Hybridanlagen mit Solarthermie

7. Oktober 2020
Beim Bau oder der Modernisierung des Eigenheims haben Bauherren neben den Regularien des Bauamtes auch energetische Standards für die Wärmedämmung, die Warmwasserbereitung und die Heizungsanlagen zu berücksichtigen. Im Folgenden erläutern wir Ihnen zunächst die relevanten Vorschriften, die bei der Installation einer Heizungsanlage im Neu- und im Altbau zu beachten sind. Anschließend erfahren Sie, wie eine Kombination aus Brennwertkessel und Solarthermie die geltenden Anforderungen erfüllt und welche Vorteile sich für den Häuslebauer oder Immobilieneigentümer aus einer solchen Anlagenkombination ergeben.
Dieser Artikel wurde erstellt von:
Thorben Frahm, Redakteur www.Daemmen-Und-Sanieren.de
Jetzt Fachbetriebe für Dächer finden
  • Geprüfte Fachbetriebe vor Ort finden
  • Mit einer Anfrage bis zu 5 Angebote erhalten
  • Garantiert einfach, kostenlos und unverbindlich!
DachSolarthermieSolarthermie kombinieren

Vorschriften und Planungshilfen für Hybridanlagen im Überblick

Was schreibt die Energieeinsparverordnung vor?

Die Energieeinsparverordnung (EnEV - nichtamtliche Lesefassung) ist seit dem 1. Januar 2016 in verschärfter Form in Kraft und schreibt hohe Energiestandards für Neubauten vor. Die aktuelle EnEV gilt für Wohn- und Bürogebäude, deren Bauantrag oder Bauanzeige ab dem 1. Januar 2016 eingereicht wurde. In der Vorschriftenneuerung werden vor allem moderne Heizungsanlagen berücksichtigt: Brennwertkessel in Kombination mit Solarthermie bringen Heizeffizienz in den Haushalt.

Illustration einer Hybridanlage: Öltank, Brennwertkessel und SolarthermieanlageIn einer Hybridanlage wie in dieser Kombination aus Ölbrennwertkessel und Solarthermieanlage arbeiten mehrere Wärmeerzeuger zusammen, Grafik: kesselheld.de

Die neuen energetischen Anforderungen auf einen Blick

Neubauten

Den Höchstwert für den jährlichen Primärenergiebedarf des Neubaus ermitteln Energieberater anhand eines “Referenzhauses”. Der Primärenergiebedarf beschreibt nicht nur den Bedarf an Energie zur Warmwasser- und Wärmebereitung, sondern umfasst die Energie, die von der Erzeugung im Kraftwerk bis zur Nutzung im Eigenheim aufgewendet wird.

Das virtuelle Referenzhaus bildet den Idealtypus eines energieeffizienten Hauses ab und wird auf die Baumaße sowie Nutzungsflächen des Neubaus zugeschnitten. Anhand dessen ist eine genaue Ermittlung der Höchstwerte für den Neubau möglich. Berücksichtigt werden in der Kalkulation der Wärmedurchgangskoeffizient der Bauteile, auch U-Wert genannt, der Bemessungswert für die Luftdichtheit der Gebäudehülle sowie Regelungen für den Sonnenschutz und die technische Ausstattung für die Heizung bzw. des Warmwasserbereiters.

Für Neubauten, die unter die Energieeinsparverordnung ab dem Januar 2016 fallen, gilt: Der Jahres-Primärenergiebedarf muss im Vergleich zur EnEV aus dem Jahr 2014 um 25 Prozent niedriger ausfallen. Der Wert für die Mindestwärmedämmung der Gebäudehülle wird um durchschnittlich 20 Prozent gesenkt.

Bestehende Gebäude und Anlagen

Auch für bestehende Gebäude und Anlagen gelten Richtwerte. Zwar fallen diese geringer aus als die Richtwerte für Neubauten, jedoch wird so berücksichtigt, dass nicht in jedem Gebäude alle Modernisierungsmaßnahmen realisierbar sind. Vor allem relevant für bestehende Gebäude sind die Aspekte der Nachrüstung und Verbesserung der Wärmeisolierung.

Nachrüstung

Heizkessel, die vor dem 1. Oktober 1978 installiert worden sind und mit flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen heizen, sind für den Betrieb nicht zulässig. In diesem Fall fordert die Energieeinsparverordnung die Modernisierung der betroffenen Heizungsanlage.

Nicht betroffen sind Niedertemperaturkessel und Brennwertkessel sowie Heizungsanlagen mit einer Nennleistung von 4 bis 400 Kilowatt.

Ausreichende Dämmung

Maßgeblich für Neubauten und bestehende Gebäude ist der Wärmedurchgangskoeffizient (U-Wert). Er beschreibt, wie viel Wärme pro Quadratmeter durch Fenster, Türen und Dachdeckungen geleitet wird. Je größer der U-Wert, desto mehr Wärme entweicht.

Dies ist vor allem für Altbauten relevant. In den meisten Fällen verfügen Gebäude, die bis 1945 errichtet wurden, nur über unzureichende Wärmedämmung und Fensterisolierung. Daraus resultiert ein hoher U-Wert und entsprechend hohe Energiekosten.

Eine energetische Sanierung gemäß den Vorgaben der EnEV und des EEWärmeG schont somit nicht nur die Umwelt, sondern auch Ihren Geldbeutel.

Vorgaben des EEWärmeG

Der EnEV übergeordnet ist das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG). Das Gesetz soll, wie die Verordnung, den Einsatz regenerativer Energien im Wärmebereich fördern. Betroffen von dem Gesetz sind vor allem Neubauten. So haben neu errichtete Gebäude nach dem EEWärmeG mindestens 15 Prozent des Wärmeenergiebedarfs durch erneuerbare Energien zu decken.

Dieser Prozentsatz variiert jedoch mit Anlagenart: Geothermie und Umweltwärme müssen sogar die Hälfte des Wärmeenergiebedarfs erzeugen.

Eine Hybridheizung aus Solarthermie und Brennwerttechnik erfüllt diese Anforderungen. Zu beachten ist jedoch, dass beide Anlagentypen zur optimalen Leistung aufeinander abgestimmt sein müssen.

Da die Länder im Rahmen des EEWärmeG eigene Bestimmungen festlegen können, gibt es unter den Bundesländern Abweichungen. Beispielsweise in Baden-Württemberg wurde das EEWärmeG nicht nur auf Neubauten, sondern auf den Gebäudebestand ausgeweitet (dort dann EWärmeG). Dies hat zur Folge, dass auch der Gebäudebestand modernisiert wird und mehr Haushalte zur Nutzung regenerativer Energien verpflichtet werden.

Kostensparsam und energieeffizient: Die Hybrid-Anlage

In Anbetracht der verschärften Regelungen der Energieeinsparungsverordnung und der Vorgaben des EEWärmeG lohnt es sich für Neubau-Besitzer, bereits schon in der Bauphase über die Integration erneuerbarer Energien in das neue Eigenheim nachzudenken.

Welche Anlagen sind zulässig?

Um den gestiegenen Energiestandards der EnEV zu entsprechen, haben Hausbesitzer mehrere Optionen. Gas- und Öl-Brennwertkessel sind in Deutschland weit verbreitet und beliebt bei Mietern sowie Eigenheimbesitzern. Während früher hauptsächlich Niedertemperaturkessel genutzt wurden, stehen heute die modernen Brennwertkessel im Fokus.

Wie funktioniert ein Brennwertkessel?

Brennwertkessel nutzen im Gegensatz zu Niedertemperaturkesseln den bei der Verbrennung entstehenden Wasserdampf zur Leistungsverbesserung. Entwärmtes Heizwasser, welches durch das Rücklaufrohr zurück in den Kessel transportiert wird, kühlt den durch Verbrennung entstehenden Wasserdampf. So entsteht Kondensationswärme, die der Brennwertkessel im Vergleich zu einer Niedertemperaturheizung zur Heizunterstützung nutzt. Dadurch entsteht je nach eingesetztem Brennstoff eine Energiegewinn von bis zu 6 Prozent bei Heizöl und bis zu 11 Prozent bei Erdgas.

Die Leistung der Brennwertkessel ist abhängig von dem Wasserstoffanteil des genutzten Brennstoffs. Je höher dieser Anteil ist, desto mehr Wasserdampf entsteht bei der Verbrennung und kann zur Kondensation genutzt werden.

Zwar hat Erdöl einen geringeren Wasserstoffanteil als Erdgas und produziert weniger Wasserdampf, jedoch besitzt Erdöl einen geringeren Taupunkt. Der Taupunkt beschreibt die Temperatur, ab welcher Gase kondensieren. Bei Erdgas geschieht dies bereits bei Temperaturen von 57 Grad abwärts, während Heizöl niedrigere Temperaturen ab 47 Grad zur Kondensation benötigt.

Zusätzlicher Vorteil: Beim Austausch eines Niedertemperaturkessels durch einen Brennwertkessel sind Einsparungen von Heiz- und Brennstoffkosten im Wert von mehreren hundert Euro jährlich möglich.

Mehr Informationen zu den Funktionen, Kosten und Modellen einer modernen Ölheizung gibt es hier.

Solarthermie

Thermische Solaranlagen (nicht zu verwechseln mit Photovoltaikanlagen) halten Einzug in immer mehr deutsche Haushalte - und das zu Recht: Die vielen Anwendungsmöglichkeiten von Solaranlagen sind die ideale Ergänzung zu bekannten Heizmethoden wie den Brennwertkesseln.

Aufgrund der Wetterlage und den oft dunklen Wintermonaten eignen sich Solaranlagen in Deutschland nicht zur eigenständigen Warmwasserbereitung und Wärmeerzeugung. Um die Vorteile von Solaranlagen zu nutzen und dennoch im Winter heizen zu können, sind Kombi-Anlagen, auch Hybridanlagen genannt, die geeignete Wahl für Ihren Haushalt.

Durch die Installation einer solarthermischen Anlage in Ergänzung zu einem bestehenden Öl- oder Gas-Brennwertkessel können bis zu 20 Prozent der Heizkosten eingespart werden. Die kostengünstige Solarenergie kann im Jahresdurchschnitt über 50 Prozent der Warmwasserbereitung abdecken. Bei großer Solarkollektorfläche und dem Einbau eines Pufferspeichers unterstützt die thermische Solaranlage die Heizungsanlage effektiv bei der Wärmeerzeugung.

Wieviel Kollektorfläche ist nötig?

Laut Verbraucherzentrale übernehmen gut dimensionierte Solaranlage bis zu 25 Prozent des Heizwärmebedarfs. Für einen vier Personen-Haushalt ist eine Solarkollektorfläche von 9 Quadratmetern ausreichend, um den Bedarf zu decken.

Funktionsweise einer Öl-Solar-Hybridanlage

Eine Möglichkeit, eine Solarthermie in das Heizsystem zu integrieren, ist die Öl-Solar-Hybridanlage. Zentrale Komponenten sind ein moderner Öl-Brennwertkessel, Solarkollektoren und ein Wasserspeicher.

Solarflüssigkeit ist in den Solarkollektoren enthalten und wird durch Sonnenenergie erwärmt. Das Sole-Wasser-Gemisch wird in den Wasserspeicher geleitet und die Wärme der Flüssigkeit über einen Wärmetauscher auf das Heiz- und Brauchwasser übertragen. Um dieses Wasser nicht zu verunreinigen, ist der Kreislauf der Solarflüssigkeit geschlossen und vom Heizkreislauf getrennt.

Heizungspumpen befördern nach dem Wärmetausch die abgekühlte Solarflüssigkeit zur erneuten Erwärmung zurück in die Solarkollektoren auf dem Hausdach, damit der Kreislauf von vorne beginnen kann.

Doch welche Aufgabe erfüllt der Brennwertkessel?

Sobald die Sonnenenergie nicht mehr ausreicht, um das Heiz- und Brauchwasser zu erwärmen, schaltet sich der Brennwertkessel zu. Dies geschieht meist in den dunklen Wintermonaten.

Eine Öl-Solar-Hybridanlage setzt fossile Energien sparsam ein und senkt somit die Betriebskosten der Heizung. Ein weiterer positiver Nebeneffekt ist die Unabhängigkeit von Rohstoffpreisen, da Hausbesitzer und Immobilieneigentümer einen Teil der Energie hausnah mittels Solarkraft erzeugen.

Kosten für eine Hybridanlage

Durchschnittlich kostet eine neue Hybridheizung in der Kombination Gasbrennstoff und Solarenergie 8.000 bis 14.000 Euro. Abhängig ist der Preis von der Funktion der solarthermischen Anlage und der Größe der Solarkollektorfläche.

Doch die hohen Einsparungen durch Nutzung einer Hybridanlage lassen sich die Kosten schnell amortisieren: Eigentümer können die Energiekosten um bis zu 40 Prozent reduzieren, die Emissionen sogar um bis zu 44 Prozent. Die durchschnittliche Amortisationszeit beträgt 12 Jahre. Nicht in dieser Rechnung miteinbezogen sind die Förderzuschüsse für Solarthermie, die Sie bei Modernisierungen dieser Art beantragen können. So reduziert sich die Amortisationszeit um bis zu weitere drei Jahre.

Zuschüsse und Fördermöglichkeiten

Um die Kosten von bis zu 14.000 Euro für eine Hybridanlage zu decken, ist oft ein hohes Investitionskapital nötig. Doch staatliche Fördergelder ermöglichen es, auch bei kleinem Einkommen die Heizungsanlage auf den neuesten Stand der Technik zu modernisieren. Die KfW-Programme 152 und 430 bieten attraktive und günstige Kreditfinanzierung für Ihre Heizungsanlage. Wird die Heizung aus eigenen Mitteln finanziert, bietet das KfW Programm 431 einen Zuschuss von maximal 7.500 Euro. So können fast die Hälfte der Kosten durch staatliche Fördergelder gedeckt werden.

Darüber hinaus bietet das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) weitere Fördermöglichkeiten an. Dient die Solaranlage zur kombinierten Warmwassererwärmung und Heizungsunterstützung, beträgt der Zuschuss mindestens 2.000 Euro. Weitere Informationen über Zuschüsse und Fördermöglichkeiten erhalten Sie auf den Seiten der KfW und des BAFA.

Nächste Seite

Erfahrungen & Fragen zum Thema Dach

Anschluss Pelletofen an Schornstein

Ich habe mir einen Pelletofen gekauft, den ich am Schornstein anschließen möchte. Jetzt ist da noch ein extra Loch wo ein Rohr für Luftzufuhr rein muss. Wie funktioniert das? Muss das oder reicht der Anschluss am Schornstein. Weil dort wo er hinkommen soll kann ich keine Luftzufuhr extra Von draussen bekommen da er nicht an Einer Außenwand sondern an Innenwände steht?
Antwort von Dachdeckermeister Marcel Genster

Fragen Sie bitte Ihren zuständigen Schornsteinfeger . Dieser muß die neue Brennstelle auch abnehmen und 1 mal im Jahr
auch reinigen.
Der kann Ihnen genau sagen was muss bzw. darf .
Denn ohne Abnahme dürfen Sie die Feuerstätte nicht in Betrieb nehmen.

MfG. DDM Matthias Genster

Altes Dach isolieren, ohne die Dachziegel zu entfernen?

Welche Möglichkeiten gibt es, um ein altes Dach (Baujahr 1956) zwischen den Dachbalken nachträglich zu isolieren, ohne die alten Dachziegel entfernen zu müssen und die Rigipswände unterhalb der Sparren belassen zu können? Welche Methode ist auch für den handwerklich Begabten Hauseigentümer machbar? Kostenfaktor bei einer Hausgrundfläche von 10 m x 10 m Dachneigung 35 Grad? Das Dachgeschoss wurde in 1966 ausgebaut Wärmedämmung damals DIN 4108.
Antwort von "rolf kühnel bedachungen & bauspenglerei" Inh. Stephanie Kühnel

Dies ist nicht sehr einfach zu beantworten, generell gibt es 3 verschiedene Arten das Dachgeschoss zu dämmen:
1. den Dachboden selbst beispielsweise mit Styropordämmung und OSB-platten
2. eine Zwischensparrendämmung (dies war Ihre Frage)
3. oder eine Aufdachdämmung.

Den Dachboden kann man, wenn man handwerklich begabt ist, ruhig selbst machen da eine Dampfsperre bei diesem Baujahr nicht mehr von Nöten ist. (einfachste Variante)

Eine Aufdachdämmung ist mit vielen Dämmarten machbar. Vorzugsweise PU-Dämmplatten oder aber auch Holzfaserdämmplatten sind möglich. Hierzu benötigen Sie aber einen Dachdeckerfachbetrieb. Dies wird immer mit einer Dachsanierung kombiniert. Bei dem Alter des Hauses wäre diese höchstwahrscheinlich auch wirklich nötig.

Eine Zwischensparrendämmung ist hauptsächlich nur möglich, wenn von außen oder von innen die sperrende Schicht demontiert wird. Sprich entweder die Rigipsplatten oder die Dachziegel und Dachschalung (wenn vorhanden). Von einem Eigenausbau rate ich als Fachfrau zu hundert Prozent ab, da hier die Dampfdichtheit der Dampfbremsfolie zu 1000% Prozent gewährleistet werden muss. Ansonsten saugt sich die Dämmung mit Wasser voll und Sie haben nicht lange Freude damit. Von den Schäden, die dadurch entstehen, mal ganz abgesehen.

Sie haben noch eine weitere Möglichkeit zwischen den Sparren zu dämmen, ohne die Schichten innen oder aussen zu demontieren. Allerdings benötigen Sie hier auf jeden Fall eine spezielle Firma: Zellulose Einblasdämmung! Hierbei wird die geflockte Dämmung mittels Schläuchen in die Zwischenfelder eingeblasen.

Ob bei Ihnen dies allerdings möglich ist kann nur ein Fachbetrieb beurteilen, da ich nicht weiß ob hier schon eine Dampfbremsfolie vorhanden ist.

Ich hoffe ich konnte Ihnen ein wenig weiter helfen.

mit freundlichen Grüßen
Stephanie Kühnel

Kostenvergleich Dach: Sandwichplatten oder herkömmlicher Dachstuhl?

Dach Neubau: Was kostet ein Dach ca. bei einem Neubau, bei dem das Dach mit Sandwichplatten ausgestattet wird? Ist es kostengünstiger als ein normales Dach/Dachstuhl mit Ziegeln und Dämmung? Hausgröße ca 10x11m Dachfläche ca. 170qm, Normales Satteldach. Zusätzlich ist ein Kamin vorhanden der aus dem Dach raus kommt. Keine Dachfenster vorgesehen.
Antwort von Volker Eck Dachdeckermeister

Sandwichplatten sind als Dacheindeckung auf Wohnhäusern ungeeignet.

Erstens ist es schwierig bis unmöglich einen wärmebrückenfreien Anschluss an den Baukörper herzustellen, zweitens ist es sehr schwierig, dauerhaft Luftdichtheit herzustellen, drittens sind Durchdringungen wie Kamin oder Entlüftungen nur mit geeigneten Formteilen dicht anzuschließen, ein nachträglicher Einbau von Fenstern ist möglich aber teuer und kompliziert.

Ein weiterer Aspekt ist der Schallschutz, der bei Sandwichelementen sehr schlecht ist. Ich würde bei Wohnhäusern immer zu herkömmlichen, bewährten Konstruktionen raten, idealerweise mit Aufsparrendämmung.

Ist Steinwolle-Staub gesundheitsschädlich?

Meine Kombinationen sieht so aus - von außen nach innen: - Dachziegel, - Dachlatten, - Unterspannband, - Dämmstoff (180mm zwischen Sparen), - Dampfsperre (Dampfbremsfolie), - Konterlattung (3 cm Stärke), Zwischen den Latten ist nochmal Untersparrendämmung (Steinwolle-3cm Stärke) und das mit Deckenpaneelen verkleidet. Zu meiner Frage: Muss ich Bedenken haben, dass der Steinwolle-Staub von (Steinwolle-3cm) zwischen der Feder und Nut den Paneelen in den Wohnraum kommen kann und eventuell gesundheitsschädlich ist?
Antwort eines Haus&Co Experten

Künstliche Mineralfasern, die nach dem 1.6.2000 hergestellt wurden sind zu groß, um tief in die Lunge eingeatmet zu werden und haben mit weniger als 40 Tagen eine kurze Halbwertszeit. Bei alten Dämmstoffen ist diese Halbwertszeit mit 100 Tagen deutlich größer - und mögliche gesundheitliche Folgen nicht völlig ausgeschlossen. Das Einatmen ist aber in jedem Fall erstmal unangenehm.

Während beim Umbau auf Tragen eines Mundschutzes geachtet werden sollte, sollte danach zwischen Steinwolle und Wohnraum ja auch eine Versiegelung durch eine Folie vorgenommen werden, damit später nichts mehr in den Wohnraum dringen kann.

Voraussetzungen für einen Dachbalkon

Wir haben ein neues Haus gekauft in welchem das Dachgeschoss zwar ausgebaut ist, aber kein Fenster enthält. Jetzt habe ich gesehen, dass man auch Dachbalkone nachbauen kann. Ist das prinzipiell überall möglich oder welche Vorraussetzungen müssen für einen solchen Dachausbau gegeben sein?
Antwort von Opheys Bedachungen GmbH & Co.KG

Ein Dachbalkon benötigt in jedem Fall einer Baugenehmigung weil das Dach dauerhaft verändert wird. Als Alternative zu einem entsprechenden Dachausbau gibt es ein Velux-Cabriofenster dieses ist genehmigungsfrei weil es im Grunde ein 2-teiliges Wohnraumfenster ist wobei das untere Element beim öffnen hochgestellt werden kann und am dadurch teilweise ins frei treten kann. Das obere Element wird nach oben hochgeklappt. Dieses Fenster erfüllt dann bei einer Breite vom 114 cm auch die Vorgaben für einen zweiten Rettungsweg.

Verträglichkeit EPDM Folie mit Bitumen Schweißbahn auf Flachdach

Auf meinem Flachdach muss der Entlüfter der die Abluft von der Dunstabzugshaube regelt erneuert werden. Ich muss die vorhandene EPDM Folie aufschneiden, einen neuen Lüfter einsetzen und möchte die abzuklebende Stelle von einem Dachdecker renovieren lassen. Er möchte den Lüfter einsetzen und die geöffnete Stelle mit einer Bitumen-Schweißbahn verkleben. Wie ist das mit der Verträglichkeit der unterschiedlichen Materialien?
Antwort von Bauhofer Dachtechnik GmbH

Ja das geht. EPDM- Folie ist Bitumenverträglich, aber es muß ein spezieller Voranstrich aufgetragen werden und die Bahn darf nicht zu heiß angeflämmt werden.
Grüße J. Bauhofer

Erwerb einer alten Immobilie: Wie prüfe ich den Zustand vom Dach?

Wir möchten gerne eine Doppelhaushälfte kaufen, die 1920 gebaut wurde. Wie oder woran kann man erkennen, ob das Dach, der Dachstuhl bzw. die Dachziegel in Ordnung sind und ob man sie erneuern sollte? Auch die Balken und Holzlatten könnten in einem schlechten Zustand sein. Leider gibt es keine Information darüber, ob oder wann das Dach zuletzt saniert/erneuert wurde.
Antwort von Architekt Marc von Baumbach

Holen Sie sich auf jeden Fall vor dem Kauf einen unabhängigen Sachverständigen für eine Haus-Ankaufberatung, der nicht nur das Dach ansieht sondern auch auf potenzielle andere nicht auf den ersten Blick erkennbare Mängel und Schäden hinweist. Sind z.B. Umbauten in den 60iger bis 80iger Jahren erfolgt, müssen Sie mit vorhandenen Schadstoffen rechnen. Bei früher gerne von innen davor geklebten Styroporplatten mit Gipskarton besteht Schimmelgefahr etc. Beim Dach muss auf Holzschädlinge, mangelnde Luftdichtheit und Dämmung geschaut werden. Die Dachziegel selbst sind das kleinste Problem....
Eine Ankaufberatung kostet je nach Anbieter im Schnitt zwischen 250,- und 400,-€.
Ich war gerade erst in einem Haus, wo die Käufer sich "nur" einen Dachdecker vor dem Kauf geholt hatten und der sagte das Dach wäre in Ordnung. Ich habe ihnen gezeigt, das jetzt im Winter aufgrund mangelnder Luftdichtheit die Dämmung nass wurde und die Unterseiten der Ziegel vereist sind...

Wie lange dauert eine Dachdämmung?

Wie lang dauert es im Durchschnitt, ein Dach eines Einfamilienhauses außen zu dämmen? Grundfläche des Hauses ist 10x10m. Das Dach ist mittel steil (ca. 60 Grad), also nicht flach. Wenn der Handwerker am 1. Juli beginnt, wann kann er fertig sein?
Antwort von Zimmerei & Holzbau Wiedmer | DIE SICHER SAUBER SANIERER

Diese Frage lässt sich nur aufgrund der Maße des Hauses nicht pauschal beantworten. Es macht einen Unterschied, ob das Dach sehr verwinkelt oder einfach ist, ob noch Dachfenster getauscht werden müssen, usw.

Um einen ersten Wert zu nennen: Sie können aber grob mit ca. 2 - 3 Wochen Baustelle rechnen.

Solaranlage bei Ost-West-Dach sinnvoll?

Mein Hausdach hat eine Ost-West Ausrichtung. Lohnt sich da eine Solaranlage? Außerdem läuft der Länge nach eine Stromleitung übers Dach, die stören könnte.
Antwort von Teck Solar E.k

Für die Nutzung PV-Anlage für Eigenbedarf finde ich Ost-West Dächer sogar besser, da man auf den ganzen Tag verteilt kontinuierlicherer Stromerzeugung hat. Es gibt keine Spitzen in der Mittagszeit, dafür aber Früh und Abend bessere Ausbeutung. Bezüglich Stromleitung: man kann die Erträge optimieren wenn man SolarEdge Wechselrichter und Optimierer einsetzt. In dem Fall arbeiten nur die Module schlechter die wirklich vom Schatten getroffen sind.

Preise für Dachpacht

Sind die zahlen 50,-- -80,,-- € Dachpacht/qm auf dem aktuellen Stand? Welchen Faktoren beeinflussen die Preisfindung? Bestand: Faserzementwellplatte (asbestfrei) und Trapezblech. Rechtfertigt eine Asbestsanierung den kompletten Wegfall einer Dachmiete über 20 Jahre?
Antwort von Energie und Solartechnik

1000 m² ca 130 kWp x 7 Euro = 910 Euro im Jahr in 20 Jahren = 18200 Euro bei sofortiger Auszahlung 75 % davon also 13650 Euro als Einmalzahlung . So sind aktuell meine Zahlen von den Investoren. Alles Zahlen aber ohne Dachsanierung am besten Faserzementplatten (asbestfrei) oder Trapez / Sandwich mit Neigung.

Eigene Frage stellen
Ihre Frage an die Experten

Sie stellen Ihre Frage

Haus&Co richtet diese an Experten

Sie erhalten schnell und kostenlos Antwort

?
Experten & Fachbetriebe beantworten kostenlos Ihre Fragen
Jetzt Frage stellen
Ihre Frage an die Experten

Sie stellen Ihre Frage

Haus&Co richtet diese an Experten

Sie erhalten schnell und kostenlos Antwort