Zwischensparrendämmung - Dämmung für Altbau & Neubau

8. Januar 2021
Die Zwischensparrendämmung ist eine beliebte Methode, ein Dach zu isolieren, ob im Neubau oder unsanierten Altbau. Da die Dämmung bei der Zwischensparrendämmung zwischen den Dachsparren angebracht wird, verliert man durch die Maßnahme praktisch keinen Wohn- oder Nutzraum. Neben der fachgerechten Ausführung der Zwischensparrendämmung ist auch die Wahl des korrekten Dämmmaterials von großer Bedeutung für Kosten und Effektivität der Dachsanierung.
Dieser Artikel wurde erstellt von:
Thorben Frahm, Redakteur www.Daemmen-Und-Sanieren.de
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DachDachdämmungZwischensparrdämmung

Zwischensparrendämmung erhält den Dachstuhl

Bild: Deutsche Rockwool Mineralwolle
GmbH & Co. OHG
Bei der Zwischensparrendämmung muss die vorhandene Dachhaut nicht abgedeckt oder verändert werden. Der Dämmstoff wird einfach zwischen den bestehenden Sparren angebracht. Deshalb eignet sich diese Form der Dachdämmung besonders bei gut erhaltener Dach­eindeckung und Dachkonstruktion im Altbau.

Lediglich die Sparrenbreite muss eventuell vor dem Einbringen der Dämmstoffe angepasst werden. Abhängig von der Wärmeleitfähigkeitsgruppe des ausgewählten Dämmstoffes müssen die Sparren eventuell aufgedoppelt werden. In vielen Fällen beträgt die Sparrenhöhe bei älteren Dächern nur zwischen 10 bis 14 Zentimetern. Das limitiert die Dicke des Dämmstoffes in der Gefachung und damit die maximale Dämmwirkung. Bei der Aufdoppelung werden die Sparren entweder längs zum Dachsparren oder quer dazu verstärkt, indem man zusätzliche Holz- oder Kunststofflatten auf die Sparren aufbringt, so dass mehr Raum für Dämmmaterial zur Verfügung steht. Der Aufdoppelung in Laufrichtung wird meist der Vorzug gegeben, da die Auffüllung mit Dämmstoff in diesem Fall einfacher und exakter erfolgen kann. Es sollte allerdings genau darauf geachtet werden, ob der Dachstuhl die zusätzliche Traglast stemmen kann.

Anders als im Falle der Aufsparrendämmung besteht bei der Zwischensparrendämmung die Gefahr der Wärme­brücken­bildung, denn die Sparren unterbrechen die Dämmschicht. Dies ist ein Nachteil der Zwischen­sparren­dämmung. Der offensichtliche Vorteil ist die Tatsache, dass eine Dachdämmung nachträglich durchgeführt werden kann.

Zwischensparrendämmung - Aufbau und Vorgehensweise

Grundsätzlich unterscheidet man bei der Zwischensparrendämmung zwischen der Vollsparrendämmung und der Teilsparrendämmung.

Bei der Vollsparrendämmung (unbelüftetes Dach) nutzt man die gesamte Sparrenhöhe für die Anbringung von Dämmmaterial. Bei einer Sparrenhöhe von 14 Zentimetern montiert man also eine 14 Zentimeter dicke Schicht Dämmstoff zwischen die Sparren. Unter Umständen reicht das eventuell nicht aus, um die Vorgaben der Energieeinsparverordnung (EnEV) an die Dachdämmung zu erfüllen. In diesem Fall muss entweder die obige Aufdoppelung ins Spiel kommen oder als Alternative eine Untersparrendämmung (relativ preiswert, Wohnraumverlust) oder eine Aufsparrendämmung (die teuerste, aber wirkungsvollste Dämmmethode) erfolgen.

Bei der Teilsparrendämmung (belüftetes Dach) füllt man das Gefach nicht vollständig mit Dämmstoff aus. Es befindet sich dann eine Belüftungsebene zwischen dem Dämmstoff und der Dachhaut. Diese soll anfallende Feuchtigkeit abtransportieren. Nach Möglichkeit ist der Vollsparrendämmung allerdings der Vorzug zu geben: bei der Teilsparrendämmung wird die Belüftugsebene oft durch Bauteile wie Dachfenster oder den Schornstein unterbrochen und die Dämmwirkung ist geringer als bei der Vollsparrendämmung.

Der Aufbau einer Zwischensparrendämmung setzt sich aus folgenden Schichten zusammen: an die Dacheindeckung, dem Aufbau einer diffusionsoffenen Unterspannbahn und der Hinterlüftung schließt sich direkt der Wärmedämmstoff an. Darauf wird mittels Klebestreifen eine Dampfbremse verlegt, die luftdicht verschlossen wird.

Sofern Dämmstoffe in Plattenform verlegt werden, sollten diese mit etwas Übertrag eingepasst werden. Dadurch wird eine Ritzenbildung bei Alterungsprozessen der Dachsparren vermieden, da dann der Dämmstoff nachrutschen kann. Besonders wichtig ist auch der luftdichte Aufbau der Dampfsperre, um Wärmebrücken zu vermeiden und Kondensatbildung zu verhindern.

Eigenleistung und Einsparpotentiale bei der Zwischensparrendämmung

Das größte Einsparpotential bei der Zwischensparrendämmung liegt in der Auswahl der Dämm­stoffe. Ausgehend von der jeweiligen Sparrenbreite sind Dämmkeile, klassische Steinwolle auf Rollen oder auch Füllmaterial zum Einblasen mögliche Materialien. Gerade Füllmaterialien wie Hanf, Perlit oder Zellulose sollten aber nur durch eine Fachfirma mit Spezialmaschinen in die Sparrenzwischenräume eingeblasen werden.

Im Vergleich dazu sind die üblicherweise verwendeten Rollen mit Steinwolle deutlich preisgünstiger. Das Einbringen der Dämmmatten oder Dämmkeile kann der geschickte Heimwerker durchaus selbst vornehmen. Spätestens für den Energieausweis lohnt sich es sich aber, die Dampfsperre und den für den Energieausweis benötigten "Blower-Door-Test", der das Gebäude auf Luftdichtigkeit prüft, von einer Fachfirma durchführen zu lassen.

Neben Auf- und Zwischensparrendämmung gibt es für den Neu- wie Altbau noch weitere Dämmöglichkeiten, zum Beispiel die Untersparrendämmung. Der Fachbetrieb berät Sie gern zu den Kosten einer Dachdämmung.

Weiterlesen zum Thema "Untersparrendämmung"

Erfahrungen & Fragen zum Thema Zwischensparrendämmung

Wie dick muss eine Zwischensparrendämmung sein?

Wie dick muss eine Zwischensparrendämmung heute bei einer Altbausanierung sein?
Antwort von Bau & Montage Service NH

Guten Tag,

In der Regel haben die Sparren vorhandener Gebäude nur eine Höhe von 10 bis 14 cm. Dies hat zur Folge, dass eine Zwischensparrendämmung zwischen den vorhandenen Sparren nicht ausreicht, um den heutigen Anforderungen an den Wärmeschutz gerecht zu werden.
Daher wird heutzutage eine Aufdopplung vorgenommen, um den vorhandenen Sparren zu erhöhen und somit eine Stärkere Dämmung einzubauen.
Es gibt dort aber gewisse Anforderungen, diese Anforderungen in Form der Energieeinsparverordnung (EnEV) verpflichten den Eigentümer von Altbauten bei erstmaligen Einsatz oder Ersatz einer Steildachdämmung einen Wärmdurchgangskoeffizienten von mindestens 0,24 W/(m² *K) einzuhalten. Dazu gibt es im Internet passende Tabellen in denen man ausrechnen kann wie Stark die Dämmung sein soll, dass man diesen Koeffizienten einhält. Allerdings sollte die Dämmung als groben Richt Wert die 160mm Grenze nicht unterschreiten.

Fachexperte für Sparrendämmung gesucht

Wir suchen einen zertifizierten Fachbetrieb, der in unserem Neubau die Sparrenebene ( ca. 170m² plus Krempel) mit Holzfasern (Steico, Gutex) ausblasen kann.
Antwort von Köhler-Dämmstoffe

Guten Tag,

seit 1990 bieten wir Einblasdämmung an und sind von mehreren Herstellern von Einblasdämmstoffen zertifizierter Fachbetrieb und sicherlich der richtige Partner für Ihr Bauvorhaben.

Mit freundlichen Grüßen aus Walsrode
Rüdiger Köhler

Zwischensparrendämmung unter einem Reetdach

Wie erfolgt ein korrekter Schichtenaufbau für die nachträgliche Zwischensparrendämmung unter einem Reetdach ? Worauf muss man besonders achten?
Antwort von eiwa Lehm GmbH

Einen guten Tag,

bei einem Reeddach muss einiges beachtet werden,da es ein Weicheindeckung ist. Bei der Zwischensparrendämmung muss ein Luftkanal von 6 cm sein. Natürlich muss gewährleistet sein das ein Lufteingang und Luftausgang vorhanden ist, sowie eine Dampfsperre mit hohem sd wert. Bei Zwischensparrendämmung würde ich ein Stopfwolle empfehlen die passt sich den Unebenheiten der Sparren an.
Es geht auch eine Untersparrendämmung die ist schnell und besser da ich Vollflächig über die Sparren Dämme, eine Dampfsperre muss ab einer gewissen dicke auch eingebaut werden.
Es gibt Dämmplatten die eine Seite ist Wasserabweisend die Andere putzfähig.

Beste Grüße
Waldemar Eider
Fachwissen & Erfahrung
unter:lehm-waldemar-eider.de

Schüttung zur Zwischenraumdämmung einer Ziegelaußenwand gesucht

Vor einer feuchten Ziegelaußenwand wurde innen mit ca. 8cm Luft-Abstand eine 11,5cm Wand bis 1,30 Meter Höhe vorgesetzt. Der Zwischenraum soll gefüllt werden, damit keine kleinen Tiere hinein können oder Feuchtigkeit dort entsteht. Welche Schüttung erfüllt beide Kriterien? Die Vorwand ist ca 10 Meter lang, ebenerdig in einem alten Fabrikloft.
Antwort von Stuckgeschäft Peter Dillmann

Es gib keine Schüttung die beide Kriterien erfüllt. Kleine Tiere graben sich durch jede Schüttung und Feuchtigkeitsresistent
sind die Schüttungen nur bedingt.

Dampfsperre bei Zwischensparrendämmung?

Bei meinem 60 Jahre alten Haus möchte ich eine Zwischensparren Dämmung anbringen. Meine Frage ist, muss zwischen den Sparren eine Dampfsperre angebracht werden und dann die Dämmung zwischen die Sparren eingebracht werden?
Antwort von Dachdeckermeisterbetrieb & Gerüstbau Fix UG

Hallo, ich glaube Sie meinen eine Unterspannbahn. Die gehört normalerweise auf die Sparren unter die Konterlattung. Sie sollte jedoch diffusionsoffen sein,kann eventuell auch als Notlösung zwischen die Sparren an die Oberkante der Sparren mit Leisten montiert werden.
Bei einem Verzicht auf die Unterspannbahn besteht das Problem, daß bei auftretenden Einregestellen durch defekte Ziegel, dies zu spät gemerkt wird und eventuell Schäden an der Konstruktion auftreten können. Dann sollte die Mineralwolle ( Klemm- filz )zwischen den Sparren verlegt werden und danach sollte eine so genannte intelligente Dampfbremse ( praktisch alle die mit Vario bezeichnet sind, sind geeignet. Besser ist es immer im System zu bleiben wegen eventueller Materialhaftung )unter die Sparren montiert werden, wobei auf die richtige Verlegung und unbedingt auf die Anschlüsse zu achten ist, damit alles winddicht ist.

Mit freundlichen Grüßen

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