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Dachfarbe - mehr als eine Designfrage

Das Spektrum bei der Wahl der Dachfarbe ist groß und reicht von schiefergrau und bitumenschwarz über Sand- und Erdtönen hin zum kräftigen Tonziegelrot. Auch Blau, Grün oder hellere Dachfarben sind keine Seltenheit auf modernen Dächern. Bevor man sich für eine Dachfarbe entschließt, sollte man sich beim Bauamt erkundigen, ob die Dachfarbe gestattet ist. Die Dachfarbe hängt nicht nur vom Material der Dacheindeckung ab - die Dachfarbe hat auch Einfluss auf die Temperaturverhältnisse eines Hauses.
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Dachfarbe: vor der Farbwahl Bebauungspläne überprüfen

Verschiedene Dachziegelarten- und Farben - Bildquelle © pixelmixel - fotolia.com

Der Bebauungsplan einer Gemeinde beschreibt das erwartete Erscheinungsbild einer Stadt und ihrer Gemeindeteile. Dort werden vor allem Aussagen über die Erscheinungsform der einzelnen Häuser getroffen: Geschoss­höhe, Fassaden- und Dachfarbe sollen im Großen und Ganzen zu den regionalen und traditionellen Gegebenheiten passen. Die Auswahl der Dachfarbe ist deshalb nicht ausschließlich die Entscheidung des Eigen­tümers.

In der Regel wird im Bebauungsplan aber ein großer Spielraum auf der möglichen Farbpalette für ein Dach eingeräumt. Häuser in der unmittelbaren Umgebung bieten einen guten Anhalts­punkt: finden sich dort bereits viele verschiedene Dachfarben, stehen die Chancen auf eine besondere Dachfarbe gut. Bei der Planung eines Neubaus oder der Dachsanierung eines Altbaus sollte man sich im zuständigen Bauamt diese Informationen rechtzeitig einholen.

Das Material der Dacheindeckung bestimmt die Dachfarbe

Neben den gemeindlichen Vorschriften ist auch das Material der Dacheindeckung entscheidend für die Farbgestaltung. Das Ziegeldach aus Tonziegeln, das Metalldach und das Schieferdach sind jeweils in bestimmten natürlichen Farben erhältlich. Tonziegel sind auch glasiert in vielen verschiedenen Farben erhältlich. Ähnlich wie Betondachsteine können sie fast beliebig eingefärbt werden. Schiefer, Zink oder Kupfer hingegen werden nicht gefärbt sondern behalten ihre ganz eigene und natürliche Patina.

Vor- und Nachteile einer Dachziegelfärbung

Vorteile Nachteile
verringerte Reibungsfläche schnelle Abnutzung der Farbe (da nicht direkt mit Ziegel verbunden)
erhöhte Wasserdichte der Ziegel* Frostbeständigkeit verringert sich
neue/ hochwertige Optik UV-Beständigkeit lässt nach

*diffusionsoffene Farben sind zu empfehlen

Beispiel: Kosten für eine Dachbeschichtung bei 150 m²

Übersicht Kosten
Anfahrt (ggf. 2x) 100 €
Grundierung der Dachoberfläche 900 €
Dachbeschichtung 2850 €
Gesamt: 3850 €

Eine Dachbeschichtung bei 150m² kostet ca. 19 €/m².

Dachfarbe hilft auch bei der Temperaturregelung

Die Dachfarbe ist aber vor allem auch eine Möglichkeit, dem eigenen Heim eine ganz besondere Note zu verleihen. Nachdem einige Jahre lang hochglänzende Ziegel in Blau oder Grün modern waren, kehren viele Bauherren zu traditionellen Rot- und Brauntönen zurück. Innerhalb dieser großen Farbvariation lässt sich für jedes Gebäude der passende Ton für die Dachfarbe finden.

Wenn man zusätzlich ein Aufheizen der Dachsteine verhindern möchte, kann man auf grundsätzlich hellere Farbtöne zurück greifen. Diese reflektieren das Sonnenlicht stärker als eine dunklere Dacheindeckung. Auch die Kosten der Dacheindeckung variieren erheblich durch die Auswahl der Dachsteine, der Verlegeart und insbesondere durch die gewünschte Farbe der Dacheindeckung.

Eine Dachfarbe kann durch eine schützende Dachbeschichtung noch nachträglich verändert werden.

Dieser Artikel wurde erstellt von: Christian Märtel, Redakteur www.Daemmen-Und-Sanieren.de