Methoden zum Dämmen eines Daches

Das Dach bildet eine nicht unerhebliche Fläche eines Hauses, durch die bei nicht ausreichender Dämmung viel Wärme entweicht. Experten schätzen den Wärmeverlust beim ungedämmten Dach auf fünfzehn bis zwanzig Prozent. Das Dach zu dämmen, ist daher oftmals eine Kosten sparende und sinnvolle Maßnahme - und bisweilen sogar Pflicht.
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Dach dämmen - die EnEV 2014 setzt die Rahmenrichtlinien

Verschiedene Arten der Dachdämmung von außen - Bildquelle © deinebaustoffe.de

Die Energieeinsparverordnung EnEV 2009 definiert bei Dachsanierungen Richtwerte für die maximalen Wärmeverluste über das Dach und stellt die Auflage, ein unzureichend gedämmtes Dach bei der Sanierung gleich mit zu dämmen.

Wer keine Dachsanierung plant, kann sich frei entscheiden, ob er nachträglich dämmen möchte oder nicht. Aufgrund der nach dem Dämmen oftmals deutlich sinkenden Heizkosten macht die Dachdämmung aber auch aus Eigeninteresse Sinn.

Dach dämmen beim Steildach und Flachdach

Die Art des Daches hat Einfluss auf die Möglichkeiten, es zu dämmen. Bei einem geneigten Dach und bei Steildächern (ab sieben Prozent Steigung) unterscheidet man beispielsweise die

  • Unter-,
  • Zwischen-, und
  • Aufsparrendämmung

als Varianten der Dachdämmung. „Dachsparren“ ist die Bezeichnung für die meist hölzerne tragende Dachkonstruktion, die von der Traufe (untere Tropfkante beim Dach) bis zum First (obere Dach-Kante) verläuft. Als Aufsparrendämmung bezeichnet man die Variante der Dach-Dämmung, mit der sich ein Dach von außen dämmen lässt.

Die nachträgliche Außendämmung des Dachs ist meistens einfacher zu realisieren als etwa eine nachträgliche Außendämmung des Kellers, gilt aber als die kostenintensivste Art, ein Steildach zu dämmen.

- bei der Dämmung des Steildachs (Unter-, Zwischen-, oder Aufsparrendämmung) gilt der max. U-Wert* von 0,24 W/(m² K)

Bei der Dämmung vom Flachdach setzt man in der Regel auf

  • Innen-, bisweilen aber auch auf
  • nachträgliche Außendämmung,

beispielsweise mit so genanntem PR-Hartschaum. Beim Flachdach lassen sich belüftete (mit einer Luftschicht zwischen den einzelnen Dachschichten) und unbelüftete Flachdächer sowie genutzte Flachdächer (z.B. als Dachterrasse) von unbenutzten unterscheiden. Die Konstruktion des Flachdachs hat Einfluss auf die optimale Art der Dämmung.

- bei der Dämmung des Flachdachs gilt der max. U-Wert* von 0,20 W/(m² K)

*U-Wert = Wärmedurchgangskoeffizienten

Auf dem Markt gibt es eine Vielzahl verschiedener Dämmstoffe

Heutzutage existiert eine Vielzahl von Dämmstoffen auf dem Markt, die sich fürs Dämmen von einem Dach eignen. Fachbetriebe für Dämmungsarbeiten können dem Hausherrn bei der Auswahl beratend zur Seite stehen. Sie sorgen auch für die richtige Lösung, um ein Eindringen von Kondenswasser in die Dachkonstruktion zu verhindern.

Im Rahmen eines gut durchdachten Energiekonzeptes zahlt es sich aus, zu prüfen, ob auch eine Wärmedämmung der Fassade im Verbund mit dem Dämmen vom Dach durchgeführt werden sollte.

Weiterlesen zum Thema "Fassade"

Erfahrungen & Fragen zum Thema Dach dämmen

Kaltdach dämmen und Temperaturschwankungen vermeiden

Ich möchte gerne mein Kaltdach (Neubau) dämmen, um die hohen Temperaturschwankungen zu vermeiden. Ich würde es als Speicher nutzen. Es handelt sich um ein Satteldach mit Zwerggiebel. Allerdings sehe ich ein echtes Problem, eine Folie als Dampfbremse einzuziehen, da ich bei den Querbalken und Sparren nicht überall abdichten kann. Gerade hin zur unteren Etage und der Dampfsperrfolie unter der 200er Dämmung. Kann ich z.B. auch die Dämmung teilweise z.B. nur auf der Südseite mit Klemmfilz versehen ohne Dampfsperre, um die Hitze der direkten Sonneneinstrahlung zu reduzieren oder erhöht sich dann auch schon die Gefahr der Schimmelbildung? Nach den Ziegeln kommt zurzeit nun eine fasrige Art Membranfolie, dann 200er Sparren. Prinzipiell bleibt ja alles von allen Seiten belüftet. Dicht werde ich den Spitzboden nie bekommen und das ist auch nicht das Ziel.
Antwort von Kai Köpke Trockenbau

Da Sie auf dem Dachboden nicht leben, sondern nur lagern ist das kein Problem. Pflanzen oder Fische (Wasser) werden sie auch nicht lagern. Es bleibt ein Kaltraum und somit ist alles gut. Es wird aber nicht viel nützen, denn miwo ist nicht empfehlenswert für den sommerlichen Hitzeschutz.

Wie kann man unser Dach dämmen?

Wir haben ein altes Haus, wo auf dem altem Dach das neue Dach draufgesetzt wurde. Wir wollen gerne den Dachboden dämmen, habe aber jetzt von mehreren gehört das es ein Problem gibt da das alte Dach zu dicht wäre (6-8 Schichten Dachpappe). Es fehle die Luftzirkulation und das würde zu Schimmel führen. Wir können also nicht einfach Dämmung rein machen und eine Dampfbremse drauf. Heute wurde uns die Dampfbremse SD2 empfohlen die würde wohl unser Problem beheben. Oder wir müssen 2cm zwischen Dämmung und Dach lassen und für eine externe Belüftung sorgen (Schlitz am ende des Dachen). Welche Variante wäre jetzt die Beste? Oder Beide zusammen? Oder doch eine andere Variante? Vielen Dank
Antwort von Dachdeckermeister Sven Thumstädter

Bei diesen Dachaufbau ist nur die Möglichkeit der "externen Belüftung " (Hinterlüftung) die fachlich richtige Ausführung.

Ansprechpartner für Dämmung eines kleinen Holzhauses in HH gesucht

Wir haben ein Grundstück gepachtet, auf welchem auch ein Gartenhaus (24qm) aus Holz steht. Da wir das Haus vom vorherigen Eigentümer übernommen haben, wissen wir nicht ganz genau, wie es aufgebaut wurde. Boden und Wände sind wohl etwas gedämmt (mit Mineralwolle??), die Wände sind wahrscheinlich so aufgebaut: Profilholz (ca. 2 cm außen - ca. 8 cm Dämmung – wieder Profilholz, ca. 2cm. Ganz genau wissen wir es aber nicht. Das Haus ist schon ca. 10 Jahre alt, es hat keine Feuchtigkeitsschäden oder ähnliches. Aber es hat einen extrem hohen Wärmeverlust. Im Sommer überhitzt es bei der kleinsten Sonneneinstrahlung, im Winter geht die Heizungswärme von drinnen innerhalb kürzester Zeit wieder verloren. Wir haben letztes Jahr das Dach dämmen lassen mit 80mm Holzfaserdämmplatte, weil wir eine 2.Ebene eingebaut haben zum Schlafen. Obwohl die Zwischendecke nur aus OSP-Platten besteht, speichert das „Dachgeschoss“ im Winter die Wärme schon viel besser als der Rest des Hauses. Im Sommer überhitzt es allerdings auch schnell. Wir würden gern wissen, ob es sich lohnt, Maßnahmen zu ergreifen für eine bessere Wärmespeicherung im Winter bzw. für besseren Hitzeschutz im Sommer und wenn ja, welche Maßnahmen dies sein müssten. An wen kann man sich denn diesbezüglich wenden? Wir haben einen befreundeten Tischler, aber so richtig kennt der sich mit Dämmaßnahmen etc. auch nicht aus. Und man hört ja auch immer wieder, dass bei Holzhäusern eine Dämmung nicht sooo viel bringt, solange keine Masse eingebracht wird. Haben Sie einen Tipp hier für den Raum Hamburg?
Antwort von Ingenieurbüro Winkler

Sicher kann man noch etwas machen, aber da spielen einige Faktoren eine Rolle, z. B. Vorhandene (Dach)-Fenster, jetziger Wandaufbau,tragende Bauteile... Schreiben kann ich das hier nicht alles, aber Sie können gerne anrufen, telefonisch lässt sich einiges besser erläutern.

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