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Photovoltaik für Eigenverbrauch nutzen: attraktiv!

Die Vergütung für selbst genutzten Strom existiert im Gegensatz zur Vergütung der Stromeinspeisung in das Stromnetz seit April 2012 nicht mehr - trotzdem ist ein hoher Eigenverbrauchsanteil so attraktiv wie nie zuvor: die Strompreise liegen inzwischen deutlich über der aktuellen Einspeisevergütung für Solarstrom. Höchstwahrscheinlich wird dieser Abstand in den folgenden Jahren noch weiter zunehmen und ein hoher Eigenverbrauch wird zu einem Kernparameter für eine wirtschaftliche Photovoltaikanlage.
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Photovoltaik: Eigenverbrauch oder Einspeisung?

Der Kreislauf einer Photovoltaikanlage zum Eigenverbrauch - Bildquelle © Fotosasch - fotolia.com Man kann Photovoltaik für den Eigenverbrauch nutzen oder ihn ins öffentliche Stromnetz einspeisen, dafür die Einspeisevergütung kassieren und den Strom, den man selbst braucht, anschließend einkaufen. Was sich mehr lohnt, hängt von zwei Faktoren ab und zwar von der aktuellen Einspeisevergütung und dem Haushaltsstrompreis.

Photovoltaik Eigenverbrauch? Vergütung und Strompreis

Die Einspeisevergütung verändert sich, allerdings nur für neu installierte Photovoltaikanlagen. Wird eine Anlage installiert, wird auch die Einspeisevergütung für die Anlage festgelegt und ändert sich für sie zwanzig Jahre lang nicht, es sei denn, die Anlage wird erweitert.

Je höher die Einspeisevergütung ist, desto eher lohnt es sich, den Strom ins Stromnetz einzuspeisen und die Photovoltaik nicht für Eigenverbrauch zu nutzen. Zugleich ist aber der Blick auf Solarstrom-Erzeugungskosten sowie den Strompreis wichtig. Würde der Betreiber der Anlage allen Strom einspeisen, müsste er zugleich allen selbst benötigten Strom aus dem Stromnetz beziehen. Den Erträgen stehen damit Kosten gegenüber.

2008 lag die Einspeisevergütung noch bei etwa 46,75 Cent pro Kilowattstunde. Mittlerweile liegt sie bei unter 20 Cent. Der Strompreis liegt (Stand Januar 2013) deutlich über der Einspeisevergütung. Strom aus Photovoltaik im Eigenverbrauch zu nutzen, lohnt sich heute angesichts der Strompreisentwicklung grundsätzlich.

Derzeit gibt es verstärkt Versuche, einen hohen Photovoltaik Eigenverbrauch einfacher zu gestalten. Die Bandbreite reicht von der Kopplung der Photovoltaikanlage mit einer stromgetriebenen Heizungsanlage wie einer Wärmepumpe bis hin zur Installation von häuslichen Solarstromspeichern. Letztere haben derzeit allerdings - noch - nicht die Grenze zur vollen Wirtschaftlichkeit überschritten. Dies dürfte sich aber in kurzer Zeit mit steigenden Strompreisen und Fortschritten bei der Speichertechnik schnell relativieren.

70% Regelung und 90% Regelung

Die 70% Regelung gilt ab dem ersten Januar 2014 und rückwirkend für Photovoltaik - Anlagen, die nach dem ersten April 2012 installiert wurden. Die Menge des eingespeisten Stroms wird bei Anlagen bis zu einer Nennleistung von 30 Kilowatt Peak generell auf maximal siebzig Prozent der Nennleistung limitiert. Alternativ nimmt der Anlagenbetreiber mit seiner Photovoltaik - Anlage am Einspeisemanagement teil, so dass der Stromnetzbetreiber die Einspeisung ins Stromnetz drosseln oder verhindern kann, um bei Bedarf eine Überlastung des Stromnetzes zu vermeiden. Anlagenbetreiber können also nicht darauf bauen, dass der gesamte von ihnen erzeugte Strom vergütet wird.

Zugleich gilt: Bei Photovoltaik Anlagen mit einer Nennleistung zwischen 40 und 1.000 Kilowatt Peak werden nur noch neunzig Prozent des eingespeisten Stroms vergütet. Bei solchen Anlagen lohnt es sich daher noch mehr als bei anderen Anlagen, Strom aus Photovoltaik im Eigenverbrauch zu nutzen.

Aber: Anlagen bis 10 kWp sind hiervon nicht betroffen. Hier erhalten Sie die Einspeisevergütung für 100% des erzeugten Stroms - wie oben erwähnt ist der Eigenverbrauch inzwischen attraktiver als die Einspeisung und ein hoher Eigenverbrauchsanteil erhöht die Wirtschaftlichkeit ihrer Investition in Solarstrom.

Beispielrechnung: Wirtschaftlichkeit einer PV-Anlage zum Eigenverbrauch

Einspeiseleistung:900 kWh/kWp/a = 4.500 kWh/a bei einer 5 kWp-Anlage
Eigenverbrauch:70 % = 3.150 kWh/a
Stromverkauf:30 % = 1.350 kWh/a
Strompreis:0,2915 Euro/kWh
Einspeisepreis EEG:12,20 Cent/kWh

Die Einspeiseleistung richtet sich nach der Dachneigung und der Dachausrichtung.

  • Je nachdem in welchem Winkel die Sonne auf das Dach scheint, wird mehr oder weniger Strom erzeugt.
  • Eine Ausrichtung der Module Richtung Süd oder Süd/Südwest gibt die besten Voraussetzungen für eine intensive Sonneneinstrahlung.
  • Ein 3-Personen-Haushalt mit ca. 3000 kWh/a ist gleichzustellen mit der erzeugten Strommenge beim Eigenverbrauch von 70%.
  • Der Strompreis á 0,2915 Euro/kWh ist für eine Laufzeit über 20 Jahre und einer Preissteigerung von 2% jährlich kalkuliert.

Mit unserem kostenfreien Photovoltaikrechner können Sie berechnen, wie hoch die Preise einer Photovoltaikanlage auf ihrem Haus ausfallen und wie hoch die Erträge in den nächsten 20 Jahren darstellen.