Dachdämmstoffe im Vergleich

1. März 2021
Wer sein Dach dämmen möchte, sollte Dachdämmstoffe und Dachdämmsysteme im Vergleich bewerten, bevor er sich entscheidet. Verschiedene Tests und Studien gibt es online zur Verfügung. Allerdings sollte man auch die Kriterien kennen, anhand derer man die Dachdämmstoffe unterscheidet. Hier finden Sie eine Übersicht über Dachdämmstoffe im Test bei Stiftung Warentest, Öko-Test und eine Metastudie des FIW München.
Dieser Artikel wurde von
Thorben Frahm für www.Daemmen-Und-Sanieren.de verfasst.
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DachDachdämmungTest & Vergleich

Dachdämmsysteme im Test

Bildquelle © exclusive-design - fotolia.com

Bevor man Dämmstoffe für eine Dachdämmung miteinander vergleicht, sollte man wissen, welche überhaupt als Dachdämmstoffe in Frage kommen. Erste Antworten auf diese Frage gibt das Ökologische Baustoffinformationssystem WECOBIS, welches vom Bundesumwelt­ministerium und der Bayerischen Architektenkammer betrieben wird. Teil des Infosystems ist eine Seite über Anwendungsbereiche von Dämmstoffen. Hier sieht man unter anderem, welche Dachdämmsysteme für die verschiedenen Arten der Steildachdämmung und die Flachdachdämmung geeignet sind.

Kriterien beim Vergleich der Dachdämmsysteme

Wer Stoffe einem Vergleich unterziehen möchte, braucht Vergleichskriterien. Bei einem Vergleich der Dachdämmstoffe ist solch ein Kriterium etwa die Wärmeleitfähigkeit / Wärmeleitgruppe (WLG) [Einheit: W/(mk)²], bzw. neuerdings Wärmeleitstufe oder Wärmeleitfähigkeitsstufe (WLS), wobei gilt:

Je geringer die Wärmeleitfähigkeit, desto besser ist die Dämmwirkung.

Weitere Kriterien, die im Vergleich der Dachdämmstoffe eine Rolle spielen, sind

  • Handhabung (einfache oder eher schwierige Bearbeitung beim Dämmen?)
  • Brandschutz- und Schallschutz-Eigenschaften
  • Hitzeschutz im Sommer
  • der Energieaufwand bei der Herstellung der Dachdämmsysteme und
  • der Preis des Dämmstoffes.

Der Vergleich der Stiftung Warentest

Die Stiftung Warentest hat im Heft 4/2012 einen Vergleich von Dämmstoffen veröffentlicht, bei dem 13 Dachdämmstoffe getestet wurden.

Eignung für den Einbau zwischen den Dachsparren Eignung für den Einbau unter den Dachsparren
Geeignet: 7 Geeignet: 6

Im Vergleich waren nicht nur technische Eigenschaften der Dachdämmstoffe relevant, sondern auch die Handhabung zählte. Letztlich ging es hier um die Frage: Wie einfach lässt sich der Dämmstoff bearbeiten und wie hoch ist das Risiko von Wärmebrücken bei der Verarbeitung, durch die Wärme trotz der eingesetzten Dachdämmsysteme entweicht. Beim Wärmebrückenrisiko schlossen immerhin sieben Dachdämmstoffe mit „gut“ ab. Für sechs weitere gab es ein „befriedigend.

Der gesamte Vergleich der Dachdämmsysteme durch die Stiftung Warentest lässt sich für 75 Cent auf den Seiten der Stiftung Warentest abrufen.

Übersicht von häufig verwendeten Dachdämmstoffen*

Dämmstoff Wärmeleitfähigkeit W/(mk) benötigte Dämmdicke Kosten/m²
Glaswolle 0,032-0,040
14 cm 10-20 €
Styropor 0,035-0,045 14 cm 5-20 €
Holzfaser 0,04-0,055 18 cm 40-50 €
Schafwolle 0,035-0,045 16 cm 15-25 €
Blähton 0,1-0,18 72 cm 19 €/ L
Schaumglas 0,04-0,05 16 cm 40-60 €
XPS 0,035-0,045 14 cm 18-30 €

*Die Daten zur Wärmeleitfähigkeit sind in W/(mK) angegeben, die Dämmstoffdicke* entspricht dem Erreichen eines U-Wertes von 0,24 W/(m²K).

Metastudie des FIW München zu Dachdämmsystemen

Auch andere Vergleiche können dazu beitragen, Dachdämmstoffe zu beurteilen. So brachte das Münchner Forschungsinstitut für Wärmeschutz 2012 die kostenlos online lesbare „Metastudie Wärmedämmstoffe – Produkte – Anwendungen – Innovationen“ heraus. Viele Ergebnisse lassen sich weiterhin für einen sinnvollen Vergleich nutzen. Aber Achtung: Nicht alle dort aufgeführten Dämmstoffe sind Dachdämmstoffe.

Dachdämmstoffe bei Öko-Test

Ein weiterer Vergleich kommt von der Zeitschrift „Öko-Test“. Sie hat 2012 insgesamt 16 Dachdämmsysteme verglichen. „Drei Viertel der Produkte sind 'gut' oder 'sehr gut', hieß es im Testbericht. Den vollständigen Vergleich kann man auf der Website von Öko-Test online für 1,50€ abrufen.

Fachbetriebe fürs Dach geben ebenfalls kompetente Auskunft darüber, welche Dachdämmstoffe für welches Dämmvorhaben geeignet sind.

Weiterlesen zum Thema "Aufsparrendämmung"

Erfahrungen & Fragen zum Thema Dach

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Antwort von Volker Eck Dachdeckermeister

Sandwichplatten sind als Dacheindeckung auf Wohnhäusern ungeeignet.

Erstens ist es schwierig bis unmöglich einen wärmebrückenfreien Anschluss an den Baukörper herzustellen, zweitens ist es sehr schwierig, dauerhaft Luftdichtheit herzustellen, drittens sind Durchdringungen wie Kamin oder Entlüftungen nur mit geeigneten Formteilen dicht anzuschließen, ein nachträglicher Einbau von Fenstern ist möglich aber teuer und kompliziert.

Ein weiterer Aspekt ist der Schallschutz, der bei Sandwichelementen sehr schlecht ist. Ich würde bei Wohnhäusern immer zu herkömmlichen, bewährten Konstruktionen raten, idealerweise mit Aufsparrendämmung.

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1000 m² ca 130 kWp x 7 Euro = 910 Euro im Jahr in 20 Jahren = 18200 Euro bei sofortiger Auszahlung 75 % davon also 13650 Euro als Einmalzahlung . So sind aktuell meine Zahlen von den Investoren. Alles Zahlen aber ohne Dachsanierung am besten Faserzementplatten (asbestfrei) oder Trapez / Sandwich mit Neigung.

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Antwort von Bauhofer Dachtechnik GmbH

Ja das geht. EPDM- Folie ist Bitumenverträglich, aber es muß ein spezieller Voranstrich aufgetragen werden und die Bahn darf nicht zu heiß angeflämmt werden.
Grüße J. Bauhofer

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