Die oberste Geschossdecke dämmen

9. November 2020
Eine Dämmung für die oberste Geschossdecke rückt immer dann in den Blick, wenn das Dachgeschoss unausgebaut ist und es nur sporadisch bis gar nicht benutzt wird. Denn dann wurde meist weder der Dachstuhl noch der Dachboden ausreichend gedämmt und in den Wohnungen oder den Räumen darunter geht viel Wärme über die Decken verloren. Als Dämmung für die oberste Geschossdecke bieten sich zweierlei Maßnahmen an, je nachdem ob der Dachboden begehbar ist oder nicht: Plattendämmstoffe oder eine Aufblasdämmung.
Dieser Artikel wurde erstellt von:
Christian Märtel, Redakteur www.Daemmen-Und-Sanieren.de
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DämmungInnendämmungGeschossdecke

Dämmung für die oberste Geschossdecke: Platten oder Fasern?

Über das Dach eines Hauses entweichen bei schlechter Dämmung zwischen zehn und zwanzig Prozent der Heizenergie. Wer den Dachboden als zusätzlichen Wohnraum nutzt, wird das Dach bereits ausreichend gedämmt haben. Wird das Dachgeschoss nicht genutzt ist eine Dämmung für die oberste Geschoss­decke eine recht preisgünstige aber trotzdem effektive Alternative, um in den Etagen darunter für einen besseren Wärmeschutz zu sorgen. Bei der Dämmung eines Flachdaches spricht man im Übrigen nicht von der Dämmung der obersten Geschossdecke, da sich die Arbeitsabläufe hier deutlich unterscheiden.

Einen begehbaren Dachboden dämmen

Eine Dämmung für die oberste Geschossdecke lässt sich auf dem Dachboden durch geeignete Dämmstoffplatten oder ausrollbare Dämmstoffmatten realisieren. Solch eine Dämmung besteht beispielsweise aus Styropor-, Polyurethan-, Styrodur- oder Mineralwollmatten die auf dem Dachboden verlegt werden. Damit der Dachboden nach der Dämmung begehbar bleibt, können Spanplatten auf die Dämmung gelegt werden. Alternativ gibt es für die oberste Geschossdecke auch Dämmplatten, die direkt begehbar sind so dass zusätzliche Spanplatten nicht notwendig werden.

Wird die oberste Geschossdecke bei der Dämmung mit Spanplatten versehen, bleibt der Dachboden begehbar. |
Bildquelle: Unidek Gefinex

In manchen Fällen kann es auch sinnvoll sein, erst eine Holzkonstruktion mit Kanthölzern auf dem Dachboden zu installieren, deren Zwischenräume mit Dämmmaterial wie Fasermatten oder durch eine Einblasdämmung mit Perlite-Körnung gefüllt werden. Begehbar wird der Dachboden dann wiederum mit einer Zusatzschicht, etwa aus Spanplatten.

Das Dämmsystem in der Nahansicht | Bildquelle: Unidek Gefinex

Einen nicht begehbaren Dachboden dämmen

Nicht jede oberste Geschossdecke im deutschen Baubestand ist so mustergültig geeignet, um sie mit Plattendämmstoffen auszulegen wie in unserem Beispiel zuvor. Oft sind Dachböden und Geschossdecken unwegsam: eine Holzbalkenkonstruktion ersetzt eine gegossene Stahlbetondecke, der Dachstuhl und damit auch die oberste Geschossdecke bleiben unausgebaut, Dachgeschosse können per se nicht genutzt werden und bleiben dauerhaft nicht begehbar oder sie tragen eine zusätzliche abgehängte Zwischendecke. Bei alle diesen und ähnlichen Beispielen stoßen Plattendämmstoffe als Dämmung für die oberste Geschossdecke an ihre Grenze.

Hier kommen sog. Schüttdämmstoffe zum Einsatz. Das heißt, die Dämmung wird einfach auf den unwegsamen Dachboden aufgeblasen und gelangt durch seine Flockenform auch bis in die letzte Ecke. Üblicherweise erreicht solch eine Aufblasdämmung eine Stärke von 10 bis 20 Zentimeter und ergibt nach Fertigstellung eine homogene Schicht. Diese bleibt jedoch langfristig nicht mehr begehbar.

Als Dämmstoffe kommen hier mineralische Fasern wie z.B. Glas- oder Steinwolle zum Einsatz. Die Fasern verrotten und zersetzen sich nicht, sie sind unempfindlich gegenüber Schimmel und - besonders wichtig - sie sind nicht brennbar. Damit trägt eine Aufblasdämmung für die oberste Geschossdecke auch zum Brandschutz bei.

Ein weiterer Vorteil: eine Aufblasdämmung für die oberste Geschossdecke lässt sich, wie im Video zu sehen, in der Regel innerhalb eines Arbeitstages ohne weitere Baumaßnahmen realisieren.

Materialien zur Dämmung der obersten Geschossdecke in der Übersicht

Wir haben für Sie eine Übersicht zu den Materialien zur Dämmung der obersten Geschossdecke und den Kosten pro m2 zusammengestellt.

Dämmstoff Kosten pro qm Vor- und Nachteile
EPS 5 - 15 Euro + Preisgünstiger Dämmstoff
- Hoher Energieaufwand bei der Herstellung
Blähton / Blähglas 50 - 70 Euro + Beständig gegen Feuchtigkeit und Frost
+ Gut geeignet als Hitzerschutz
- Relativ schlechte Wärmedämm-Eigenschaft
Hanf 10 - 30 Euro + sehr gute feuchtigkeitsregulierende Wirkung
+ Umweltfreundlich / Niedriger Energiebedarf bei Herstellung
- Dämmwirkung geringer als PUR
PUR / PIR 10 - 19 Euro + Sehr gute Dämmeigenschaften
- Hoher Energieaufwand bei der Herstellung
Holzfaser 35 - 40 Euro + Guter Schutz vor sommerlicher Hitze
+ Umweltfreundlich
Steinwolle 5 - 21 Euro + Nicht brennbar
- Viel enthaltene Schadstoffe
Perlite 20 - 45 Euro + vielseitige Einsatzmöglichkeiten
- Hoher Energieaufwand bei der Herstellung

Dachboden Dämmung bei ungedämmtem Hausdach Pflicht!

Dass die oberste Geschossdecke gedämmt ist verlangt mittlerweile auch der Gesetzgeber. So steht im § 10 Absatz (3) der allgemeinen Vorschriften der Energieeinsparverordnung (EnEV 2014), dass:

"Eigentümer von Wohngebäuden und Nichtwohngebäuden, die jährlich mindestens vier Monate und auf Innentemperaturen von mindestens 19°C beheizt werden, dafür sorgen müssen, dass oberste Geschossdecken nach dem 31. Dezember 2015 so gedämmt sind, dass der Wärmedurchgangskoeffizient der obersten Geschossdecke 0,24 Watt / (m2• K) nicht überschreitet."

Dies gilt jedoch nur für den Fall, wenn das darüber liegende Dach ebenfalls ungedämmt ist! Ist das Dach bereits gedämmt - und die oberste Geschossdecke noch nicht - entfällt die Dämmpflicht für den Dachboden.

Eine weitere Ausnahme macht die EnEV für Ein- und Zweifamilienhäuser (bzw. "Wohngebäude mit nicht mehr als zwei Wohnungen"). Sollten Sie als Eigentümer am 01.02.2002 eine der beiden Wohnungen selbst bewohnt haben und sollten Sie seither noch immer in dieser Wohnung wohnen, dann entsteht die Pflicht, die oberste Geschossdecke zu dämmen bei einem ungedämmtem Dach erst für den neuen Eigentümer. Dieser hat dann zwei Jahre Zeit, die Dämmung fachgerecht ausführen zu lassen.

Sollte Ihr Dachboden, d.h. Dachstuhl und oberste Geschossdecke, nach wie vor ungedämmt sein, wenden Sie sich an einen Fachbetrieb aus Ihrer Nähe. Dieser kann im Rahmen einer Messung den Wärmedurchgangskoeffizienten bestimmen und spricht mit Ihnen die Möglichkeiten durch, welches Dämmverfahren - ob mit Dämmplatten oder einer Aufblasdämmung - die richtige Wahl ist.

Weiterlesen zum Thema "Innenwand"

Erfahrungen & Fragen zum Thema Dämmung

Möglichst dünne Dämmung für Altbau-Sanierung gesucht

Ich plane die Totalsanierung eines Altbau-Gebäudes. Wir benötigen eine möglichst dünne Dämmung, die aber dennoch den gesetzl.Bedingungen entspricht. Wäremverbundsystem mit 16-er Platten nicht praktikabel wg. zuviel Auftrag an den Labungen. Welche Lösungen gibt es für uns?
Antwort von energie-konzept24 GbR

Ja, es gibt andere Dämmungsplatten mit weniger als 20 bzw. 16 cm. Stärke.

Wir können Ihnen z.B. ein EU zugelassenen Dämmstoff anbieten, MB 75 qm, mit einer Dicke von 1 cm. Dieses Material erfüllt alle Werte für eine konventionelle 20 cm Dämmung. Wenn Sie Interesse haben, freue ich mich über Ihren Hinweis. Gerne kann ich Ihnen ein Muster zur Verfügung stellen.

Montage können Sie selber machen oder durch uns erledigen lassen.

Anschluss von Heizkörpern: Abdichtung durch Hanf und Teflon?

Um unsere neuen Heizkörper anzuschließen, habe ich den Tipp bekommen, die Gewinde erst mit Hanf zu umwickeln und dann anschließend noch mal mit Teflonband. Dies soll den Vorteil haben, dass sich die Gewinde auch nach Jahren wieder einfach losschrauben lassen sollen. Habe mal ein bisschen versucht, mich im Internet schlau zu machen, konnte jedoch bisher nichts über die Kombination dieser beiden Abdichtungsmethoden finden. Kann man das bedenkenlos so machen oder ist es eher von Nachteil, beides zu kombinieren?
Antwort von Thomas Gebert Sanitär Heizung Klimatechnik

Sehr geehrte Damen und Herren,

so ein Gewinde sollte grundsätzlich nur mit Hanf aufgedichtet werden.
Die Hanfstelle bleibt feucht und elastisch wenn man den Hanf mit Neofermit oder Locherpaste
mit dem Finger nach dem aufdichten bestreicht. Teflon ist bei Heimwerkern sehr verbreitet und beliebt
aber eigentlich ungeeignet, ein klein bisschen zurück drehen und die Dichtstelle ist undicht.
Das passiert bei einer richtig aufgedichteten Hanfstelle nie!
Man muss folgendes beachten, das aufzudichtende Gewinde in die linke Hand nehmen mit der Öffnung
zum Körper, dann ein grobes Metallsägeblatt nehmen mit den Zähnen nach unten zeigend von hinten
nach vorne über das Gewinde ratschen (reiben). Dann enstehen auf diesem rechts Gewinde Häkchen die
den Hanf festhalten und er kann nicht wegrutschen oder weggedrückt werden! Auch sehr wichtig,
nicht zu dick aufpacken nur einen Tick dicker als die Gewindegänge und alles ist gut!
Aber das A und O ,ist das richtige aufrauhen gerade bei Messing oder Nickeloberflächen, Metallen!

Ich hoffe ich konnte helfen.

Gruß

Altes Dach isolieren, ohne die Dachziegel zu entfernen?

Welche Möglichkeiten gibt es, um ein altes Dach (Baujahr 1956) zwischen den Dachbalken nachträglich zu isolieren, ohne die alten Dachziegel entfernen zu müssen und die Rigipswände unterhalb der Sparren belassen zu können? Welche Methode ist auch für den handwerklich Begabten Hauseigentümer machbar? Kostenfaktor bei einer Hausgrundfläche von 10 m x 10 m Dachneigung 35 Grad? Das Dachgeschoss wurde in 1966 ausgebaut Wärmedämmung damals DIN 4108.
Antwort von "rolf kühnel bedachungen & bauspenglerei" Inh. Stephanie Kühnel

Dies ist nicht sehr einfach zu beantworten, generell gibt es 3 verschiedene Arten das Dachgeschoss zu dämmen:
1. den Dachboden selbst beispielsweise mit Styropordämmung und OSB-platten
2. eine Zwischensparrendämmung (dies war Ihre Frage)
3. oder eine Aufdachdämmung.

Den Dachboden kann man, wenn man handwerklich begabt ist, ruhig selbst machen da eine Dampfsperre bei diesem Baujahr nicht mehr von Nöten ist. (einfachste Variante)

Eine Aufdachdämmung ist mit vielen Dämmarten machbar. Vorzugsweise PU-Dämmplatten oder aber auch Holzfaserdämmplatten sind möglich. Hierzu benötigen Sie aber einen Dachdeckerfachbetrieb. Dies wird immer mit einer Dachsanierung kombiniert. Bei dem Alter des Hauses wäre diese höchstwahrscheinlich auch wirklich nötig.

Eine Zwischensparrendämmung ist hauptsächlich nur möglich, wenn von außen oder von innen die sperrende Schicht demontiert wird. Sprich entweder die Rigipsplatten oder die Dachziegel und Dachschalung (wenn vorhanden). Von einem Eigenausbau rate ich als Fachfrau zu hundert Prozent ab, da hier die Dampfdichtheit der Dampfbremsfolie zu 1000% Prozent gewährleistet werden muss. Ansonsten saugt sich die Dämmung mit Wasser voll und Sie haben nicht lange Freude damit. Von den Schäden, die dadurch entstehen, mal ganz abgesehen.

Sie haben noch eine weitere Möglichkeit zwischen den Sparren zu dämmen, ohne die Schichten innen oder aussen zu demontieren. Allerdings benötigen Sie hier auf jeden Fall eine spezielle Firma: Zellulose Einblasdämmung! Hierbei wird die geflockte Dämmung mittels Schläuchen in die Zwischenfelder eingeblasen.

Ob bei Ihnen dies allerdings möglich ist kann nur ein Fachbetrieb beurteilen, da ich nicht weiß ob hier schon eine Dampfbremsfolie vorhanden ist.

Ich hoffe ich konnte Ihnen ein wenig weiter helfen.

mit freundlichen Grüßen
Stephanie Kühnel

Scheune zum Wohnhaus umbauen: Alternativen zur herkömmlichen Förderung?

Ich habe vor drei Jahren ein kleines Grundstück mit Wohnhaus und Scheune gekauft. Das Wohnhaus habe ich inzwischen saniert mit Hilfe von BAFA und KfW Geldern (Programm 430; KfW-100). Nun möchte ich die Scheune zu einem Wohnhaus ausbauen. Hier wäre das Programm 430 nicht möglich heißt es, da es kein Wohngebäude war. Möglich wäre nur das Programm 153, also Sanierung um Effizienzhaus 55. Nun hat die Scheune aber Bruchstein-Wände mit einem knappen halben Meter Dicke. Mit der dann geforderten Dämmung käme ich auf Wände von 2/3 m, was von Wohngefühl dann schon recht grenzwertig ist. Punktuell könnte ich die geforderten Dämmdicken auch gar nicht realisieren wegen der Nähe zur Straße oder einer Außentreppe. Ich verstehe nicht, warum man hier einen Unterschied macht zwischen Wohngebäuden und Scheunen, und bei letzteren viel schärfere, kaum zu realisierende Forderungen stellt. Allgemeines Ziel zur Zeit ist doch angeblich die Schaffung von Wohnraum. Da kann man doch die Nutzung des rießigen Potentials heute ungenutzter Scheunen nicht ohne Not erschweren. Zumal der von mir angestrebte Wärmeschutz-Standard (etwa KfW 80) ja auch nicht gerade gering wäre. Können Sie mir das verständlich machen, oder haben Sie Alternativen?
Antwort von ENERGIEBERATUNG SANDAU

Zuvor unbeheizte Räume, die umgenutzt werden und eine neue Wohneinheit ergeben, sind wie Neubauten zu betrachten. Deswegen auch das Förderprogramm 153.
Die Dämmstärken liegen bei etwa 40cm - mehr nicht.

Freundliche Grüße
Carsten Sandau/Offenburg

Kosten von Reibeputz?

Wie ist es, wenn Reibeputz im Innenbereich angebracht werden soll pro Quadratmeter?
Antwort von ausbau-systeme-coeln GmbH

Die Kosten liegen bei ca. 20,- € je qm zuzügl. der ges. MwSt. in Höhe von 19% und schwanken je nach Körnung bis ca. 24,- €.
Jedoch müssen hier noch Kosten für grundieren und eventuelles Bearbeiten des Untergrunds, Abklebe- und Abdeckarbeiten nach Aufwand hinzugerechnet werden.

Erwerb einer alten Immobilie: Wie prüfe ich den Zustand vom Dach?

Wir möchten gerne eine Doppelhaushälfte kaufen, die 1920 gebaut wurde. Wie oder woran kann man erkennen, ob das Dach, der Dachstuhl bzw. die Dachziegel in Ordnung sind und ob man sie erneuern sollte? Auch die Balken und Holzlatten könnten in einem schlechten Zustand sein. Leider gibt es keine Information darüber, ob oder wann das Dach zuletzt saniert/erneuert wurde.
Antwort von Architekt Marc von Baumbach

Holen Sie sich auf jeden Fall vor dem Kauf einen unabhängigen Sachverständigen für eine Haus-Ankaufberatung, der nicht nur das Dach ansieht sondern auch auf potenzielle andere nicht auf den ersten Blick erkennbare Mängel und Schäden hinweist. Sind z.B. Umbauten in den 60iger bis 80iger Jahren erfolgt, müssen Sie mit vorhandenen Schadstoffen rechnen. Bei früher gerne von innen davor geklebten Styroporplatten mit Gipskarton besteht Schimmelgefahr etc. Beim Dach muss auf Holzschädlinge, mangelnde Luftdichtheit und Dämmung geschaut werden. Die Dachziegel selbst sind das kleinste Problem....
Eine Ankaufberatung kostet je nach Anbieter im Schnitt zwischen 250,- und 400,-€.
Ich war gerade erst in einem Haus, wo die Käufer sich "nur" einen Dachdecker vor dem Kauf geholt hatten und der sagte das Dach wäre in Ordnung. Ich habe ihnen gezeigt, das jetzt im Winter aufgrund mangelnder Luftdichtheit die Dämmung nass wurde und die Unterseiten der Ziegel vereist sind...

Einfamilienhaus von 1966: Grundsanierung + Renovierung: Beratung und Kosten?

Hallo, ich plane eine Komplettsanierung und Renovierung eines Einfamilienhauses aus dem Jahr 1966. Hierzu bin ich auf der Suche nach Kosteneinschätzungen und Fachprofis aus meiner Region: Was kostet eine Pelletheizung (zzgl. laufende Kosten) für ein Einfamilienhaus mit ca. 180 qm Wohnfläche, 2 Kellerräume dazu wären vorhanden? Was kostet die Verlegung von Echtholzparkett, mittlere Preisklasse für ca. 115 qm, davon sind 23 qm Granit zu entfernen? Was kostet eine Vollwärmedämmung eines EFH mit ca. 220 qm zu isolierende Fläche? Was kostet ein Trockenbau von ca. 2 Meter? Was kostet die Entfernung von ca. 9 Meter nicht tragenden Innenwänden zu entfernen? Was kostet ein Bauleiter? Was kostet Teppich zu verlegen, mittlere Preisklasse, alter Teppich zu entsorgen, ca. 90 qm? Was kostet ein Türrahmen mit zwei Türen, Scharniere zu jeder Seite und zwei Schallschutztüren aus Holz, weiß? Was kostet ein neuer Sicherungskasten mit F1 Sicherungen? Was kostet ein neues Balkongelände, Stahl gebürstet ca. 3 Meter? Was kostet ein Maler für die komplette Streichung eines Hauses in weißer Farbe, ca. 250 qm inkl. Keller (leer geräumt)? Was kostet ein Außenanstrich eines EFH Hauses, Farbe Grau, ca. 200 qm Fläche?
Antwort von Energieberater Kruft

Das sind ja ganz schön viele Fragen:

Was kostet eine Pelletheizung (zzgl. laufende Kosten) für ein Einfamilienhaus mit ca. 180 qm Wohnfläche, 2 Kellerräume dazu wären vorhanden?
Auf dem Lande ca. 20.000€ plus Lager, in Münschen etwa 10.000€ mehr


Was kostet eine Vollwärmedämmung eines EFH mit ca. 220 qm zu isolierende Fläche? Ohne Detailanpassungen 130 €/m² plus 20-30 € für ein System, das nicht nach 5 Jahren anfängt zu veralgen (mineralisches System), Öko nochmals 20-30 € extra (Schafwolle, Holzfaser, etc.)

-> mit Pellets+Vollwärmeschutz und noch ein wenig mehr ist sicherlich eine Förderung als Effizienzhaus möglich -> bis zu 30% Zuschuss, die man Vorher (!) beantragen muss, dazu kommt ggfs. noch BAFA und Bayern 10000

Was kostet ein Bauleiter? ohne Haftung 70-100 €/h brutto ansonsten nach HOAI= ca. Bausumme (inkl. Anteil mitzuverarbeitende Bausubtanz) x 5%

Was kostet ein Türrahmen mit zwei Türen, Scharniere zu jeder Seite und zwei Schallschutztüren aus Holz, weiß?


Was kostet ein Außenanstrich eines EFH Hauses, Farbe Grau, ca. 200 qm Fläche? mit Gerüst ca. 30-45 €/m²

Treppenhaus im Winter zu kalt

In unserem Treppenhaus ist es im Winter sehr kalt und im Sommer sehr heiß. Kann es sein, dass die Ursache Glasbausteine in der Außenwand sind? Falls ja, möchte ich gerne die Glasbausteine isolieren lassen. Wie macht man das am besten?
Antwort von Hartkorn Malerwerkstätte&Raumgestaltung

Glasbausteine haben eine sehr geringe Dämmwirkung der Wärmeverlust im Treppenhaus kommt sehr wahrscheinlich daher.
Es ist möglich eine Innendämmung direkt auf die Glasbausteine zu kleben, oder die Aussenseite mit einem Wärmedämmsytem zu dämmen.
Allerdings fehlt dann der Lichteinfall.

Haussanierung: Neue Fenster von Internorm in unserem Fall sinnvoll?

Wir sanieren gerade ein altes Siedlerhaus aus den 50ern: Das Haus hat leider nur eine 25cm (mit Innen-und Außenputz) 30cm Außenwand aus rheinischem Hohlblockbims! Bisher waren bzw. sind noch Holz-Alu-Fenster mit 2fach-Verglasung eingebaut! Das Dach lassen wir jetzt dämmen, da hier ab Kniestock früher gar nichts gedämmt war! Mein Sohn, der das Haus meiner Eltern beziehen will, möchte jetzt einige größere Schiebetüren einbringen lassen und auch die anderen Fenster sollen neu bzw. ersetzt werden! Mit den Dämmungen an den Außenwänden haben wir so viel negatives gehört und auch schon gesehen, dass wir hier eigentlich außen nur einen 20mm Dämmputz aufbringen wollen! Trotz der jetzigen noch guten Holz-Alu-Fenster, welche aus dem Jahr 1998 stammen und es sehr schade ist, sie überhaupt heraus zu nehmen, gab es bisher auch nie Probleme! Nur die Scheiben schwitzten etwas am unteren Rand bei größerer Kälte! Die Scheiben haben einen k-Wert, so wie er zu dieser Zeit noch hieß von 1,9 ! Die Rahmenstärke beträgt mit Aluschale schon 85mm! Auch sonst gibt es im ganzen Haus keinen Schimmel oder dergleichen. Lediglich der Keller hat feuchte Flecken, deshalb lassen wir das Haus ausschachten und bringen eine Bitumendickbeschichtung mit Noppenfolie auf! Das Haus ist jetzt zur Zeit völlig entkernt und die Fehlböden samt Putz haben wir entfernt! Die Kernsubstanz ist auch von den Balken her fast wie neu! Auch unsere Nachbarn haben alle in derselben Weise gebaut und in den letzten Jahren renoviert bzw. auch ihre Fenster erneuert! Aber mehrere haben auch aus Angst vor Feuchtigkeit im Innern keine Außendämmung angebracht! Kopfzerbrechen machen uns jetzt vor Allem die neuen Fenster, welche von Internorm sein sollen, da diese nach unserer Meinung qualitätsmäßig sehr gut sind und einen sehr schmalen Rahmen haben! Leider gehen auch die Meinungen von den Experten weit auseinander! Der eine sagt, nimm halt dann nur zweifach verglaste Fenster, ein anderer sagt, wenn man richtig heizt und lüftet macht das auch nichts bei Dreifachverglasung! Denn auch die Wände heizen sich ja auf! Am Ende steht der Bauherr da und muss wie immer alles selbst entscheiden was gut oder schlecht ist! Es wäre sehr nett, wenn Sie uns Ihre ehrliche Meinung sagen würden! Ich freue mich auf Meinungen und Hilfestellungen für unsere Entscheidung.
Antwort von Ingenieurbüro Winkler

Wenn neue Fenster eingebaut werden sollen, dann selbstverständlich gute Fenster mit mindestens einem 6-Kammer-Profil und Scheiben mit 3-fachverglasung! Und mit 3-facher Dichtungsebene und warmer Kante.

Die "warme Kante" verhindert auch Kondensat am unteren Rand, ebenso wie ein hoher Scheibeneinstand - alles Qualitätskriterien. Sonst können Sie auch Ihre hochwertigen Holz/Alufenster lassen. Nicht so gut wie neue mit 3-fachverglasung, die haben einen Uw-Wert von ca. 0,95 (mit Rahmen, förderfähig) aber bei 2-fachverglasung haben Sie einen Wert von ca. 1,5, das lohnt sich wirklich nicht.

Pro m² Außenfläche sind Fenster teure Bauteile, die meisten Einspareffekte haben Sie natürlich bei den großen Scheiben, kleinere Fenster werden sich kaum bemerkbar machen.
Die weit verbreitete Fehleinschätzung, dass Wärmedämmung Schimmel macht ist Quatsch, da hat jemand die Bauphysik falsch verstanden. Allerdings machen neue Fenster das Haus dichter, das sollen sie ja auch, schließlich wollen Sie ja warm und trocken ohne Zugluft wohnen und Heizkosten sparen.

Deshalb sollten Sie auch die Wand verbessern - mit einer außenliegenden Wärmedämmung, denn 20 mm Dämmputz bringen nicht viel. Aber eine Dämmung von 16 oder 18 cm (KfW-förderfähig) bringt sehr viel.
Wichtig ist eine fachgerechte Ausführung, die Fenster müssen mind. 3 cm überdämmt werden, deshalb am Besten fassadenbündig einsetzen und auch ansonsten die Vorgaben des Systemherstellers beachten! Durch Wärmedämmung (außen!) ist die Wand wärmer und auf warmer Wand kein Kondensat also kein Schimmel! Seien Sie die Ersten, die das Haus vernünftig modernisieren und vergleichen Sie Wohnklima und Heizkosten mit den anderen nicht gedämmten Häusern!

Beim Fenster auch auf den fachgerechten, luftdichten, Einbau achten, umlaufende, gedämmte Fuge und vernünftige Lastabtragung. Nicht auf die Mauer oder Fensterbank stellen, eine gedämmte Fuge muss dorthin! Gehört alles dazu, leider meistens nicht beachtet und wie vor 30 Jahren eingebaut.

Je nach dem wieviele Menschen in dem Haus wohnen muss man über die Lüftung nachdenken, Luftwechsel über Fensterfugen hat man ja nicht mehr (und "atmen" konnte das Haus vorher schon nicht), also ein bis zwei Lüfter einbauen, aber welche, die geeignet sind, leise, mit 4 oder 5 Watt je nach Luftfeuchtigkeit gesteuert.


Wenn keine Außenwanddämmung gemacht wird, dann sollten zumindest die Fensterleibungen von innen verbessert werden. Denn hier ist es sehr kalt und durch gestiegene Luftfeuchte kann dort Schimmel auftreten (wohlgemerkt nur ohne Dämmung von außen!)

Kellerwände mit Rigips verkleiden: Innendämmung notwendig?

Mein Betonkeller Neubau (2015) ist von aussen gedämmt (ca. 8 cm). Die Innenseite ist noch Beton natur. Diese Wände möchte ich nun mit Rigips verkleiden. Lohnt sich hier nochmals eine Dämmung oder ist dies evtl. sogar schädlich? Der Keller liegt an 3 Wänden zu etwa 2/3 im Erdreich.
Antwort von Günther

Wenn Sie den Keller von innen mit Rigips verkleiden möchten, empfehle ich Ihnen, dass nicht zu tun. Die Gefahr ist zu groß das Sie sich ein Schimmelproblem einhandeln können. Meine Empfehlung daher, verwenden Sie Calcium-Silikatplatten,achten Sie dabei auf die "allgemein bauaufsichtliche Zulassung für Innendämmung". Beachten Sie dabei die Verarbeitungsrichtlinien. Diese Lösung ist in Bezug zu Rigips mit höheren finanziellen Aufwand zu tätigen, aber es bleiben Ihnen teure Folgekosten und jede Menge Ärger erspart.

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