Vielseitiges Dämmen mit Holzfaser Dämmplatten

7. Oktober 2020
Holzfaser Dämmplatten bestehen aus Restholz heimischer Hölzer. Holzfaserplatten Dämmung zählt also zu den nachwachsenden Dämmmaterialien. Zusätzlich sind keine langen Transportwege nötig. Holzfaser Dämmplatten zählen zu den am häufigsten verwendeten Dämmstoffen unter den Naturdämmstoffen neben der Zellulose und sind seit den dreißiger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts im Einsatz.
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Holzfaser Dämmplatten - Dämmstoff aus Restholz

Holzfaser Dämmplatten werden, wie auch die Holzwolle Dämmung, aus Restholz hergestellt, hauptsächlich in Form Hackschnitzeln aus Schwarten oder Spreißeln. Holzfaserplatten Dämmung wird im Trocken- oder Nassverfahren hergestellt. Oftmals werden Holzfaser Dämmplatten ohne zusätzliche Bindemittel produziert.

Holzfaser Dämmplatten bei der raumseitigen InnendämmungBündiges Verkleben von Holzfaser Dämmplatten bei raumseitiger Montage | Bild: Verband Holzfaser Dämmstoffe e.V.

Im Nassverfahren wird das zerkleinerte Restholz Druck, knapp 400 Grad Celsius ausgesetzt und bei der Trocknung Wasser hinzugegeben. Das Harz im Holz sorgt dabei für die Bindung der Holzfasern. Im Trockenverfahren wird das Holz direkt verleimt und getrocknet. Zusätze wie Ammoniumsulfat verbessern die Brandschutzeigenschaften und die Resistenz gegen Schimmel. Holzfasern werden bisweilen auch als lose Dämmstoffe in Schüttung genutzt.

Holzfaser Dämmplatten sind fast überall einsetzbar

Holzfaser Dämmplatten können eingesetzt werden für:

  • eine vor der Witterung geschützte Dachaußendämmung unter der Dachdeckung und/oder unter der Abdichtung,
  • die Dämmung zwischen oder unter den Dachsparren,
  • die Innendämmung von Decken oder Bodenplatten unter Estrich (mit oder ohne Schallschutzanforderungen).

Beim so genannten Umkehrdach mit der Witterung ausgesetzter Dämmung sind Holzfaser Dämmplatten nicht einsatzbar. Holzfaser Dämmplatten eignen sich auch nicht für Perimeterdämmung oder Kerndämmung. Bei Wänden eignet sich Holzfaserplatten Dämmung etwa für die Innendämmung, die Fassadendämmung hinter Verkleidung oder Putz und die Dämmung von Raumtrennwänden. Lose verwendet man Holzfasern auch zur Kerndämmung.

Holzfaser Dämmplatten sind auch im Schallschutz ein erprobtes Material

Holzfaserplatten Dämmung ist ein (Fast-) Alleskönner. Holzfaserplatten Dämmung hält nicht nur die Wärme im Haus. Sie schützt zugleich gut vor Schall, speichert sommerliche Wärme und hält sie vom Hausinneren fern. Die Wärmeleitfähigkeit kann jedoch höher als bei anderen natürlichen Dämmstoffen wie der Flachsdämmung sein (hohe Wärmeleitfähigkeit = schlechte Dämmeigenschaft).

Wärmeleitfähigkeit: 0,040 – 0,060 W/(m K)
Dichte pro Kubikmeter: 170 - 230 Kg/m³
Baustoffklasse: B2 (normalentflammbar)
Preise: 40€ pro m² (Orientierungswert)

Die Werte beziehen sich auf Holzfaser Dämmplatten, nicht auf lose Holzfaser-Dämmung. Weitere Informationen zu Eigenschaften der Dämmstoffe geben auch Hersteller. Zudem stehen Fachbetriebe für Dämmungsarbeiten als Berater zur Verfügung.

Spielt die Natürlichkeit des Dämmmaterials keine, die geringe Wärmeleitfähigkeit jedoch eine große Rolle, sind PUR Dämmplatten eine gute Alternative zu Holzfaser Dämmplatten.

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Erfahrungen & Fragen zum Thema Holzfaser Dämmplatten

Welche Vor und Nachteile haben Polyurethan bzw. Holzfaserplatten?

Welche Vor und Nachteile haben Polyurethan bzw Holzfaserplatten? Hier sind nicht die allgemeinen Eigenschaften sondern die Summen der Vorteile und der Nachteile erfragt, damit die Entscheidung leichter fällt. Zum Beispiel der Abschluss des Materials an gerade oder geschwungenen Mauern/Balken, den Einbau von Balken, die Dämmung zwischen den Balken und darüber, eine eventuell längere Dachbodentreppe und höhere Leibung bei höherer Dämmnotwendigkeit. All diese Eigenschaften habe ich schon zusammengetragen.
Antwort von DACH-BAU-SERVICE & SOLARBERATUNG BUNZEL

Hallo liebe(r) Fragende(r),
jede der beiden Dämmungen hat ihre Berechtigung am Markt. Ich denke das die Wahl eher eine grundsätzliche Entscheidung auf Grund der Basiseigenschaften und der eigenen Werte bezüglich der Nachhaltigkeit ist. Solche Eigenschaften wie Brandverhalten, Schallschutz, Sommerlicher Wärmeschutz, vorhandener Bauteilaufbau, Diffussionsoffenheit usw.
Eine konkrete Empfehlung, welcher Dämmstoff zum Einsatz kommen sollte, geht nicht ohne Kenntnis des Einbauortes und der vorhanden Konstruktion. Die angesprochenen baulichen Veränderungen durch den Einsatz der jeweiligen Dämmung und die damit verbundenen Folgekosten spielen bei der Entscheidung ebenfalls eine Rolle. Sie werden wohl nicht umhinkommen eine konkrete Anfrage an einen Fachmann zu stellen, um eine Entscheidung treffen zu können.

Mit freundlichen Güßen
R.Bunzel

Kann die Dämmung in diesem Fall abrutschen? Wärmebrückengefahr?

Die Außenwand ist gedämmt mit Holzfaser Fassadenplatten außen und verputzt innenseitig habe ich jedoch senkrechte Holzständer Abstand 40 cm und tiefe 120 cm Die würde ich gerne mit 120 cm Klemmfilz isolieren ca 2.20 m hoch. Jetzt habe ich bedenken das der Klemmfilz im laufe der Jahre nach unten rutscht und sich oben starke Wärmebrücken bilden. Ist die Annahme gerechtfertigt?
Antwort von Kirchmayer Bausanierung

Ich nehme an, dass sie 120 mm meinen und nicht 120 cm.
Wenn der Klemmfilz fachgerecht eingebracht ist und das Gefache zum Zeitpunkt der Ausführung voll ausfüllt hat er keine Gelegenheit nach unten zu rutschen.
Bitte vergessen Sie bei Ihrer Dämmung nicht, einen Fachmann hinzuzuziehen hinsichtlich der notwendigen Dampfsperrfolie. Sie muss den richtigen sd-Wert haben und natürlich fachgerecht verklebt werden. Da sind dann auch Steckdosendetails, etc. fachgerecht einzuarbeiten.

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