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Dämmstoffe & Dämmmaterial: Kategorien und Eigenschaften

Dämmstoffe sind Stoffe wie Polyester, künstliche Mineralfasern oder Naturstoffe wie Kork, Hanf oder Kokosfasern. Dämmstoffe werden anhand der Norm DIN 4108-10 kategorisiert. Mit Ausnahme loser Dämmstoffe zur Einblasdämmung, wird aus den Dämmstoffen Dämmmaterial produziert. So werden aus Baumwolle beispielsweise Dämmmatten produziert und Polyurethan wird als Dämmmaterial in Form von Korkplatten genutzt.
Dieser Artikel wurde erstellt von:
Christian Märtel, Redakteur www.Daemmen-Und-Sanieren.de
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Dämmstoffe & Dämmmaterial: mineralisch, synthetisch oder pflanzlich?

DämmstoffeDämmmaterial aus Mineralwolle,
Bild: FMI Fachverband Mineralwolleindustrie e.V.
Zwei Eigenschaften haben alle Dämmstoffe und die aus ihnen produzierten Dämmmaterialien: ihr Volumen ist relativ groß, während sie ein geringes Gewicht aufweisen, da sie kleine und kleinste Hohlräume besitzen. Dämmstoffe lassen sich in mineralische, synthetische und pflanzlich/tierische Dämmstoffe unterteilen.

Zur mineralischen Variante gehören Dämmstoffe wie Schaumglas, Glasgranulate und Mineralschaum. Beispiele für synthetische Dämmstoffe sind Polyester und Polyurethan. Aus ihnen wird Dämmmaterial wie Polyester-Dammmatten und Polyurethan-Hartschaumplatten gefertigt.

Pflanzlich/tierische Dämmstoffe sind unter anderem Baumwolle, Kork oder Holzfasern. Baumwolle eignet sich als Dämmmaterial in Mattenform, während Kork und Holzfasern als so genannte Schüttungen oder für Dämmplatten Verwendung finden. Hier finden Sie eine informative Zusammenstellung der gängigen Naturdämmstoffe. Neben diesen Kategorien gibt es noch synthetisch-mineralische Dämmstoffe wie Mineralfasern, aus denen Dämmmaterial wie Matten oder Platten gefertigt wird.

Dämmstoffe – Konsistenz und Weiterverarbeitung

Dämmmaterial gibt es in Form von Dämmmatten oder Dämmplatten. Bisweilen werden auch nicht weiter verarbeitete Dämmstoffe als Schüttungen verwendet oder als Kerndämmung in Wand-, Decken- oder Bodenzwischenräume eingeblasen.

Dämmstoffe liegen in unterschiedlichen Konsistenzen mit jeweils eigenen Eigenschaften vor. Sie können als mineralische Fasern oder als Fasern aus natürlichem organischem Material vorliegen. Auch Schäume, etwa künstliche organische Schäume, werden eingesetzt.

Polyurethan-Hartschaum ist ein Beispiel für schaumförmige Dämmstoffe. Ein Spezialfall ist die transparente Dämmung. Hier werden so genannte Aerogele eingesetzt. Transparente Dämmung kann Sonnenwärme über die Hauswand direkt im Hausinneren nutzbar machen.

Bei Dämmstoffen entscheidet nicht nur die Wärmeleitfähigkeit

Die Auswahl der Dämmstoffe ist abhängig von der Art der Wärmedämmung. Dämmstoffe und das aus ihnen produzierte Dämmmaterial haben diverse Eigenschaften, die bei Dämmmaßnahmen wichtig sind. Zu ihnen zählen:

  • die Schallschutzeigenschaften,
  • der Grad der möglichen Verformung,
  • die Zugfähigkeit,
  • die Druckbelastbarkeit,
  • der Grad der Wasseraufnahme.

Eine besonders wichtige Eigenschaft der Dämmstoffe ist die möglichst geringe Wärmeleitfähigkeit. Um Dämmstoffe hier schnell einschätzen zu können, wird jedem Dämmstoff eine so genannte Wärmeleitfähigkeitsgruppe zugeordnet.

Brandschutz – eine weitere wichtige Eigenschaft

Brandschutz spielt bei Wärmedämmverbundsystemen (WDVS) wie auch bei Innendämmung eine wichtige Rolle. Dämmstoffe und das aus ihnen hergestellte, zur Wärmedämmung genutzte Dämmmaterial wird mit diversen Untergruppen in die Baustoffklassen „A“ (nicht brennbar) und „B“ (entflammbar) eingeteilt.

Dämmstoffe der Klasse B1 sind schwer entflammbar und Dämmstoffe der Klasse B2 normal entflammbar, während Dämmmaterial aus Stoffen der Klasse B3 leicht entflammbar ist. Stoffe der Klasse B3 dürfen beim Bau nicht mehr verwendet werden.

Die gebräuchlichsten Dämmstoffe in der Übersicht

Dämmstoff Kosten pro qm Vor- und Nachteile
EPS 5 - 15 Euro + Preisgünstiger Dämmstoff
- Hoher Energieaufwand bei der Herstellung
Blähton / Schaumglas 50 - 70 Euro + Beständig gegen Feuchtigkeit und Frost
+ Gut geeignet als Hitzerschutz
- Relativ schlechte Wärmedämm-Eigenschaft
Hanf 10 - 30 Euro + sehr gute feuchtigkeitsregulierende Wirkung
+ Umweltfreundlich / Niedriger Energiebedarf bei Herstellung
- Dämmwirkung geringer als PUR
PUR / PIR 10 - 19 Euro + Sehr gute Dämmeigenschaften
- Hoher Energieaufwand bei der Herstellung
Holzfaser 35 - 40 Euro + Guter Schutz vor sommerlicher Hitze
+ Umweltfreundlich
Steinwolle 5 - 21 Euro + Nicht brennbar
- Viel enthaltene Schadstoffe
Perlite 20 - 45 Euro + vielseitige Einsatzmöglichkeiten
- Hoher Energieaufwand bei der Herstellung

Darüber hinaus finden Sie bei uns weitere Informationen zu Dämmmaterial wie XPS, Flachs, Schafwolle, Schilf, Kork, Kokosfasern, Glaswolle und Zellulose.

Fachbetriebe für Dämmung können Bau- und Hausherrn bei der Auswahl der Dämmstoffe und vom Dämmmaterial helfen.

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Erfahrungen & Fragen zum Thema Dämmstoffe

Möglichst dünne Dämmung für Altbau-Sanierung gesucht

Ich plane die Totalsanierung eines Altbau-Gebäudes. Wir benötigen eine möglichst dünne Dämmung, die aber dennoch den gesetzl.Bedingungen entspricht. Wäremverbundsystem mit 16-er Platten nicht praktikabel wg. zuviel Auftrag an den Labungen. Welche Lösungen gibt es für uns?
Antwort von energie-konzept24 GbR

Ja, es gibt andere Dämmungsplatten mit weniger als 20 bzw. 16 cm. Stärke.

Wir können Ihnen z.B. ein EU zugelassenen Dämmstoff anbieten, MB 75 qm, mit einer Dicke von 1 cm. Dieses Material erfüllt alle Werte für eine konventionelle 20 cm Dämmung. Wenn Sie Interesse haben, freue ich mich über Ihren Hinweis. Gerne kann ich Ihnen ein Muster zur Verfügung stellen.

Montage können Sie selber machen oder durch uns erledigen lassen.

Brandfestes, dünnes Dämmmaterial gesucht

Es geht um ein Einfamilienhaus, Baujahr 1965. Eine Satteldachkonstruktion bestehend aus Holzbalken (30cm x 10 cm), aufgenagelter Bretterschalung, die aus architektonischen Gründen von innen sichtbar bleiben sollen, darauf Lattung mit Konterlattung, Plastikfolie (Windschutz) und dazwischen Mineralwolle von 3 cm Stärke als Dämmung. Dazu eine Dachhaut aus kleinteiligen Eternitplatten. Die Dachhaut und die Dämmung müssen erneuert werden. Gibt es moderne und brandfeste Dämmmaterialien von nur 3 cm Stärke, sodass die Holzbalken nicht aufgesattelt werden müssen?
Antwort von Bauhofer Dachtechnik GmbH

Die Dämmung muss auf jeden Fall feuerfest sein und da kommt nur Rockwool in Frage.

Deshalb stimme ich der Antwort von Herr Pluta voll und ganz zu!

Kosten einer Dachdämmung & Dämmmethoden

Wie teuer ist es, ein Dach zu dämmen? Ab wann rechnet sich eine Dämmung? Welche Arten von Dämmung gibt es überhaupt?
Antwort von Kirchmayer Bausanierung

Wie teuer ist ein Kilo BMW ? ...........

Die Frage ist leider vergleichbar. Zur Beantwortung benötigt man den Plan, die Fläche, die Umstände, ob zwischen den Sparren innen oder auf dem Dach gedämmt werden soll, um welche Dämmung es sich handelt (Mineralwolle, Schafwolle, Hartschaum, ISo-Wood o. ä. , etc. ) wie stark die Dämmung ist und welche Wärmeleitzahl sie haben muss. Dazu benötigt man erst mal einen zertifizierten Energieberater, der das berechnet. Dazu wiederum ist wichtig zu wissen ob eine KfW-Förderung angestrebt wird. wie sich die Dämmung rechnet, bzw. amortisiert, dass hängt vom derzeitigen Energieverbrauch ab und dann muss der Energieberater berechnen wie hoch der Energieverbrauch, bzw. Bedarf nach der Dämmmassnahme ist.

Viele Grüße !
J. Kirchmayer
Kirchmayer-Bausanierung

Zwischensparrendämmung: richtiges Dämmmaterial gesucht

Zwischensparrendämmung von Außen bei einer Sparrenhöhe von 16 cm: Gibt es Dämmmaterial max. 16 cm mit welchem der U wert 0,24 W / m2 K erreicht wird , ohne eine Aufsparrendämmung?
Antwort von Bedachung Gemünd

Steinwolle hoher Dämmert und guter Schallschutz.

Welches Dämmmaterial für Zwischensparrendämmung schützt am besten vor Sommerhitze?

Welches Dämmmaterial für Zwischensparrendämmung schützt am besten vor Sommerhitze? Wie gross ist der Isolierunterschied zwischen 16cm und 20cm Dämmung punkto Kühlhalteeffekt im Sommer? Welche Abdeckung: Gipsplatten oder Holz dämmt optimaler?
Antwort von Opheys Bedachungen GmbH & Co.KG

Polyurethandämmplatten schützen länger vor der Sommerhitze haben ja auch einen besseren U-Wert sind aber auch wesendlich teurer. Sehr wichtich ist aber bei allen Dämmstofffarianten das diese Hohlraumfrei ( Wärmebrückenfrei) verarbeitet ist. Zwischen 160 und 200 mm ist schon ein etwas grösserer Unterschied gerade bei Mineralwolle ist der Materialkosten unterschied nicht so groß und die Verarbeitungszeit ist nur unwesentlich größer so das sich die Mehrkosten schon lohnen können. Holz wäre dann schon besserda Holz einen wesentlich besseren U-Wert hat= bessere Wärmedämmwirkung und auch ein besseres Raumklimagefühl hat

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