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Einblasdämmung für Fassaden, Fußböden und Decken

Sowohl mit der Dämmstoff-Schüttung als auch mit der Einblasdämmung kann man Hohlräume im Haus mit Dämmstoffen wie etwa mit Zellulose füllen. Gerade bei der Altbausanierung gibt es Hohlräume, an die man nur schlecht herankommt. Einblasdämmung ist hier oft das Mittel der Wahl, um durch Einblasdämmstoffe eine gute Wärmedämmung des jeweiligen Bauteils zu gewährleisten.
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Einblasdämmung - Einsatzgebiete, Arbeitsschritte & Dämmstoffe

Einblasdämmung ist bei der nachträglichen Kerndämmung eines Hauses sehr häufig im Einsatz - z.B. bei Außenwänden mit zweischaligem Mauerwerk. Zweischalig bedeutet: jede Außenwand besteht aus zwei Mauern, zwischen denen ein Hohlraum existiert. An diesen Hohlraum kommt man nicht ganz einfach heran. Durch eine Einblasdämmung lässt er sich dennoch mit Einblasdämmstoff füllen.

Mit der Einblasdämmung wie Zellulose lassen sich aber auch Hohlräume zwischen dem Dach füllen, wie zum Beispiel zwischen Dachsparren und einer Holzplatten-Verkleidung. Möchte man vom Dachboden aus die oberste Geschossdecke dämmen, so ist beispielsweise eine Holzrahmen-Konstruktion im Fußbereich des Dachbodens möglich, die mit Dämmstoffen gefüllt und anschließend mit Platten begehbar gemacht wird. Daneben können Einblasdämmstoffe Hohlräume im Fußboden dämmen wie so genannte Kriechkeller.

Kerndämmung durch Einblasdämmung – exemplarischer Ablauf

  • Bisweilen muss vor einer möglichen Einblasdämmung bei zweischaligem Mauerwerk der Zwischenraum zwischen den beiden Mauern untersucht werden. Dafür wird beispielsweise von außen ein kleines Loch ins Mauerwerk gebohrt. Mit Hilfe eines endoskopischen Geräts wird dann geprüft, ob dieser Zwischenraum für eine Einblasdämmung groß genug ist.
  • Wird das grundsätzliche OK für eine Einblasdämmung gegeben, werden weitere Löcher ins Mauerwerk gebohrt. Als Orientierung: Man bohrt knapp 2,5 Zentimeter große Löcher im Abstand von etwa drei Metern in die Hauswand.
  • Anschließend beginnt die eigentliche Einblasdämmung mit Hilfe eines so genannten Einblasgeräts. Der Einblasdämmstoff wird in den Hohlraum zwischen den Mauerschalen eingeblasen.
  • Ist der Hohlraum durch die Einblasdämmung vollständig mit Einblasdämmstoff gefüllt, können die gebohrten Löcher wieder verschlossen werden.

Die Kerndämmung durch Einblasdämmung kann bei passender Fassade mit zweischaligem Mauerwerk eine kostengünstigere Alternative sein zu anderen Varianten einer Wärmedämmung für Fassaden. Es muss etwa nicht unbedingt ein Gerüst aufgebaut werden, was Extrakosten verursachen würde.

Einblasdämmstoffe für die Einblasdämmung

Wie bei der Wärmedämmung mit Dämmmatten und Dammplatten hat man auch bei der Einblasdämmung die Wahl aus mehreren möglichen Dämmstoffen. Als Einblasdämmstoffe für die Kerndämmung einer Fassade kommen beispielsweise mineralische Stoffe wie etwa Perlite (Vulkanstein) oder Blähglas in Frage, aber auch ein synthetischer Einblasdämmstoff wie Polyurethan-Granulat und spezielle Schäume. Für die Einblasdämmung bei Dächern oder Geschossdecken eignen sich etwa Einblasdämmstoffe wie Mineralwolle (wie z.B. angeboten von Knauf), Holzfasern und Zellulose. Zellulose für die Einblasdämmung besteht überwiegend aus recyceltem Altpapier und besitzt eine Reihe von guten Eigenschaften für eine Einblasdämmung:

  • Bei der Einblasdämmung verwendete Zellulose-Flocken eignen sich sowohl für die Winterwärmedämmung (Wärme bleibt im Haus) als auch für die Sommer-Wärmedämmung (Wärme dringt kaum ins Haus) gut.
  • Zellulose kann bis zu einem gewissen Grad Feuchtigkeit aufnehmen, ohne dabei seine Wärmedämm-Eigenschaften zu verlieren.

Generell gilt für Einblasdämmstoffe: Sie bilden nach gut durchgeführter Einblasdämmung eine fugenfreie Dämmeinheit. Fugen entstehen etwa beim Anbringen von Dämmplatten, wo Dämmplatte an Dämmplatte stößt. Solche Fugen können zu so genannten Wärmebrücken werden, an denen Wärme weiterhin aus dem Haus entweicht. Einblasdämmung kennt die Gefahr solcher Wärmebrücken nicht.

Fachbetriebe fragen

Gute Fachbetriebe für Dämmungsarbeiten kennen die einzelnen Einblasdämmstoffe und entscheiden auf dieser Basis kompetent, welcher Einblasdämmstoff für welche Einblasdämmung taugt.

Erfahrungen & Fragen zum Thema Einblasdämmung

Schimmel trotz Dampfsperre unter der Dämmung

Ich habe vor mein Dachboden auszubauen. Das Haus ist Baujahr 2011 und ein Bungalow. Oben über der Dämmung haben wir ca. 3 cm dicke Osb-Platten verschraubt. Nun habe ich am Rand 2 Platten wieder abgeschraubt und Schimmel darunter gefunden. Es ist richtig nass unter der Platte. Ich frage mich warum, denn unter der Dämmung ist doch eine Dampfsperre.
Antwort von Günter Haase Malerfachbetrieb

Die unterhalb Ihrer Dämmschicht verlegte Dampfsperre ist nicht absolut dicht. Aufgrund aus dem Erdgeschoß steigender Warmluft (Relative Luftfeuchte), kondensiert Feuchtigkeit innerhalb kälterer Bereiche in Ihrer Dämmschicht. Bei groben bauphysikalischen Ausführungsfehlern kommt es dann unweigerlich zu Schimmelbildung.
Ich empfehle Ihnen umgehend einen Sachverständigen und oder einen kompetenten Betrieb einzuschalten, der sich das Problem ansieht.

Gibt es Material für eine 2-3 cm Luftschicht?

Ich hatte zwei Firmen mit mehrjähriger Erfahrung bei mir. Beide sahen sich meine Luftschicht an, maximal 2-3 cm. Der eine Herr sagte mir gleich, es sei nicht genug Luftschicht. Gibt es Material für eine 2-3 cm dicke Luftschicht?
Antwort von Helisol

Ich vermute eher bei einer so geringen Schichtstärke ist der Erfolg der Maßnahme zweifelhaft, weil dann sicherlich auch noch Mörtelbrocken da drin liegen als Kältebrücken und die Schicht also nicht durchgängig ist.
Üblichereise verwendet man 5-8 cm Schichten.
Ich würde davon auch abraten, zumal bei so einer geringen Schichtstärke das Einblasen auch schon deutlich höhere Anprüche an den Verarbeiter stellt und zeitaufwendiger ist. Da wird mit Kanonen auf Spatzen geschossen.

Wie dick muss eine Einblasdämmung der oberen Geschossdecke sein, um EnEV einzuhalten?

Wie dick sollte die Dämmung bei einer Einblasdämmung der oberen Geschossdecke mit Zellulose sein, um die erforderlichen Kennwerte nach der Energieeinsparverordnung einzuhalten? Es handelt sich um ein Haus, das über 100 Jahre alt ist.
Antwort von econpass - Energie.Sparen

Die EnEV fordert für die Sanierung allter Holzbalkendecken einen U-Wert von 0,24 W/m²K, den man z.B. durch eine 18 cm starke Aufblas-Zelluloselösung erreicht. Wenn man Fördermittel der KfW einfließen lassen will, ist ein besserer U-Wert von 0,14 zu erreichen. Hier muss der Energieberater ran und nachrechnen!

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