Hartschaumplatten

Hartschaumplatten sind organisch-synthetische Dämmmaterialien, zu denen Polystyrol- und Polyurethan-Platten gehören. Beide Platten haben etwas andere Dämmeigenschaften und Einsatzgebiete. Alternativ kann Polyurethan auch als Dämmschaum genutzt werden.
Dieser Artikel wurde von
Christian Märtel für www.Daemmen-Und-Sanieren.de verfasst.
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Hartschaumplatten aus Polystyrol und Polyurethan im Vergleich

Hartschaumplatten bestehen aus einem verfestigten Schaum, wobei mit dem Begriff Hartschaumplatte vor allem Dämmplatten aus Polystyrol und Polyurethan gemeint sind. Unabhängig vom Material, aus dem die Hartschaumplatte hergestellt wurde, sind Hartschaumplatten relativ leicht und leiten Wärme schlecht, was für Dämmstoffe eine gute Eigenschaft ist. Es gibt allerdings auch Unterschiede zwischen den verschiedenen Hartschaumplatten.

Hartschaumplatte aus Polystyrol

Hartschaumplatten aus Polystyrol werden unter Markennamen wie Styropor oder Styrodur verkauft. Ausgangsstoff, aus dem Polystyrol produziert wird, ist Erdöl. Man unterscheidet Dämmplatten aus expandiertem Polystyrol (EPS) und extrudiertem Polystyrol (XPS). Die XPS-Hartschaumplatte ist druckstabiler und unempfindlicher gegenüber Feuchtigkeit als EPS-Platten.

Laut ökologischem Baustoffinformationssystem WECOBIS eignen sich XPS-Platten deshalb beispielsweise für eine der Witterung ausgesetzte Dach-Außendämmung geeignet, während man EPS Hartschaumplatten nicht für diese Variante der Dämmung verwendet. Weiterführende Informationen zu EPS- und XPS-Hartschaumplatten haben wir Ihnen auf einer gesonderten Seite zusammengestellt.

Hartschaumplatte aus Polyurethan

Polyurethan-Hartschaumplatten werden kurz auch als PUR-Hartschaumplatten bezeichnet. Mit ihnen eng verwandt sind aus Polyisocyanuraten hergestellte Dämmplatten, die abgekürzt als PIR-Platten bezeichnet werden. Hartschaumplatten mit diesen Materialien gelten als Platten mit bester Wärmedämmfähigkeit. Sie liegt in der Regel bei einem Wert von 0,020 bis 0,025 W/(m K). „W/(m K)“ ist die Einheit für Wärmeleitfähigkeit. Grundsätzlich gilt: Je geringer der Wert, desto geringer die Wärmeleitfähigkeit, desto höher die Wärmedämmung.

Die äußerst geringe Wärmeleitfähigkeit der PUR-Hartschaumplatte hat beispielsweise den Vorteil, dass mit einer weniger dicken Dämmschicht aus PUR-Hartschaumplatten oftmals dasselbe Dämmergebnis erzielt wird wie mit dickeren Dämmschichten aus anderen Materialien. PUR-Hartschaumplatten bestehen bisweilen aus einem Polyurethan-Kern sowie einer unteren und einer oberen Deckschicht, wobei die Deckschichten beispielsweise aus Aluminiumfolie sind.

PU Ortschaum als Alternative zur Hartschaumplatte

Die PUR-Hartschaumplatten konkurrieren bei den Dämmstoffen unter anderem mit PU Ortschaum. Anders als die Platten, wird der Ortschaum vor Ort flüssig aufgetragen, etwa als Dämmschicht auf ein Flachdach. Welche Variante sich am besten entscheidet, klärt man am besten mit einem Dämmungs-Fachbetrieb.

Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Polystyrol und Polyurethan

Einige wichtige Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Hartschaumplatten aus Polyurethan und Polystyrol wurden bereits genannt: Erdöl bildet die Grundlage beider Materialien. Die Wärmedämmfähigkeit beider Varianten der Hartschaumplatte ist hoch, aber die von Polyurethan- ist im Vergleich zu Polystyrol-Platten meistens etwas höher. Speziell für EPS-Platten spricht ein zumeist niedriger Preis der Hartschaumplatten.

Hartschaumplatten sind nur eine der möglichen Dämmplatten, die zur Auswahl stehen. Es gibt weitere über die sich auf unseren Seiten informieren können, um die für eigenen Zwecke beste herauszufinden.

Weiterlesen zum Thema "Styroporplatten"

Erfahrungen & Fragen zum Thema Hartschaumplatten

Kann man einen Schrank mit Hartschaumplatten dämmen?

Wir haben einen Einbauschrank, der für Textilien genutzt wird im Dachgeschosse eines Haus aus dem Baujahr 1951, welches vor kurzem gekauft wurde. Die Rückwand des Schrankes zeigt zur ungedämmten/unausgebauten Aussenseite des Daches (Dachschräge/Walmdach). Nun haben wir festgestellt, dass die Rückwand des Schrankes nur aus einer relativ dünnen Holzplatte besteht. Wir haben aus Kostengründen vor vorerst die Innenseite des Schrankes mit relativ dünnen (2 cm ??) Dämm- bzw. Hartschaumplatten zu verkleiden um die Kälteeinwirkung zu reduzieren. Was können Sie empfehlen?
Antwort von Gebr. Büttgenbach

Hallo.

Das wird nicht funktionieren, da man mit 2 cm so gut wie keine Dämmwirkung erzielt. Eine Innendämmung ist immer Problematisch da der Taupunkt immer mehr ins innere des Hauses wandert und Kondensat im schlimmsten Fall Schimmel hervor ruft.
Freundliche Grüße
DDM Guido Büttgenbach

Hartschaumplatten schneiden

1. Sind PUR-Hartschaumplatten mit Heizdrahtschneider zu schneiden? 2. Gibt es für diese bei Verwendung im WDVS (Außendämmung) geeignete Vor-Putz (Einlagerung der Armierung) und Hauptputzsysteme wie etwa bei XPS-Platten?
Antwort von Just Immobilien u. Bauservice

Bei Wärmedämmverbund-Systemen werden die Polyurethan-Dämmplatten mit Klebemörtel/oder-schaum auf der Außenwand aufgeklebt und mit Dübeln mechanisch befestigt. Auf die Dämmplatten wird anschließend eine mehrlagige, armierte Schicht aus Armierungsmörtel, Armierungsgewebe und Oberputz aufgebracht. Klebemörtel/-schaum, Dübel, Dämmstoff, Armierungsschicht, Armierungsgewebe und Oberputz müssen aufeinander abgestimmt, als Gesamtsystem geprüft und bauaufsichtlich zugelassen sein.
Anstelle des üblichen Heißdrahts erfolgt das mechanische Schneiden des Dämmstoffs mit Messer oder Säge.

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