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Flachdachabdichtung – Materialien, Ansprüche, Varianten

Für eine gute Flachdachabdichtung kann man sich zwischen verschiedenen Varianten und Materialien entscheiden. Welche Abdichtung für ein Flachdach am besten geeignet ist, ist abhängig von der Beanspruchung des Flachdachs, die ja nach Dach unterschiedlich hoch ist.
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Flachdachabdichtung – Ansprüche verschiedener Flachdächer

Ein Dachdecker klebt die Schweißbahnen zur Abdichtung - Bildquelle © SZ-Designs - fotolia.com

Die Dachabdichtung ist ein wesentliches Element eines Flachdachs. Sie schützt die unter der Abdichtung liegende Konstruktion. Wasserundurchlässigkeit ist daher die wichtigste Eigenschaft der Flachdachabdichtung, die zugleich aber kein Ersatz für eine gute Dachentwässerung ist.

Bei manchen Flachdächern ist die Flachdachabdichtung die oberste Dachschicht. Bisweilen liegt sie auch unterhalb eines Oberflächenschutzes wie etwa einer Kies- oder Grünschicht; bisweilen befindet sich eine Schutzlage zwischen dem Oberflächenschutz und der Abdichtung vom Flachdach. Beim sogenannten Duo- oder Plusdach liegt die Flachdachabdichtung zwischen zwei Schichten Wärmedämmung.

Abdichtung bei verschiedenen Flachdach-Varianten

Wie die Flachdachabdichtung optimal realisiert wird, ist unter anderem davon abhängig, zu welcher Klasse das Flachdach gehört. Grundsätzlich werden nicht genutzte und genutzte Flachdächer unterschieden, die begehbar oder befahrbar sind. Folgende Varianten eines Flachdachs gibt es:

  • Kalt- und Warmdach
  • Umkehrdach
  • Duodach
  • Plusdach

Bei nicht genutzten Dächern gibt es auf der Basis von Normen und Richtlinien die Kategorien K1 (Standard) und K2 (erhöhte Anforderungen). Die ideale Abdichtung fürs Flachdach (nicht genutzt) hängt vom Grad der mechanischen und der thermischen Beanspruchung nach DIN 18531-1 ab. Unterschieden werden:

  • hohe (Stufe I) oder mäßige (Stufe II) mechanische Beanspruchung der Flachdachabdichtung,
  • hohe (Stufe A) oder mäßige thermische (Stufe B) Beanspruchung der Flachdachabdichtung.

Ein Beispiel dafür, wie sich die Abstufungen ergeben: Ist die Flachdachabdichtung die oberste Schicht des Flachdachs, wird sie in der Regel thermisch hoch beansprucht. Liegt sie unter einer Schutzschicht (z.B. Kies) handelt es sich meist um eine mäßige Beanspruchung. Aus den vier genannten Stufen ergeben sich die vier Klassen IA, IB, IIA und IIB. Generell gilt: Um eine geeignete Abdichtung fürs Flachdach zu finden, muss man erst einmal die passende Beanspruchungsklasse definieren, der die Flachdachabdichtung genügen muss. Nochmals besondere Anforderungen an die Flachdachabdichtung definiert das Gründach (zum Weiterlesen: eine PDF-Broschüre zum Thema Gründach finden Sie hier).

Arten der Flachdachabdichtungen

Für die Abdichtung eines Flachdachs kommt eine große Bandbreite von Werkstoffen zum Einsatz: die Bandbreite reicht hier von einer

Erst wenn geklärt ist, welchen Beanspruchungen die Flachdachabdichtung ausgesetzt ist, lässt sich auch entscheiden, welche Art von Flachdachabdichtung die Beste ist.

Kosten einer Flachdachabdichtung

Die Kosten für eine Flachdachabdichtung sind abhängig von der Art der Abdichtung, so wie von der Größe der Fläche. Im Durchschnitt kostet 1m² ca. 25-30€. Des weiteren kommen noch Reparaturkosten und die Kosten für ein Entwässerungssystem dazu, welches, zur Orientierung, bei einer Fläche von 80m² ca. 550€ kostet.

Entscheidungen zur Abdichtung eines Flachdaches trifft man besten nach Beratung durch einen kompetenten Dach-Fachbetrieb.

Dieser Artikel wurde erstellt von: Thorben Frahm, Redakteur www.Daemmen-Und-Sanieren.de