Die Außendämmung in der Themenübersicht

Über Fenster, Türen und andere Stellen am Haus kann Wärme ungehindert nach außen entweichen. Neben der Wärmedämmung von innen kann die Außendämmung eine ökonomische Lösung sein. Als Außendämmung bezeichnet man eine Wärme­dämmung, die außen am Haus angebracht wird. Eine Außendämmung kann an allen Bauteilen aufgebracht werden, vom Dach über die Fassade bis hin zu den Keller­wänden.
Dieser Artikel wurde von
Thorben Frahm für www.Daemmen-Und-Sanieren.de verfasst.
Jetzt Fachbetriebe für Ihr Projekt finden
  • Fachbetriebe vor Ort finden
  • Mit einer Anfrage bis zu 5 Angebote erhalten
  • Garantiert einfach, kostenlos und unverbindlich!
DämmungAußendämmung

Außendämmung reduziert Energieverluste und erhält den Wohnraum

Eine gute Außendämmung hält nicht nur die Wärme im Haus,
sondern schützt auch vor Lärm,
Bild: SCHLAGMANN Baustoffwerke GmbH & Co. KG
Eine gute Außendämmung trägt beim Neubau dazu bei, den Energieverbrauch im Rahmen der Energieeinspar­verordnung EnEV 2009 für den Primärenergiebedarf einzuhalten. Der Primärenergiebedarf berücksichtigt etwa beim Heizöl neben dem eigentlichen Heizenergieverbrauch den Verbrauch von Energie bei der Umwandlung von Erd- in Heizöl.

Aber auch im Altbau spart die Außendämmung am Haus Energie und steigert zusätzlich den Wert der Immobilie. Hausbereiche, die für eine Außen­dämmung in Frage kommen, sind etwa die Fassade, die Kellerwände und das Dach. Falls Hausherrn etwa das Dach dämmen oder die Fassade ihres Hauses sanieren, wird die Einhaltung der EnEV 2009 - Vorgaben zur Pflicht.

Nicht vorgegeben ist allerdings, ob der Hausherr dieser Pflicht mit einer Innendämmung oder einer Wärme­dämmung von außen nachkommt. Durch Außendämmung werden so genannte Wärmebrücken, durch die Wärme besonders schnell entweicht, besser vermieden als bei einer Wärmedämmung von innen.

Vor- und Nachteile der Außendämmung

  • Die Innenraumfläche eines Hauses verringert sich durch Außendämmung nicht, die nutzbare Fläche bleibt also erhalten.
  • Die Außendämmung ist allerdings kostenintensiver als die Innendämmung, wenn sie nicht im Verlauf einer ohnehin anstehenden Sanierung gleich mit durchgeführt wird.
  • Bei einem denkmalgeschützten Haus ist eine Außendämmung als Wärmedämmung nicht immer zulässig, hier sind vor den Maßnahmen unbedingt weitere Informationen einzuholen.

Varianten & Vorgehensweisen bei der Außendämmung

Für die Wärmedämmung von außen stehen dem Bau- oder Hausherrn eine Vielzahl von Materialien und möglichen Lösungen zur Verfügung, wobei nicht jede Methode der Außendämmung für alle Bauteile geeignet ist.

  • Entscheidet man sich etwa für die Außendämmung der Fassade eines Bestandsbaus, kann man sich beispielsweise für das bereits genannte Wärmeverbundsystem oder auch für so genannte Vorhang-Fassaden entscheiden.
  • Beim der Dachdämmung werden bei einer Außendämmung die Dämmstoffe meist im Rahmen einer Aufsparrendämmung aufgebracht.
  • Bei zweischaligem Mauerwerk mit einer inneren und einer äußeren Mauerschale ist auch eine Einblasdämmung zur Kerndämmung der Außenwand möglich. Bei ihr wird das Material für die Wärmedämmung in den Zwischenraum eingeblasen.
  • Eine weitere Art der Außendämmung ist die Perimeterdämmung. Sie bezeichnet die Wärmedämmung von Bauteilen, die außen das Erdreich berühren. Dies betrifft etwa eine Dämmung der Wände vom Keller oder der Haus-Bodenplatte.

Dämmstoffe sollten situationsbezogen gewählt werden

Ebenso vielfältig wie die Arten der Außendämmung sind die Dämmstoffe, die bei den Maßnahmen zum Einsatz kommen. Bestandteile einer Wärmedämmung können etwa Dämmplatten aus Styropor, Mineralwolle oder Hartschäumen sein. Für eine Einblasdämmung kommen beispielsweise Zellulose-Flocken, Holzfasern oder auch Granulate in Frage.

Je nach Art der Außendämmung und der zu dämmenden Bauteile rücken Eigenschaften wie Druckbelastbarkeit, Wasseraufnahme und Zugfestigkeit in den Vordergrund. Besondere Anforderungen stellt die Perimeterdämmung an die Außendämmung.

Fachbetriebe für Dämmung geben gerne Auskunft über Dämmstoffe und ihre Eignung für die Außendämmung am individuellen Bauobjekt.

Weiterlesen zum Thema "Dach"

Erfahrungen & Fragen zum Thema Außendämmung

Neuer Heizungstyp für altes Bauernhaus: Was ist ratsam?

Es geht um die Sanierung eine alten Bauernhauses, Baujahr 1950. Die Außendämmung und neue Kunstoff-Fenster wurden bereits gemacht. Momentan stehen für den Wohnraum EG und OG jeweils 70qm Wohnfläche, 5 Öl-Einzelöfen und 3 Elektro Boiler für Warmfasser zur Verfügung. Welcher Heizungstyp ist ratsam für dieses Objekt? Das Dach kann mit 5 KwP Photovoltaik bestückt werden. Es ist keine Warmwasserverrohrung vorhanden... Über einen Tipp würde ich mich wirklich freuen!
Antwort von Ingenieurbüro Winkler

Der Herr Creifelds hat recht, es kommt drauf an.... Ein sachverständiger Energieberater (unabhängiger Ingenieur, kein Verkäufer von irgendwas) sollte sich das ansehen.

Zum Thema Fördermittel: Bei Einsatz von Brennwerttechnik gibt es eine 15%ige Förderung auf alle Maßnahmen.

Haussanierung: Neue Fenster von Internorm in unserem Fall sinnvoll?

Wir sanieren gerade ein altes Siedlerhaus aus den 50ern: Das Haus hat leider nur eine 25cm (mit Innen-und Außenputz) 30cm Außenwand aus rheinischem Hohlblockbims! Bisher waren bzw. sind noch Holz-Alu-Fenster mit 2fach-Verglasung eingebaut! Das Dach lassen wir jetzt dämmen, da hier ab Kniestock früher gar nichts gedämmt war! Mein Sohn, der das Haus meiner Eltern beziehen will, möchte jetzt einige größere Schiebetüren einbringen lassen und auch die anderen Fenster sollen neu bzw. ersetzt werden! Mit den Dämmungen an den Außenwänden haben wir so viel negatives gehört und auch schon gesehen, dass wir hier eigentlich außen nur einen 20mm Dämmputz aufbringen wollen! Trotz der jetzigen noch guten Holz-Alu-Fenster, welche aus dem Jahr 1998 stammen und es sehr schade ist, sie überhaupt heraus zu nehmen, gab es bisher auch nie Probleme! Nur die Scheiben schwitzten etwas am unteren Rand bei größerer Kälte! Die Scheiben haben einen k-Wert, so wie er zu dieser Zeit noch hieß von 1,9 ! Die Rahmenstärke beträgt mit Aluschale schon 85mm! Auch sonst gibt es im ganzen Haus keinen Schimmel oder dergleichen. Lediglich der Keller hat feuchte Flecken, deshalb lassen wir das Haus ausschachten und bringen eine Bitumendickbeschichtung mit Noppenfolie auf! Das Haus ist jetzt zur Zeit völlig entkernt und die Fehlböden samt Putz haben wir entfernt! Die Kernsubstanz ist auch von den Balken her fast wie neu! Auch unsere Nachbarn haben alle in derselben Weise gebaut und in den letzten Jahren renoviert bzw. auch ihre Fenster erneuert! Aber mehrere haben auch aus Angst vor Feuchtigkeit im Innern keine Außendämmung angebracht! Kopfzerbrechen machen uns jetzt vor Allem die neuen Fenster, welche von Internorm sein sollen, da diese nach unserer Meinung qualitätsmäßig sehr gut sind und einen sehr schmalen Rahmen haben! Leider gehen auch die Meinungen von den Experten weit auseinander! Der eine sagt, nimm halt dann nur zweifach verglaste Fenster, ein anderer sagt, wenn man richtig heizt und lüftet macht das auch nichts bei Dreifachverglasung! Denn auch die Wände heizen sich ja auf! Am Ende steht der Bauherr da und muss wie immer alles selbst entscheiden was gut oder schlecht ist! Es wäre sehr nett, wenn Sie uns Ihre ehrliche Meinung sagen würden! Ich freue mich auf Meinungen und Hilfestellungen für unsere Entscheidung.
Antwort von Ingenieurbüro Winkler

Wenn neue Fenster eingebaut werden sollen, dann selbstverständlich gute Fenster mit mindestens einem 6-Kammer-Profil und Scheiben mit 3-fachverglasung! Und mit 3-facher Dichtungsebene und warmer Kante.

Die "warme Kante" verhindert auch Kondensat am unteren Rand, ebenso wie ein hoher Scheibeneinstand - alles Qualitätskriterien. Sonst können Sie auch Ihre hochwertigen Holz/Alufenster lassen. Nicht so gut wie neue mit 3-fachverglasung, die haben einen Uw-Wert von ca. 0,95 (mit Rahmen, förderfähig) aber bei 2-fachverglasung haben Sie einen Wert von ca. 1,5, das lohnt sich wirklich nicht.

Pro m² Außenfläche sind Fenster teure Bauteile, die meisten Einspareffekte haben Sie natürlich bei den großen Scheiben, kleinere Fenster werden sich kaum bemerkbar machen.
Die weit verbreitete Fehleinschätzung, dass Wärmedämmung Schimmel macht ist Quatsch, da hat jemand die Bauphysik falsch verstanden. Allerdings machen neue Fenster das Haus dichter, das sollen sie ja auch, schließlich wollen Sie ja warm und trocken ohne Zugluft wohnen und Heizkosten sparen.

Deshalb sollten Sie auch die Wand verbessern - mit einer außenliegenden Wärmedämmung, denn 20 mm Dämmputz bringen nicht viel. Aber eine Dämmung von 16 oder 18 cm (KfW-förderfähig) bringt sehr viel.
Wichtig ist eine fachgerechte Ausführung, die Fenster müssen mind. 3 cm überdämmt werden, deshalb am Besten fassadenbündig einsetzen und auch ansonsten die Vorgaben des Systemherstellers beachten! Durch Wärmedämmung (außen!) ist die Wand wärmer und auf warmer Wand kein Kondensat also kein Schimmel! Seien Sie die Ersten, die das Haus vernünftig modernisieren und vergleichen Sie Wohnklima und Heizkosten mit den anderen nicht gedämmten Häusern!

Beim Fenster auch auf den fachgerechten, luftdichten, Einbau achten, umlaufende, gedämmte Fuge und vernünftige Lastabtragung. Nicht auf die Mauer oder Fensterbank stellen, eine gedämmte Fuge muss dorthin! Gehört alles dazu, leider meistens nicht beachtet und wie vor 30 Jahren eingebaut.

Je nach dem wieviele Menschen in dem Haus wohnen muss man über die Lüftung nachdenken, Luftwechsel über Fensterfugen hat man ja nicht mehr (und "atmen" konnte das Haus vorher schon nicht), also ein bis zwei Lüfter einbauen, aber welche, die geeignet sind, leise, mit 4 oder 5 Watt je nach Luftfeuchtigkeit gesteuert.


Wenn keine Außenwanddämmung gemacht wird, dann sollten zumindest die Fensterleibungen von innen verbessert werden. Denn hier ist es sehr kalt und durch gestiegene Luftfeuchte kann dort Schimmel auftreten (wohlgemerkt nur ohne Dämmung von außen!)

Außendämmung mit Steinwolle oder EPS?

Ich möchte mein Haus von aussen dämmen lassen. Ich habe an (Rockwool) Steinwolle, Steinplatten für die Wandisolierung von aussen gedacht. Ich bin aber jetzt nicht sicher, ob es nicht besser wäre, mit EPS zu isolieren? Ich bin auch darin unsicher, ob die Steinwolle keine Krebserreger beinhaltet, weil ich das in einem Test über Rockwoll Klemmrock gelesen habe. In Ungarn gibt es noch EPS mit Grafit. Darüber konnte ich aber in deutschen Seiten nichts finden, als würde es in Deutschland nicht benutzt. Benutzt man das in Deutschland? Bitte helfen sie mir, den richtigen Dämmstoff zu wählen. Vielen Dank im voraus!
Antwort von MICO-Energie

Ja das mit dem Dämmen ist so eine Sache. Wenn Sie es richtig machen möchten, sollten Sie sich erst einmal ausrechen lassen, welche Dämmstärke notwendig ist. Weil es da genau auf den Taupunkt ankommt wo der liegt. Weil Ihnen sonst vielleicht das Wasser aus Dämmung trofft.
Welches Material verwenden entscheidet Ihr Geldbeutel. Als Energieberater empfehle ich Steinwolle oder Holzfässer als Dämmstoff.
Sollten Sie noch Fragen haben einfach melden

Mit sonnigen Grüßen
W. Reitz

Eigene Frage stellen

Frage stellen

HausCo Logo
Experten & Fachbetriebe beantworten kostenlos Ihre Fragen
Jetzt Frage stellen