Dachentwässerung bei Steil- und Flachdach

9. November 2020
Eine Dachentwässerung garantiert ein trockenes und langlebiges Dach. Eine außenliegende Dachentwässerung wird üblicherweise bei Steildächern verwendet, eine innenliegende Dachentwässerung bei einem Flachdach. Entsprechend unterschiedlich sind die Anforderungen an beide Verfahren zur Ableitung von Regenwasser auf den Dachflächen. Die Anforderungen an die Dachentwässerung sind durch eine DIN-Norm geregelt. Ganz wartungsfrei ist eine Dachentwässerung allerdings nicht.
Dieser Artikel wurde erstellt von:
Thorben Frahm, Redakteur www.Daemmen-Und-Sanieren.de
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DachDacheindeckungDachentwässerung

Dachentwässerung verhindert Schäden an Dach und Fassade

Eine außenliegende Dachentwässerung mit Regenfallrohr,
Bildquelle: Marley Deutschland GmbH
Niedergehender Regen und schmelzender Schnee müssen ihren Weg vom Dach auf den Boden finden. Um Niederschlags­schäden durch Feuchtigkeit an den Fassadenwänden zu vermeiden und Fußgänger vor niedergehendem Wasser zu schützen, wird eine Dachent­wässerung eingesetzt.

Das traditionelle System aus Regenrinne und Fallrohr leitet das Wasser in den Kanal oder in Regen­wasser­sammel­stellen ein. Im Flach­dach fungiert ein in die Dachfläche integrierter Gully als Wasser­sammel­stelle. Immer mehr Hausbesitzer nutzen die Dachentwässerung auch, um Regenwasser aufzufangen und für die Gartenbewässerung zu benutzen. So wird wertvolles Trinkwasser eingespart und Kosten reduziert.

Eine DIN-Norm garantiert hochwertige Dachentwässerung

Die Dimensionierung einer Dachentwässerung richtet sich nach den Vorgaben der DIN 1986-100. Sie umfasst neben der sogenannten durchschnittlichen Fünfminutenregenspende auch angeschlossene Dachfläche, den Abflussbeiwert, Einflüsse aus Rinnenlänge, Rinnenwinkel und Laubfangkörben. Diese Berechnungen werden in aller Regel durch das ausführende Architekturbüro oder einen Handwerksbetrieb vor Ort durchgeführt.

Bewährt hat sich für die Dachentwässerungssysteme die Nutzung von Zink und verzinktem Stahlblech. Auch Kupfer oder Kunststoff können für die Entwässerung vom Dach eingesetzt werden. Dachrinnen und Fallrohre als Zink sind nach der Installation nahezu wartungsfrei, benötigen keinen Farbanstrich oder Rostschutz.

Im Falle vom Flachdach sollte der Gullykörper aus einem wärmedämmendem Hartschaum gefertigt sein, entsprechend der Dicke der vorhandenen Dachdämmung sind die Aufstock- Elemente zu wählen. Entsprechend der Größe des Flachdaches ist die Auffanggröße des Gullys auszuwählen, sodass auch große Niederschlagsmengen aufgenommen werden können. Integrierte Heizelemente im Gully sorgen bei modernen Flachdachentwässerungen für Eis- und Schneefreiheit und einen witterungsunabhängigen Regenabfluss.

Eine Dachentwässerung muss regelmäßig gereinigt werden

Insbesondere nach heftigem Starkregen sollte die Dachentwässerung auf Funktionstüchtigkeit überprüft werden. Von der Dacheindeckung gespültes Moos und Blätter sollten regelmäßig aus dem Gully oder der Dachrinne entfernt werden, verstopfte Abflüsse erhöhen das Risiko von Beschädigungen am gesamten System der Dachentwässerung. Die Steckverbindungen müssen ebenfalls regelmäßig überprüft werden, um Feuchtigkeitsschäden an der Außenwand des Hauses zu vermeiden.

Ob Flachdach oder Steildach: neben einer gut verbauten Dachtentwässerung kann auch eine Dachbeschichtung das Dach weiter vor Schaden bewahren. Ein ausgiebiger Vergleich der Kosten einer Dacheindeckung hilft dabei, den richtigen Anbieter zu finden.

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Erfahrungen & Fragen zum Thema Dachentwässerung

Dach entwässern: Kosten?

Folgende Situation: Ich besitze eine Boxenvergärungs-Biogasanlage mit Flachdach, ca. 165 m2. Wie hoch sind die Kosten für die Entwässerung des Dachs?
Antwort von BogieBau

Wohin läuft denn bisher das Wasser? Ich nehme mal an an den Dachrand. Ohne Gerüst können Sie für eine Zinkrinne/ Fallrohre, je nachdem wie man jetzt noch die Rinneisen setzen kann, mit 30 Euro netto pro Meter rechnen. Dazu kommt noch ein Rinneinlaufbleche und deren Einbindung an die bestehende Dachabdichtung. Dabei ist noch zu klären, ob es sich bei der bestehenden Dachabdichtung um Folie, Teerpappe oder Blech handelt.

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