Förderung für Dachfenster 2023

Eine Dachfenster Förderung erhalten Sie im Bestandsbau wie auch im Neubau. Bei einer Dachfenstersanierung im Bestand können Sie einen Zuschuss in Höhe von 15% der Baukosten einstreichen; im Neubau erhalten Sie zinsgünstige Kredite mit Tilgungszuschuss von der KfW.
Thorben Frahm
Artikel von
Thorben Frahm für www.daemmen-und-sanieren.de

Veröffentlicht am 25 Aug. 2023

Fenster Dachfenster Förderung Dachfenster
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Förderübersicht: Dachfenster in Neubau & Bestandsbau

Förderung für Dachfenster
BAFA-FörderungKfW-Förderung
Was wird gefördert?FenstertauschFenstertausch und Sanierungsmaßnahmen zum Effizienzhaus
Name des FörderprogrammsBundesförderung für effiziente Gebäude – Einzelmaßnahmen (BEG EM)Bundesförderung für effiziente Gebäude – BEG WG / KfW-Kredit 261
Art der FörderungZuschussKredit mit Tilgungszuschuss
Höhe der Förderung15 % Zuschuss 5 % iSFP-Bonus 50 % für Fachplanung und BaubegleitungKredit bis max. 120.000 € oder 150.000 € pro Wohneinheit mit Tilgungszuschuss von max. 6.000 € bis 37.500 €
VoraussetzungenFenster müssen guten U-Wert erreichen Einbindung eines Energieeffizienz-Experten erforderlich Mindestinvestition 2.000 €Es muss Effizienzhausstandard 85 erreicht werden Einbindung eines Energieeffizienz-Experten erforderlich

BAFA Zuschuss Förderung für Dachfenster 2023

Wenn Sie nicht eine ganze Immobilie sanieren, sondern nur neue Dachfenster einbauen oder alte modernisieren möchten, ist das BAFA die richtige Anlaufstelle: über das BEG EM (Einzelmaßnahmen) erhalten Sie dort einen Zuschuss für Dachfenster. Der Zuschuss beläuft sich auf 15 Prozent der anfallenden Kosten. Ein zusätzlicher Bonus von 5 % ist möglich, wenn der Fensteraustausch im Rahmen eines individuellen Sanierungsfahrplans (iSFP) durchgeführt wird.

Montage eines neuen Dachfensters. Das BAFA bietet eine Förderung für den Dachfensteraustausch in Höhe von 15%

Foto: © Sven Böttcher / AdobeStock.com

Die "Bundesförderung für effiziente Gebäude" fördert Investitionsvorhaben, die zu einer Verbesserung des energetischen Niveaus eines Gebäudes beitragen. Die Dachfenster müssen also eine gewisse energetische Qualität aufweisen, um in den Genuss der Förderung zu gelangen. Die BAFA Förderung für Dachfenster erhalten Sie nur im Bestandsbau.

Maßgeblich ist der U-Wert der Dachfenster. Der U-Wert sagt aus, wie viel Energie in Bauteil über einen gewissen Zeitraum passiert - also in diesem Fall, wie viel Wärme aus dem Gebäudeinneren an die Außenwelt abgegeben wird. Der U-Wert wird angegeben in Watt pro Quadratmeter Kelvin: W/m2K. Je höher der U-Wert, desto mehr Wärme passiert das Bauteil. Je niedriger der U-Wert eines Fensters, desto weniger Energie geht nach Draußen verloren.

Die technischen Richtlinien des BAFA differenzieren zwischen mehreren möglichen Typen von Fenster im und am Dach und definieren folgende Mindest-U-Werte für die Förderung der Dachfenster:

U-Werte nach DachfenstertypU-WertU-Wert \
Dachflächenfenster1,01,1
Glasdächer1,61,9
Lichtbänder & Lichtkuppeln1,51,9
Fassadenfenster & Gaubenfenster0,951,3

\*Zonen von Nichtwohngebäuden mit 12°C < T < 19°C Der Grenzwert von 1,1 W/m²K ist bei der Förderung für neue Fenster nur dann zulässig, wenn es sich um ein Nichtwohngebäude handelt und die Fenster an weniger stark beheizte Räume grenzen (Temperaturen von 12 bis 19 Grad Celsius).

Fenster im Dach gibt es generell in zwei Ausführungen: liegend oder stehend. Fenster, die in die Dachfläche eingelassen sind - sie haben den gleichen Neigungswinkel wie das Dach - nennt man auch "liegende Dachfenster" oder Dachflächenfenster. Ein stehendes Dachfenster wiederum ist einfach ein normales Fassadenfenster (lesen Sie hier mehr zur Fenster Förderung an der Fassade), eingebaut in eine Dachgaube (Gaubenfenster). Für diese Fenster gilt ein Mindest-U-Wert von 0,95 W/m²K.

Glasdächer, Lichtbänder und Lichtkuppen dürfen etwas höhere U-Werte mitbringen um förderfähig zu bleiben.

Für die Dachfenster Förderung müssen Sie einen Energieberater hinzuziehen. Hierfür gibt es einen zusätzlichen Zuschuss für Fachplanung und Baubegleitung von 50 Prozent.

Die BAFA Förderung für Dachfenster greift ab Sanierungskosten von 2.000 Euro aufwärts. Hier finden Sie eine Kurzübersicht über Dachfenster Preise und Fenster Preise.

Die Kombination der Förderung mit anderen Fördermitteln (Kredite oder Zulagen/Zuschüsse) ist möglich. Für eine Maßnahme darf jeweils nur ein Antrag entweder bei der KfW oder dem BAFA gestellt werden. Eine Kumulierung mit der steuerlichen Förderung ist nicht gestattet.

Alle weiteren Informationen zur BAFA Förderung für Dachfenster über das BEG EM finden Sie auf der Webseite des BAFA.

BAFA Förderung für Dachfenster beantragen

  • Schritt 1: Lassen Sie sich für Ihre Sanierungsmaßnahmen ein Angebot von einem Fachunternehmen erstellen. Erteilen Sie bitte noch keinen Auftrag! Der Förderantrag beim BAFA ist vor Maßnahmenbeginn zu stellen! Binden Sie einen Energieeffizienz-Experten ein (Hier finden Sie die Expertensuche).
  • Schritt 2: Förderantrag im Onlineportal des BAFA stellen.
  • Schritt 3: Auftrag an Fachunternehmer vergeben und Baumaßnahme beginnen
  • Schritt 4: Nach Abschluss der Maßnahme erstellt der Energieeffizienz-Experte eine Bestätigung der ordnungsgemäßen Umsetzung ("TPN-ID") Einreichung von Nachweisen / TPN-ID über das BAFA-Portal
  • Schritt 5: Das BAFA prüft die Nachweisdokumente und veranlasst die Auszahlung

KfW Förderung für Dachfenster 2023

Neben der Zuschussförderung durch das BEG EM ist auch eine Dachfenster Förderung durch die KfW erhältlich. Das Förderprogramm "Wohngebäude - Kredit (261)" beruht ebenso auf dem BEG, allerdings zu anderen Konditionen. Bei der KfW erhalten Sie einen Förderkredit mit Tilgungszuschüssen.

Ein weiterer wesentlicher Unterschied zum BEG EM durch das BAFA: während dort explizit Einzelmaßnahmen wie der Dachfenstertausch gefördert werden, ist dies in der KfW Förderung nicht möglich. Die Grundvoraussetzung für dieses Förderprogramm ist, dass Sie entweder ein Effizienzhaus der Stufe 40 bauen oder erwerben oder einen Bestandsbau mindestens auf das Niveau eines KfW Effizienzhauses 85 hochsanieren.

Das Effizienzhaus

Das Effizienzhaus ist ein Gebäudestandard, den die KfW entwickelt hat. Dieser Standard beschreibt den Energiebedarf (per "Primärenergiebedarf") und den Dämmstandard (über Transmissionswärmeverluste) einer Immobilie im Vergleich zu einem virtuellen "Referenzgebäude". Das Referenzgebäude entspricht in allen Werten den Vorgaben des Gebäudeenergiegesetzes GEG. Ein Effizienzhaus 40 benötigt dann zum Beispiel nur 40 Prozent der Primärenergie zur Deckung seines Bedarfes als ein Referenzgebäude nach GEG-Vorgaben. Ein auf Effizienzhaus 85 sanierter Altbau kommt dementsprechend mit 85% der Primärenergie im Vergleich zu dessen Vergleichsgebäude aus.

Sind neue Dachfenster Teil der Sanierungsarbeiten, so werden diese im Rahmen der Modernisierung mit gefördert, insofern der energetische Standard des gesamten Gebäudes im Anschluss das geforderte Effizienzniveau erreicht.

Die Förderkonditionen unterscheiden sich in den beiden Untergruppen für Neubau und Altbau folgendermaßen:

Förderkonditionen im Neubau oder Kauf eines neuen Effizienzhauses

ImmobilieMax. KreditbetragTilgungszuschuss
Ein- und Zweifamilien­haus, Doppel­haus­hälfte, Reihenhaus10.000 Euro je Vorhaben50 %, bis 5.000 Euro
Eigentumswohnung4.000 Euro je Wohneinheit, bis zu 40.000 Euro je Vorhaben50 %, bis 2.000 Euro je Wohneinheit, max. 20.000 Euro je Vorhaben
Mehrfamilienhaus mit 3+ Wohneinheiten4.000 Euro je Wohneinheit, bis zu 40.000 Euro je Vorhaben50 %, bis 2.000 Euro je Wohneinheit, max. 20.000 Euro je Vorhaben

Fördervoraussetzung ist, dass die Immobilie die Anfor­derungen an ein Effizienz­haus 40 mit Nach­haltig­keitsklasse erfüllt. Für das Erreichen der Nachhaltigkeitsklasse ist das Qualitäts­siegel Nach­haltiges Gebäude nötig.

Beim Neubau erhalten Sie die Förderung für Bau- und Bau­neben­kosten (ohne Grundstück), beim Kauf für den Kaufpreis der Immobilie (ohne Grundstück).

Zusätzlich fördert die KfW über das Programm 261

  • Fach­planung und Baubegleitung durch einen Energie­effizienz-Experten sowie eine akustische Fachplanung durch einen Akustiker.
  • die Nachhaltigkeitszertifizierung eines Neubaus mit dem Qualitäts­siegel „Nach­haltiges Gebäude“."

Förderkonditionen im Bestand

EffizienzhausTilgungszuschuss in % je WohneinheitBetrag je Wohneinheit
Effizienzhaus 4020 % von max. 120.000 Euro Kreditbetragbis zu 24.000 Euro
Effizienzhaus 40 Erneuerbare-Energien-Klasse25 % von max. 150.000 Euro Kreditbetragbis zu 37.500 Euro
Effizienzhaus 5515 % von max. 120.000 Euro Kreditbetragbis zu 18.000 Euro
Effizienzhaus 55 Erneuerbare-Energien-Klasse20 % von max. 150.000 Euro Kreditbetragbis zu 30.000 Euro
Effizienzhaus 7010 % von max. 120.000 Euro Kreditbetragbis zu 12.000 Euro
Effizienzhaus 70 Erneuerbare-Energien-Klasse15 % von max. 150.000 Euro Kreditbetragbis zu 22.500 Euro
Effizienzhaus 855 % von max. 120.000 Euro Kreditbetragbis zu 6.000 Euro
Effizienzhaus 85 Erneuerbare-Energien-Klasse10 % von max. 150.000 Euro Kreditbetragbis zu 15.000 Euro
Effizienzhaus Denkmal5 % von max. 120.000 Euro Kreditbetragbis zu 6.000 Euro
Effizienzhaus Denkmal Erneuerbare-Energien-Klasse10 % von max. 150.000 Euro Kreditbetragbis zu 15.000 Euro
Im Bestand herrscht eine größere Auswahl an energetischen Zielniveaus als im Neubau. Fördergelder erhalten Sie bereits ab einem Effizienzhausstandard von 85 (mit Sondervorgaben bei denkmalgeschützten Immobilien).

Als Bestandsbau gilt ein Gebäude, wenn der Bauantrag oder die Bauanzeige zum Antragszeitpunkt mindestens fünf Jahre zurückliegt. Beim Kauf eines kürzlich sanierten Gebäudes erfolgt die Förderung, wenn die Kosten gesondert ausgewiesen wurden.

Auch hier erfolgt eine Förderung von Fachplanung & Baubegleitung durch Energieeffizienz-Experten und einer akustische Fachplanung.

KfW Förderung für Dachfenster beantragen

  • Energieeffizienz-Experten beauftragen und „Bestätigung zum Antrag“ (BzA) vom Energieeffizienz-Experten ausstellen lassen.
  • Finanzierungspartner finden: Ihr Finanzierungspartner beantragt den Kredit bei der KfW inkl. der Kosten für die Baubegleitung. Kredit mit Finanzierungspartner abschließen.
  • Handwerker beauftragen und Baumaßnahme abschließen.
  • „Bestätigung nach Durchführung“ (BnD) vom Energieeffizienz-Experten ausstellen lassen und beim Finanzierungspartner einreichen.
  • Prüfung durch die KfW. Ihr Tilgungszuschuss wird gutgeschrieben.

Alles Weitere finden Sie auf den Webseiten der KfW zum Programm 261.

Dachfenster Förderung in den Bundesländern

Auch in den Bundesländern gibt es Förderung für Dachfenster. Teilweise ergänzen Sie die BEG Förderung und sind somit kumulierbar, teilweise ersetzen sie diese. Die Fördermittel und -Bedingungen sind allerdings sehr im Fluss - wir stellen Ihnen deshalb hier eine Tabelle mit den entsprechenden Anlaufstellen bereit:

BundeslandDachfenster Förderung
Baden-WürttembergFörderübersicht
BerlinSchallschutzförderung Der Förderbetrag beträgt 20%, keine allg. Dachfensterförderung
BrandenburgFörderprogramme der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB)
BremenFörderübersicht beim Serviceportal Bremen
BayernFörderübersicht - Bayerisches Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr
HamburgModernisierungsförderung bei der Hamburgischen Investitions- und Förderbank
HessenFörderprogramme und Ratgeber bei der LEA LandesEnergieAgentur Hessen
Mecklenburg-VorpommernFörderübersicht beim Landes­förder­institut Mecklenburg-Vorpommern
NiedersachsenZuschüsse & Darlehen bei der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen GmbH
Nordrhein-WestfalenFörderprogramme des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen
Rheinland-PfalzFördermittelkompass der Energieagentur Rheinland-Pfalz GmbH
SaarlandSaarländische Wohnraumförderung der Saarländischen Investitionskreditbank
SachsenFörderportal der Landesdirektion Sachsen
Sachsen-AnhaltBEG Förderung bei der Landesenergieagentur Sachsen-Anhalt
ThüringenThüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz: Sanierungsbonus Plus

Steuerliche Förderung eines Dachfenstertauschs

Eine weitere staatliche Förderung für Dachfenster 2023 stellt die steuerliche Förderung des Fenstertauschs dar. Über drei Jahre verteilt können Sie so zwanzig Prozent der Kosten steuerlich absetzen. Die Höchstfördersumme beträgt 40.000 Euro. Kosten für Baubegleitung und Fachplanung dürfen direkt zu 50 % abgesetzt werden und müssen nicht über mehrere Jahre gestreckt werden.

  • Das Haus muss mindestens zehn Jahre alt sein und Sie müssen Eigentümer sein oder die Wohnung selbst bewohnen.
  • Die Baumaßnahme muss von einem Fachunternehmer durchgeführt werden und den Anforderungen der Energetischen-Sanierungsmaßnahmen-Verordnung (ESanMV) entsprechen.
  • Dem Finanzamt muss eine Bescheinigung über die Maßnahmen zugestellt werden.

Mehr Informationen finden Sie auf den Seiten des Bundesministeriums für Finanzen.

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