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Richtige Lüftung spart Heizkosten und sorgt für gutes Klima

Manuelle Fensterlüftung trägt maßgeblich zum Luftaustausch in einer Immobilie bei. Wichtig ist die richtige Art der Fensterlüftung, damit sie richtig wirkt. Aber bei modernen und relativ luftdicht gebauten Immobilien und gut gedämmten Altbauten kommt die Fensterlüftung an ihre Grenzen.
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Fensterlüftung und Luftwechselrate

Ohne eine ausreichende Fensterlüftung oder eine alternative Lüftung findet ein zu geringer Luftwechsel in den Innenräumen statt. In solchen Fällen kann sich Luftfeuchtigkeit in Innenräumen oder als Kondenswasser am Fenster niederschlagen und im Gebäude zu Schimmel führen. Darüber hinaus kann es zu einer Konzentration von Kohlendioxid oder etwa Formaldehyd kommen, die das menschliche Wohlbefinden negativ beeinflusst und die Gesundheit gefährden kann. Formaldehyd kann über die Bausubstanz oder das Mobiliar in die Wohnraumluft gelangen.

Video: © Energieagentur NRW

Luftwechsel und Normen

Fensterlüftung sorgt für eine ausreichende Luftwechselrate. Die Luftwechselrate (Einheit: h-1) beschreibt als Einheit, wie oft das Luftvolumen in einem Raum (Gebäude) innerhalb von einer Stunde komplett ausgetauscht wird. Liegt der Wert also bei 1, wird das gesamte Volumen innerhalb einer Stunde einmal komplett ausgetauscht. Vorgaben zur Luftwechselrate macht die DIN 4108 Punkt 4.2.3:

  • Ausreichender Luftwechsel in Wohnräumen ist „in der Regel der Fall, wenn während der Heizperiode ein auf das Luftvolumen innerhalb der Systemgrenze bezogener durchschnittlicher Luftwechsel von 0,5 h-1 bei der Planung sichergestellt wird.“

Das kann allerdings nur ein Richtwert sein. Rauchen kann den Schadstoffgehalt der Luft vergrößern, Wäsche waschen und Kochen die Luftfeuchtigkeit, so dass zumindest vorübergehend ein schnellerer Luftwechsel, etwa über geöffnete Fenster, nötig wird. Die DIN 1946-6 nennt die Nennlüftung, um gesundheitliche und hygienische Erfordernisse sowie Bautenschutz durch Lüftung zu gewährleisten, und die Intensivlüftung bei Lastspitzen wie etwa durchs Kochen, als zwei Lüftungsarten, bei denen Bewohner aktiv durch eine Fensterlüftung eingreifen können.

Arten der Fensterlüftung

Man unterscheidet diverse Arten der Fensterlüftung:

  • Kipplüftung: Fensterlüftung durch gekippte Fenster, die etwa die Energieagentur NRW maximal außerhalb der Heizperiode als halbwegs geeignet ansieht.
  • Stoßlüftung: Fensterlüftung mit weit geöffnetem Fenster; sie wird von der Energieagentur NRW statt Kipplüftung empfohlen.
  • Querlüftung: Gegenüberliegende Fenster und Türen werden kurzzeitig zugleich geöffnet.

Fensterlüftung: wie oft?

Diverse Immobilien-Unternehmen empfehlen vormittags und nachmittags eine Fensterlüftung in Räumen, in denen sich Personen aufhalten, sowie abends eine komplette Fensterlüftung. Die Energieagentur NRW gibt in ihrer Broschüre „Wohnungslüftung“ grobe Richtwerte für die Dauer der Fensterlüftung (Stoßlüftung), abhängig von den Monaten des Jahres:

  • 5 Minuten in den Monaten Dezember bis Februar,
  • 10 Minuten in den Monaten März und November,
  • 15 Minuten in den Monaten April, Mai, September, Oktober.
  • 25 Minuten in den Monaten Juni bis August.

In modernen Energiesparhäusern reichen meist weder Fensterlüftung noch Fensterlüfter Systeme aus. Hier ist ein Lüftungskonzept vorgeschrieben, das für die Immobilie erarbeitet werden muss! Fachbetriebe für Fenster & Energieberater helfen Ihnen weiter.

Dieser Artikel wurde erstellt von: Thorben Frahm, Redakteur www.Daemmen-Und-Sanieren.de