Anmeldung Fachbetriebe
Angebote für Dämmung einholen
5 Angebote aus Ihrer Umgebung
Dach-, Dämm- & Fensterarbeiten
Kostenlos & unverbindlich!
Bitte haben sie einen Moment Geduld...
Wir suchen aus über 3.400 Anbietern die Passenden für Sie heraus

Wir haben passende Anbieter gefunden!

Jetzt einfach unverbindlich Anfrage senden
und kostenlos bis zu 5 Angebote erhalten!

Unsere Garantie: Nur Betriebe erhalten Ihre Daten. Mit dem Absenden akzeptieren Sie unsere Datenschutzbestimmungen

Projekt erfassen
Anbieter finden
Angebote anfordern
Letzte Anfrage vor 52 Minuten
55 Anfragen heute
4.4 von 5 (4287 Bewertungen)

Die oberste Geschossdecke dämmen

Eine Dämmung für die oberste Geschossdecke rückt immer dann in den Blick, wenn das Dachgeschoss unausgebaut ist und es nur sporadisch bis gar nicht benutzt wird. Denn dann wurde meist weder der Dachstuhl noch der Dachboden ausreichend gedämmt und in den Wohnungen oder den Räumen darunter geht viel Wärme über die Decken verloren. Als Dämmung für die oberste Geschossdecke bieten sich zweierlei Maßnahmen an, je nachdem ob der Dachboden begehbar ist oder nicht: Plattendämmstoffe oder eine Aufblasdämmung.
Jetzt Fachbetriebe für Dämmung finden
  • Geprüfte Fachbetriebe vor Ort finden
  • Mit einer Anfrage bis zu 5 Angebote erhalten
  • Garantiert einfach, kostenlos und unverbindlich!

Dämmung für die oberste Geschossdecke: Platten oder Fasern?

Über das Dach eines Hauses entweichen bei schlechter Dämmung zwischen zehn und zwanzig Prozent der Heizenergie. Wer den Dachboden als zusätzlichen Wohnraum nutzt, wird das Dach bereits ausreichend gedämmt haben. Wird das Dachgeschoss nicht genutzt ist eine Dämmung für die oberste Geschoss­decke eine recht preisgünstige aber trotzdem effektive Alternative, um in den Etagen darunter für einen besseren Wärmeschutz zu sorgen. Bei der Dämmung eines Flachdaches spricht man im Übrigen nicht von der Dämmung der obersten Geschossdecke, da sich die Arbeitsabläufe hier deutlich unterscheiden.

Einen begehbaren Dachboden dämmen

Eine Dämmung für die oberste Geschossdecke lässt sich auf dem Dachboden durch geeignete Dämmstoffplatten oder ausrollbare Dämmstoffmatten realisieren. Solch eine Dämmung besteht beispielsweise aus Styropor-, Polyurethan-, Styrodur- oder Mineralwollmatten die auf dem Dachboden verlegt werden. Damit der Dachboden nach der Dämmung begehbar bleibt, können Spanplatten auf die Dämmung gelegt werden. Alternativ gibt es für die oberste Geschossdecke auch Dämmplatten, die direkt begehbar sind so dass zusätzliche Spanplatten nicht notwendig werden.

Dämmung oberste GeschossdeckeWird die oberste Geschossdecke bei der Dämmung mit Spanplatten versehen, bleibt der Dachboden begehbar. |
Bildquelle: Unidek Gefinex

In manchen Fällen kann es auch sinnvoll sein, erst eine Holzkonstruktion mit Kanthölzern auf dem Dachboden zu installieren, deren Zwischenräume mit Dämmmaterial wie Fasermatten oder durch eine Einblasdämmung mit Perlite-Körnung gefüllt werden. Begehbar wird der Dachboden dann wiederum mit einer Zusatzschicht, etwa aus Spanplatten.

Dachboden Dämmung in der NahansichtDas Dämmsystem in der Nahansicht | Bildquelle: Unidek Gefinex

Einen nicht begehbaren Dachboden dämmen

Nicht jede oberste Geschossdecke im deutschen Baubestand ist so mustergültig geeignet, um sie mit Plattendämmstoffen auszulegen wie in unserem Beispiel zuvor. Oft sind Dachböden und Geschossdecken unwegsam: eine Holzbalkenkonstruktion ersetzt eine gegossene Stahlbetondecke, der Dachstuhl und damit auch die oberste Geschossdecke bleiben unausgebaut, Dachgeschosse können per se nicht genutzt werden und bleiben dauerhaft nicht begehbar oder sie tragen eine zusätzliche abgehängte Zwischendecke. Bei alle diesen und ähnlichen Beispielen stoßen Plattendämmstoffe als Dämmung für die oberste Geschossdecke an ihre Grenze.

Hier kommen sog. Schüttdämmstoffe zum Einsatz. Das heißt, die Dämmung wird einfach auf den unwegsamen Dachboden aufgeblasen und gelangt durch seine Flockenform auch bis in die letzte Ecke. Üblicherweise erreicht solch eine Aufblasdämmung eine Stärke von 10 bis 20 Zentimeter und ergibt nach Fertigstellung eine homogene Schicht. Diese bleibt jedoch langfristig nicht mehr begehbar.

Als Dämmstoffe kommen hier mineralische Fasern wie z.B. Glas- oder Steinwolle zum Einsatz. Die Fasern verrotten und zersetzen sich nicht, sie sind unempfindlich gegenüber Schimmel und - besonders wichtig - sie sind nicht brennbar. Damit trägt eine Aufblasdämmung für die oberste Geschossdecke auch zum Brandschutz bei.

Ein weiterer Vorteil: eine Aufblasdämmung für die oberste Geschossdecke lässt sich, wie im Video zu sehen, in der Regel innerhalb eines Arbeitstages ohne weitere Baumaßnahmen realisieren.

Dachboden Dämmung bei ungedämmtem Hausdach Pflicht!

Dass die oberste Geschossdecke gedämmt ist verlangt mittlerweile auch der Gesetzgeber. So steht im § 10 Absatz (3) der allgemeinen Vorschriften der Energieeinsparverordnung (EnEV 2014), dass:

"Eigentümer von Wohngebäuden und Nichtwohngebäuden, die jährlich mindestens vier Monate und auf Innentemperaturen von mindestens 19°C beheizt werden, dafür sorgen müssen, dass oberste Geschossdecken nach dem 31. Dezember 2015 so gedämmt sind, dass der Wärmedurchgangskoeffizient der obersten Geschossdecke 0,24 Watt / (m2• K) nicht überschreitet."

Dies gilt jedoch nur für den Fall, wenn das darüber liegende Dach ebenfalls ungedämmt ist! Ist das Dach bereits gedämmt - und die oberste Geschossdecke noch nicht - entfällt die Dämmpflicht für den Dachboden.

Eine weitere Ausnahme macht die EnEV für Ein- und Zweifamilienhäuser (bzw. "Wohngebäude mit nicht mehr als zwei Wohnungen"). Sollten Sie als Eigentümer am 01.02.2002 eine der beiden Wohnungen selbst bewohnt haben und sollten Sie seither noch immer in dieser Wohnung wohnen, dann entsteht die Pflicht, die oberste Geschossdecke zu dämmen bei einem ungedämmtem Dach erst für den neuen Eigentümer. Dieser hat dann zwei Jahre Zeit, die Dämmung fachgerecht ausführen zu lassen.

Sollte Ihr Dachboden, d.h. Dachstuhl und oberste Geschossdecke, nach wie vor ungedämmt sein, wenden Sie sich an einen Fachbetrieb aus Ihrer Nähe. Dieser kann im Rahmen einer Messung den Wärmedurchgangskoeffizienten bestimmen und spricht mit Ihnen die Möglichkeiten durch, welches Dämmverfahren - ob mit Dämmplatten oder einer Aufblasdämmung - die richtige Wahl ist.

Wir finden die besten Dämmung
  • Über 6.000 geprüfte Dämmungsbetriebe
  • Informieren, vergleichen, Angebote einholen!
Dieser Artikel wurde erstellt von: Christian Märtel, Redakteur www.Daemmen-Und-Sanieren.de