Holzfaserplatten

22. April 2021
Holzfaserdämmplatten werden auch Holzfaserplatten genannt. „Holzweichfaserplatte“ oder „Weichholzfaserplatte“ sind weitere genutzte Begriffe. Die Weichholzfaserplatte gehört zu den natürlich-organischen Dämmplatten und in dieser Gruppe wiederum zur Untergruppe der Dämmstoffe aus pflanzlichen Materialien.
Dieser Artikel wurde von
Christian Märtel für www.Daemmen-Und-Sanieren.de verfasst.
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DämmungDämmplattenHolzfaserplatten

Holzfaserdämmplatten als Dämmmaterial: Einsatz & Eigenschaften

Holzfaserplatten können laut Ökologischem Baustoffinformationssystem WECOBIS bei der Dämmung von Dach und Decke in folgenden Bereichen eingesetzt werden:

  • Holzfaserdämmplatten kann man für eine vor der Witterung geschützte Außendämmung unter Deckung oder unter Abdichtung verwenden.
  • Für eine Zwischensparren-Dämmung beim Dach, die Dämmung eines zweischaligen Dachs sowie einer nicht begehbaren, zugänglichen obersten Geschossdecke lässt sich eine Weichholzfaserplatte ebenfalls nutzen.
  • Zudem ist mit Holzfaserdämmplatten eine Innendämmung, die Dämmung unter den Sparren (eines Dachs) sowie einer abgehängten Decke möglich.
  • Eine Holzweichfaserplatte kann auch für eine Innendämmung der Decke oder der Oberseite einer Bodenplatte unter Estrich eingesetzt werden: mit oder ohne Schallschutzanforderungen.

Bei der Wanddämmung dienen Holzfaserdämmplatten beispielsweise zur Außendämmung hinter Bekleidung oder unter Putz. Möglich ist mit Holzfaserdämmplatten zudem eine Kerndämmung, eine Dämmung von Wänden in Holzrahmen- und Holztafelbauweise sowie eine Innendämmung und speziell die Dämmung von Raumtrennwänden. Ob Holzfaserplatten für ein konkretes Dämmprojekt geeignet ist, verraten Fachbetriebe für Dämmung.

Ein paar Worte über... Holzfasern

Abgrenzen muss man die Holzweichfaserplatte von der Holzwolleplatte. Grundmaterial für Holzfaserdämmplatten wie für Holzwolleplatten ist natürlich Holz. Während die Holzfasern der Holzwolle-Leichtbauplatte aber mit mineralischen Bindemitteln verklebt werden, fehlen solche Bindemittel oft bei der Weichholzfaserplatte. Bei der Produktion unterscheidet man ein Nass- und ein Trockenverfahren:

Nassverfahren: Beim Nassverfahren entsteht durch Zerfaserung das Holz-Basismaterial. Man mischt es mit Wasser zu einem Brei, der nach Zwischenlagerung zum Faserkuchen geformt wird. Das Wasser wird ausgepresst, die Holzfaserdämmplatten werden geschnitten und getrocknet.

Trockenverfahren: Beim Trockenverfahren wird das Holzbasis-Material beispielsweise mit PUR Harz vermischt, sodass das Holz verkleben kann. Es entsteht ein endloser Dämmstoffstrang, der schließlich zu Holzfaserdämmplatten geschnitten wird.

Holzfaserplatten haben eine Wärmeleitfähigkeit von ca. 0,04 - 0,045 W/mK , wobei bei Dämmplatten gilt: Je geringer die Wärmeleitfähigkeit, desto besser die Dämmfähigkeit. Holzfaserdämmplatten besitzen auch eine schalldämmende Wirkung. Sie können Feuchtigkeit aufnehmen und abgeben und nehmen so bei der Innendämmung auch Einfluss auf das Raumklima.

Bearbeiten von Holzfaserdämmplatten

Holzfaserplatten lassen sich am besten mit einer Säge auf passende Größen bringen. An die zu dämmende Stelle wird die Holzweichfaserplatte geklebt, genagelt, geschraubt oder gedübelt.

Einschätzung von Holzfaserdämmplatten

Für die Holzweichfaserplatte spricht die Produktion aus nachwachsenden Rohstoffen, die in ausreichender Menge existieren. Die Dämmfähigkeit ist gut, aber es gibt Dämmmaterial mit besseren Werten: etwa PUR Hartschaumplatten, deren Ökobilanz allerdings meistens schlechter bewertet wird.

Es gibt noch andere Dämmplatten neben der Weichholzfaserplatte; man sollte sich diverse Varianten ansehen, bevor man sich entscheidet.

Weiterlesen zum Thema "Holzwolleplatten"

Erfahrungen & Fragen zum Thema Holzfaserdämmplatten

Welche Vor und Nachteile haben Polyurethan bzw. Holzfaserplatten?

Welche Vor und Nachteile haben Polyurethan bzw Holzfaserplatten? Hier sind nicht die allgemeinen Eigenschaften sondern die Summen der Vorteile und der Nachteile erfragt, damit die Entscheidung leichter fällt. Zum Beispiel der Abschluss des Materials an gerade oder geschwungenen Mauern/Balken, den Einbau von Balken, die Dämmung zwischen den Balken und darüber, eine eventuell längere Dachbodentreppe und höhere Leibung bei höherer Dämmnotwendigkeit. All diese Eigenschaften habe ich schon zusammengetragen.
Antwort von DACH-BAU-SERVICE & SOLARBERATUNG BUNZEL

Hallo liebe(r) Fragende(r),
jede der beiden Dämmungen hat ihre Berechtigung am Markt. Ich denke das die Wahl eher eine grundsätzliche Entscheidung auf Grund der Basiseigenschaften und der eigenen Werte bezüglich der Nachhaltigkeit ist. Solche Eigenschaften wie Brandverhalten, Schallschutz, Sommerlicher Wärmeschutz, vorhandener Bauteilaufbau, Diffussionsoffenheit usw.
Eine konkrete Empfehlung, welcher Dämmstoff zum Einsatz kommen sollte, geht nicht ohne Kenntnis des Einbauortes und der vorhanden Konstruktion. Die angesprochenen baulichen Veränderungen durch den Einsatz der jeweiligen Dämmung und die damit verbundenen Folgekosten spielen bei der Entscheidung ebenfalls eine Rolle. Sie werden wohl nicht umhinkommen eine konkrete Anfrage an einen Fachmann zu stellen, um eine Entscheidung treffen zu können.

Mit freundlichen Güßen
R.Bunzel

Haussanierung: Fragen zum optimalen Vorgehen

Hallo, ihr wurdet mir von energie-experten.org nach selbiger Anfrage empfohlen. Also ich saniere gerade ein altes Haus! Ich würde gerne meinen bereits auf Niveau gebrachten Fussboden wieder schließen, aber das ganze so, das keine Bauschäden in der Zukunft zum Vorschein kommen. Es ist ein großer Raum der im Jahr max. 30 Mal für feiern genutzt wurde und jetzt Wohnraum werden soll. Der Raum befindet sich im 1.OG und darunter ist alles Kaltbereich. Fussbodenheizung ist nicht vorgesehen! Auf der einen Seite des Raumes ist ein Gewölbedecke darunter, danach kommen Holzbalken mit Fehlboden. Auf der anderen Seite befindet sich ebenfalls eine Holzbalkendecke, diesmal mit 15cm Lehm-Strohgebinde dazwischen und drunter direkter Kaltbereich. Der alte Fussbodenaufbau war von oben gesehen wie folgt aufgebaut, Parkett, Dachpappe, offene Holzdielung und zum Schluss in den Balkenfelder befand sich Schlacke, Schutt, Lehm usw. Ich habe schon bestimmt schon 25 Vorschläge bekommen und jeder erzählt was anderes. 1.Beispiel: Fehlboden mit Holzfaserdämmplatten versehen und die Lehmgebinde mit Holzfaserschüttung ausgleichen, 28cm Rauhspund drauf, danach Trittschalldämung und zum Schluss Fermacellplatten. welche sagen mit Dampfbremsfolie, die anderen sagen ohne Dampfbremsfolie 2.Beispiel: Perlite, Blähton, Mineralwolle, Styropor usw. mit/ohne Dampfbremsfolie Danke fürs Lesen! Ich hoffe sehr ihr könnt mir eine Lösung bieten
Antwort von Holzbau Andreas Müller

Hallo, Wie sehen die alten Balken denn aus, sind da spuren von feuchtigkeit zu sehen, oder ist der Gewölbte Keller feucht oder nur Kalt aber belüftet nach aussen ?


Mfg Andreas Müller

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