Dach dämmen: Materialien, Abläufe & Varianten

7. Oktober 2020
Ein Dach dämmen heißt, einen wichtigen Beitrag dazu zu leisten, Heizenergie zu sparen. Man sollte deshalb vorher genau planen, welche Variante der Dachdämmung die effektivste oder effizienteste ist. Zur Auswahl stehen diverse Varianten der Dachdämmung sowie verschiedene Dämmstoffe.
Dieser Artikel wurde erstellt von:
Thorben Frahm, Redakteur www.Daemmen-Und-Sanieren.de
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DachDachdämmungDach dämmen

Dach dämmen: Wie geht man vor?

Wärmedämmung eines Dachs - Bildquelle © Alterfalter - fotolia.com

In diesem Artikel finden Sie Informationen über die Dachdämmung eines Steildaches. Die Flachdach-Dämmung thematisieren wir in einem Extra-Artikel.

Schritt 1: Auswahl des Dämmverfahrens

Möchte man ein Steildach dämmen, hat man in der Regel die Auswahl zwischen einer Untersparrendämmung, einer Zwischensparrendämmung und einer Aufsparrendämmung sowie Kombinationen dieser Maßnahmen. Sparren ist der Begriff für die Hölzer, die schräg von der Dachtraufe (unterster Dachbereich) bis zum Dachfirst (oberster Dachbereich) verlaufen.

Eine Untersparrendämmung ist wie eine Innendämmung im Dachgeschoss. Dagegen ist die Aufsparrendämmung praktisch eine Dachaußendämmung. Die Dämmung bildet hier allerdings nicht die äußerste Schicht, sondern befindet sich noch unterhalb der Dachdeckung, aber auf den Dachsparren. Wer das Dach dämmen lässt und eine Zwischensparrendämmung wählt, kann sich bei Vorliegen der Voraussetzungen alternativ für eine Einblasdämmung entscheiden. Dann werden beispielsweise Dämmsäcke zwischen den Sparren befestigt, die man anschließend durch eine Einblasmaschine mit losen Einblasdämmstoffen füllt.

Schritt 2: Auswahl der Dämmstoffe

Wichtig ist bei der Dachdämmung die Auswahl des optimalen Dämmstoffes. Zu den wichtigen Kriterien der geeigneten Dachdämmstoffe, mit denen sich das Dach dämmen lässt, gehört die Wärmeleitgruppe, der der Dämmstoff angehört. Es gilt: Je geringer die Wärmeleitgruppe WLG (inzwischen: Wärmeleitfähigkeitsstufe WLS) ist, desto besser dämmt der Dämmstoff.

Das bedeutet auch, dass die Dicke der Dämmstoffschicht bei einem Dämmstoff mit geringer Wärmeleitgruppe geringer sein muss, um dieselbe Dämmstärke zu erreichen. Wichtig: Die zu erreichende Dämmung ist durch die Energieeinsparverordnung (EnEV) vorgegeben. Weitere Kriterien bei der Dämmstoffauswahl können Schallschutz-Eigenschaften, Brennbarkeit, Hitzeschutz im Sommer sowie die Energiebilanz bei der Produktion sein.

Man kann selbst ein Dach dämmen, wenn man die notwendigen handwerklichen Fähigkeiten besitzt. Angesichts der Herausforderungen, die einen erwarten, sollte man die eigenen Fähigkeiten aber kritisch beurteilen und die Einsparungen durch Eigenleistung mit den Kosten einer Dachdämmung abwägen.

Exemplarischer Ablauf einer Zwischensparrendämmung:

Möchte man ein Dach dämmen, indem man die Zwischenräume zwischen den Sparren dämmt, kann man auch auf Klemmfilze setzen. Ein exemplarischer Ablauf der Dachdämmung kann dann so aussehen:

  • Eventuell ist als erster Schritt vor dem Dach dämmen eine Aufdoppelung der Sparren mit Kanthölzern nötig. Das ist angebracht, wenn die voraussichtlich nötige Breite der Dämmschicht die Breite der Sparren übersteigt.
  • Der Klemmfilz wird passend zugeschnitten und zwischen die Sparren geklemmt.
  • Im Inneren des Dachgeschosses kommt auf die Dämmschicht eine Dampfbremse. Diese Folienschicht verhindert, dass Wasserdampf an Stellen im Bauwerk kondensiert, an denen er Bauschäden oder Schimmel verursacht.
  • Möchte man die Zwischensparren- mit einer Untersparrendämmung kombinieren, kann man nun Latten anbringen, an denen Dämmplatten befestigt werden.
  • Als innerste Schicht der Dachdämmung bieten sich beispielsweise Gipskartonplatten an.

Wer ein Dach dämmen möchte, sieht sich mit einigen Voraussetzungen konfrontiert. Einerseits muss die Dämmschicht auch an den Berührungspunkten zwischen Dämmung und Sparren so dicht sein, dass keine Wärmebrücken entstehen, durch die Wärme nach außen dringt. Andererseits muss die Dämmschicht auch so konzipiert werden, dass Luftfeuchtigkeit nicht zum Risiko wird.

Es gibt Dämmarbeiten, die Laien sicher durchführen können. Im Zweifelsfall schaltet man jedoch besser Fachbetriebe für Dacharbeiten ein.

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Erfahrungen & Fragen zum Thema Dach dämmen

Was könnten Renovierungsarbeiten in diesem Fall kosten?

Ich habe mir vor kurzem ein Haus angeschaut bevor ich jedoch einen Kauf Zusage würde ich gerne eine grobe Vorstellung der Renovierungskosten im Blick haben. Das Haus ist 1957 gebaut. 1. Elektroleitungen erneuern 2. Zentralheizung Einbau, bisher ist nur ein Holzkachelofen drin 3. Wasserleitungen erneuern 4. Dach dämmen Es handelt sich um ein Einfamilienhaus. Grob 100 m2 Wohnfläche. Mir würde eine grobe Richtlinie reichen. Damit ich weiß ob ich mir das Haus mit Renovierung leisten kann.
Antwort von Sanitär Heizung Service

Gas-Brennwertheizung mit WW-Speicher,Gasleitung,Kamin,Heizkörper und Heizungsleitungen -- ca.15000 bis 20000€
Wasserleitungen mit Bad -- ca 10000€

Dachschräge dämmen

Dachschräge im Speicher der Wohnung (unbeheizter Raum) in Holzkonstruktion mit 10 cm dicker Dämmung aus Mineralfasern und 15 mm dicken Gipskartonplatten: Hier ist Schimmel aufgetreten. Die Thermografieuntersuchung, die Decke wurde an einer Stelle aufgeschnitten, hat ergeben, dass der Hohlraum nicht gedämmt ist. Auf der Rückseite ist kein Schimmelbefall vorhanden. Erforderlich ist eine Dämmung des Dachbereiches zwischen den Gipsplatten und der Feuchtigkeitssperre.
Antwort eines Haus&Co Experten

Moin Moin,

wenn Sie schon einen konkreten Auftrag haben, können Sie auch unsere kostenlose Fachbetriebssuche unter https://www.daemmen-und-sanieren.de/dach/fachbetriebe-finden gerne in Anspruch nehmen.

Muss die WEG die Isolierung eines ungedämmten Dachs laut EnEv tragen?

Muss die WEG die Isolierung eines ungedämmten Dachs laut EnEv tragen?
Antwort von Matthias Schneider

JA

Zwischensparrendämmung richtig planen

Wir haben ein altes Haus - Baujahr 1935. Das Haus hat 2 Geschosse und einen Dachraum, der über eine Auszugstreppe zugänglich ist. Der Dachraum ist ungedämmt. Wir haben zur Wärmedämmung auf dem Boden des Dachraumes Styroporplatten (5 cm) verlegt. Das Dach ist gedeckt mit Biberschwanzziegeln incl. Lattung. Nun überlegen wir uns eine Zwischensparrendämmung mit Glaswolle (Isover Integra ZKF 1-035 12 cm Stärke). Da es ein sehr altes Haus ist und der Dachraum kein Wohnraum ist möchten wir die Dämmung direkt zwischen die Dachsparren klemmen und mit Dachlatten befestigen. Ist eine solche Dämmung auch ohne Dampfbremse möglich ? Kann man die Dämmung direkt auf die Lattung legen oder muss man dann durch Kondensationsfeuchte mit Schäden an der Lattung und den Sparren rechnen ? Welche kostengünstige Dämmungsmöglichkeit bestünde hier ? Wir hätten auf jeder Dachseite 11 Sparrenbahnen mit je 60 cm Breite und einer Höhe von 3,40 Meter zu dämmen.
Antwort von Malerfachbetrieb Rupprecht

1-Dämmung muß mit einer Dampfbremse ausgeführt weren
2-Die beste Dämmung wäre in Ihrem fall auf dem Boden entweder mit Mineralwolle oder Styroporplatten aber mindestens 12 cm.

Ich hoffe dsas Ihnen meine Antwort weiter hilft

Wie findet man das richtige Dämmmaterial für die Dachdämmung?

Wie entscheide ich am besten welches Dämmmaterial ich für mein Dach verwende?
Antwort von Baudienstleistungen C o C o 24 Ug

Durch eine Wärmeberechnung können sie feststellen was für eine Dämmstärke sie mit Mineral wolle zwischen den Sparren
wie auch was sie noch benötigen als Aufsparrendämmung benötigen. Mit so einer U-Wert Berechnung sehen sie auch wo der Taupunkt liegt.
So kann mann auch Biologische Produkte errechnen. Die oft Stärkere sein müssen, wegen ihrem geringerem Wärmekoeffizient.
Es kann ein Handwerker, Statiker oder auch ein Energieberater.

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