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Funktion & Einsatzbereiche der Fensterlüftung

Fensterlüfter sind mit dem Fenster verbundenen Systeme bezeichnet, welche die Lüftung eines Innenraums, oftmals ohne Öffnung des Fensters, ermöglichen. Es gibt verschiedene Arten der Fensterlüfter, mit denen die Lüftung jeweils anders realisiert wird. Sie sind vor allem in der Bestandsbausanierung eine Alternative zu zentralen oder dezentralen Lüftungsanlagen.
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Fensterlüfter sichern den nötigen Grundluftwechsel im Gebäude

Integrierter FensterlüfterIn dieser Fensterlüftung von Hilzinger regeln Lüfterklappen
den Luftaustausch, Bild: © Hilzinger Fenster
Fensterlüfter sind insbesondere in modernen Häusern mit guter Wärmedämmung wichtig. Um Wärme im Haus zu halten, wird luftdicht gebaut. Luftdicht bedeutet: Die Bauteile des Hauses wie Fenster oder Türe werden in extrem geringem Maße von Luft durchströmt.

Das ist gut, weil über durchströmende Luft auch Wärme aus dem Inneren entweicht. Auf der anderen Seite muss jedoch ein ausreichender Luftaustausch gewährleistet sein, um beispielsweise Schimmelbildung zu vermeiden.

Dafür müssen Luftaustausch-Systeme ins Gebäude integriert werden. Fensterlüfter können solche Systeme sein, welche die manuelle Fensterlüftung durch den Menschen unterstützen.

Fensterlüfter sind vor allem im Bestandsbau / der Altbausanierung eine interessante Option, wenn es baulich nicht möglich oder wirtschaftlich ist, eine zentrale Wohnraumlüftung oder mehrere dezentrale Lüftungsanlagen zum Einsatz zu bringen.

Wenn beispielsweise ohnehin ein Fensteraustausch ansteht, kann man gleich zu einem Modell mit Fensterlüfter greifen oder einen nachrüsten lassen. Im Neubau greift man meist auf dezidierte Wohnraumlüftungen zurück.

Gesetze und Normen rund um die Lüftung

Im Neubau oder der Bestandsbausanierung kann ein Lüftungskonzept notwendig werden. Paragraf 6 der EnEV (Energieeinspar-Verordnung) 2009 enthält für zwei einander gegenüberstehende Anforderungen: einerseits muss zumindest ein Mindestmaß an Luftdichtheit realisiert werden, andererseits muss auch ein Mindestluftaustausch gewährleistet sein, wozu Fensterlüfter beitragen können.

Eine wichtige Norm ist die DIN 1946-6. Sie enthält Regeln für die Belüftung von Wohngebäuden bei Neubauten und Sanierungen sowie Grenzwerte für den nötigen Luftaustausch, um a) gesetzlichen Vorschriften zu genügen und b) Schimmelpilze, Schäden durch Wasser und zu viele Schadstoffe in der Raumluft zu vermeiden (siehe auch: Kondenswasser am Fenster).

Arten der Fensterlüfter

Fensterlüfter sind ein Sammelbegriff für verschiedene Systeme einer Lüftung über Fenster. Unterschieden werden diese Fensterlüfter in nutzerabhängige und –unabhängige Systeme sowie in Systeme mit oder ohne Ventilatorenunterstützung. Nutzerunabhängig bedeutet: Der Fensterlüfter regelt den Luftaustausch ohne Aktivität des Raumnutzers. Fensterlüfter sind beispielsweise:

  • Fensterfalzlüfter: Diese Fensterlüfter werden in den Fensterfalz eingebaut, also in den Bereich des Fensters, an dem Fensterrahmen und –Flügel aufeinander treffen. Luft strömt, ohne dass viel Wärme verloren geht. Bei starkem Wind schließt sich der Fensterlüfter. In der Regel wird er nicht von Ventilatoren unterstützt.
  • Beschlagsgeregelter Lüfter: Fensterbeschläge sind alle Teile eines Fensters, die Teile wie etwa Rahmen und Flügel miteinander verbinden. Mit einem beschlagsgeregeltem Fensterlüfter lässt sich beispielsweise eine Lüftung realisieren, bei der der Fensterflügel regelmäßig automatisch um wenige Millimeter gekippt wird. Ventilatoren werden hier meist ebenfalls nicht eingesetzt.
  • Aufsatzelemente: Solche Fensterlüfter werden direkt in den Blend- oder Flügelrahmen oder aber in die Fensterverglasung integriert. Der Blendrahmen ist der mit dem übrigen Bau verbundene Fensterteil, während der Flügelrahmen das Glas umfasst. Solche Fensterlüfter können Systeme zur Wärmerückgewinnung integrieren, so dass Wärme der Abluft der Zuluft zugeführt wird.

Fachbetriebe für Fenster beraten Sie gern und erstellen Ihnen Kosten-Nutzen-Einschätzungen, so dass Sie gut bewerten können, ob sich ein Fensterlüfter auszahlt.

Dieser Artikel wurde erstellt von: Thorben Frahm, Redakteur www.Daemmen-Und-Sanieren.de