erstellt von: Thorben Frahm, Redakteur www.Daemmen-Und-Sanieren.de