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Eigenschaften & Einsatzbereiche von TVG Glas

TVG Glas ist ein so genanntes teilvorgespanntes Glas. Vorgespannte Gläser sind bruchfester als andere Glasvarianten. Das gilt auch für das TVG Glas, das zu Verbundglas weiterverarbeitet werden kann. Eine für teilvorgespanntes Glas wichtige Norm ist die Norm DIN EN 1863-1 für teilvorgespanntes Kalknatronglas.
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TVG Glas - teilvorgespanntes Glas

TVG Glas hat bis zu einem gewissen Grad ähnliche Eigenschaften wie das ESG Glas (Einscheiben-Sicherheitsglas).

  • Beide Glasarten sind biegefester als normales Floatglas, allerdings ist TVG Glas weniger biegefest als ESG Glas. Die Einheit für die Biegefestigkeit ist N/mm2. Sie ist ein statistischer Wert für die Bruchwahrscheinlichkeit von Glas. Je höher der „N/mm2“ Wert, desto höher ist auch der Druck, dem das Glas mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit standhält.
  • TVG Glas und ESG Glas können zudem höhere Temperaturschwankungen als normales Floatglas überstehen, wobei ESG Glas wiederum TVG Glas überlegen ist.

Weitere Unterschiede zwischen ESG und TVG Glas? Teilvorgespanntes Glas gilt nicht als Sicherheitsglas. Als Sicherheit gilt Glas, das beim Bruch in kleine Stücke zerfällt, so dass die Sicherheit bei Glasbruch gesteigert und die Verletzungsgefahr gemindert ist. ESG Glas zerbricht tatsächlich in viele kleine und stumpfkantige Teile, während beim Bruch von TVG Glas Risse entstehen, durch die sich größere Glasstücke mit möglicherweise scharfen Kanten bilden können.

Produktion von TVG Glas

Auch die Produktion von TVG Glas ähnelt der von ESG-Glas. Basisglas wird auf über 600 Grad Celsius erhitzt und anschließend relativ schnell wieder abgekühlt, wodurch an der Glasoberfläche eine gewisse Spannung entsteht. Wird teilvorgespanntes Glas produziert, läuft der Prozess der Abkühlung langsamer ab als bei der ESG Glas – Produktion.

Einsatzbereiche

Sehr oft wird vorgespanntes Glas für die Produktion von Verbundglas verwendet. Verbundgläser sind Gläser, die aus zwei oder mehr Glasscheiben bestehen, zwischen denen sich eine Schicht aus beispielsweise Kunststoff befindet oder aber mehrere dieser Schichten liegen. TVG Glas als Bestandteil von Verbundsicherheitsglas kann zusätzlich für eine Überkopfverglasung genutzt werden.

Als Überkopfverglasung bezeichnet man eine Verglasung mit einer Neigung von mehr als zehn Grad zur Vertikalen. Daneben lässt sich TVG Glas für Mehrscheiben-Isoliergläser verwenden, die ebenfalls aus mindestens zwei Scheiben bestehen, zwischen denen sich aber ein etwa mit Luft zur Wärmedämmung gefüllter Hohlraum befindet.

Fachbetriebe für Fensterbau beraten Sie gern, welche Verglasung für ein konkretes Immobilien-Projekt am besten geeignet ist.

Dieser Artikel wurde erstellt von: Thorben Frahm, Redakteur www.Daemmen-Und-Sanieren.de