Dachentwässerung bei Steil- und Flachdach

Eine Dachentwässerung garantiert ein trockenes und langlebiges Dach. Eine außenliegende Dachentwässerung wird üblicherweise bei Steildächern verwendet, eine innenliegende Dachentwässerung bei einem Flachdach. Entsprechend unterschiedlich sind die Anforderungen an beide Verfahren zur Ableitung von Regenwasser auf den Dachflächen. Die Anforderungen an die Dachentwässerung sind durch eine DIN-Norm geregelt. Ganz wartungsfrei ist eine Dachentwässerung allerdings nicht.
Dieser Artikel wurde von
Thorben Frahm für www.Daemmen-Und-Sanieren.de verfasst.
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DachDacheindeckungDachentwässerung

Dachentwässerung verhindert Schäden an Dach und Fassade

Eine außenliegende Dachentwässerung mit Regenfallrohr,
Bildquelle: Marley Deutschland GmbH
Niedergehender Regen und schmelzender Schnee müssen ihren Weg vom Dach auf den Boden finden. Um Niederschlags­schäden durch Feuchtigkeit an den Fassadenwänden zu vermeiden und Fußgänger vor niedergehendem Wasser zu schützen, wird eine Dachent­wässerung eingesetzt.

Das traditionelle System aus Regenrinne und Fallrohr leitet das Wasser in den Kanal oder in Regen­wasser­sammel­stellen ein. Im Flach­dach fungiert ein in die Dachfläche integrierter Gully als Wasser­sammel­stelle. Immer mehr Hausbesitzer nutzen die Dachentwässerung auch, um Regenwasser aufzufangen und für die Gartenbewässerung zu benutzen. So wird wertvolles Trinkwasser eingespart und Kosten reduziert.

Eine DIN-Norm garantiert hochwertige Dachentwässerung

Die Dimensionierung einer Dachentwässerung richtet sich nach den Vorgaben der DIN 1986-100. Sie umfasst neben der sogenannten durchschnittlichen Fünfminutenregenspende auch angeschlossene Dachfläche, den Abflussbeiwert, Einflüsse aus Rinnenlänge, Rinnenwinkel und Laubfangkörben. Diese Berechnungen werden in aller Regel durch das ausführende Architekturbüro oder einen Handwerksbetrieb vor Ort durchgeführt.

Bewährt hat sich für die Dachentwässerungssysteme die Nutzung von Zink und verzinktem Stahlblech. Auch Kupfer oder Kunststoff können für die Entwässerung vom Dach eingesetzt werden. Dachrinnen und Fallrohre als Zink sind nach der Installation nahezu wartungsfrei, benötigen keinen Farbanstrich oder Rostschutz.

Im Falle vom Flachdach sollte der Gullykörper aus einem wärmedämmendem Hartschaum gefertigt sein, entsprechend der Dicke der vorhandenen Dachdämmung sind die Aufstock- Elemente zu wählen. Entsprechend der Größe des Flachdaches ist die Auffanggröße des Gullys auszuwählen, sodass auch große Niederschlagsmengen aufgenommen werden können. Integrierte Heizelemente im Gully sorgen bei modernen Flachdachentwässerungen für Eis- und Schneefreiheit und einen witterungsunabhängigen Regenabfluss.

Eine Dachentwässerung muss regelmäßig gereinigt werden

Insbesondere nach heftigem Starkregen sollte die Dachentwässerung auf Funktionstüchtigkeit überprüft werden. Von der Dacheindeckung gespültes Moos und Blätter sollten regelmäßig aus dem Gully oder der Dachrinne entfernt werden, verstopfte Abflüsse erhöhen das Risiko von Beschädigungen am gesamten System der Dachentwässerung. Die Steckverbindungen müssen ebenfalls regelmäßig überprüft werden, um Feuchtigkeitsschäden an der Außenwand des Hauses zu vermeiden.

Ob Flachdach oder Steildach: neben einer gut verbauten Dachtentwässerung kann auch eine Dachbeschichtung das Dach weiter vor Schaden bewahren. Ein ausgiebiger Vergleich der Kosten einer Dacheindeckung hilft dabei, den richtigen Anbieter zu finden.

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Erfahrungen & Fragen zum Thema Dachentwässerung

Nachträglicher Einbau eines Badezimmers im Keller: Worauf muss ich achten?

Ich möchte im Keller ein Bad einbauen.Ich habe eine Außenwand, die ich von innen mit einem freistehenden Ständerwerk/Gipskartonplatten und Dämmung vorsetzen möchte. Zwischen dieser Trockenbauwand und Mauerwerk laufen Versorgungsleitungen wie: Heizungsrohre,Kalt/Warmwasserrohre und eine Dachentwässerung über ein altes Gusseisen Rohr DN 100. Wie muss ich nun vorgehen um alle bauphysikalischen Gesetze zu berücksichtigen?
Antwort von ausbau-systeme-coeln GmbH

Guten Tag,

das geht aber voll in die Hose.

Der angestrebte Ausbau in dieser Art würde kurzfristig zu verhehrenden Schimmelschäden führen!

Für den Ausbau im Keller sollten Sie an den Aussenwänden und in flankierenden Bauteilen zu Aussenwänden keine Gipshaltigen Werkstoffe einsetzen.
Eine Vorsatzschale würde die Schimmelbildung extrem fördern.

Grundsätzlich für eine ausreichende Belüftung sorgen die nach dem Duschen oder Baden die feuchte Luft kurzfristig abträgt.
Die kalten Oberflächen der Aussenwand Innenseitig nur mit mineralischen Werkstoffen bekleiden, zum Beispiel Kalziumsilikatplatten mit mineralischen Anstrichen.
Die Versorgungsleitungen sollten in entsprechendem Abstand verlegt sein damit die Bekleidung der Aussenwand auch eine Dämmung der Heizungsrohre zulässt.
Beachten Sie auch unbedingt die Dämmung der Decke bis mindestens 80 cm in den Raum.
Weitere Informationen können wir gerne nach Informationen der Raumgeometrie machen.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Heinen
(Sachverständiger für Schimmelpilzsanierung)

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