Holzfaserplatten

7. Oktober 2020
Holzfaserdämmplatten werden auch Holzfaserplatten genannt. „Holzweichfaserplatte“ oder „Weichholzfaserplatte“ sind weitere genutzte Begriffe. Die Weichholzfaserplatte gehört zu den natürlich-organischen Dämmplatten und in dieser Gruppe wiederum zur Untergruppe der Dämmstoffe aus pflanzlichen Materialien.
Dieser Artikel wurde erstellt von:
Christian Märtel, Redakteur www.Daemmen-Und-Sanieren.de
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Holzfaserdämmplatten als Dämmmaterial: Einsatz & Eigenschaften

Holzfaserplatten können laut Ökologischem Baustoffinformationssystem WECOBIS bei der Dämmung von Dach und Decke in folgenden Bereichen eingesetzt werden:

  • Holzfaserdämmplatten kann man für eine vor der Witterung geschützte Außendämmung unter Deckung oder unter Abdichtung verwenden.
  • Für eine Zwischensparren-Dämmung beim Dach, die Dämmung eines zweischaligen Dachs sowie einer nicht begehbaren, zugänglichen obersten Geschossdecke lässt sich eine Weichholzfaserplatte ebenfalls nutzen.
  • Zudem ist mit Holzfaserdämmplatten eine Innendämmung, die Dämmung unter den Sparren (eines Dachs) sowie einer abgehängten Decke möglich.
  • Eine Holzweichfaserplatte kann auch für eine Innendämmung der Decke oder der Oberseite einer Bodenplatte unter Estrich eingesetzt werden: mit oder ohne Schallschutzanforderungen.

Holzfaserdaemmplatte

Bei der Wanddämmung dienen Holzfaserdämmplatten beispielsweise zur Außendämmung hinter Bekleidung oder unter Putz. Möglich ist mit Holzfaserdämmplatten zudem eine Kerndämmung, eine Dämmung von Wänden in Holzrahmen- und Holztafelbauweise sowie eine Innendämmung und speziell die Dämmung von Raumtrennwänden. Ob Holzfaserplatten für ein konkretes Dämmprojekt geeignet ist, verraten Fachbetriebe für Dämmung.

Ein paar Worte über... Holzfasern

Materialdaten einer HolzfaserdämmplatteAbgrenzen muss man die Holzweichfaserplatte von der Holzwolleplatte. Grundmaterial für Holzfaserdämmplatten wie für Holzwolleplatten ist natürlich Holz. Während die Holzfasern der Holzwolle-Leichtbauplatte aber mit mineralischen Bindemitteln verklebt werden, fehlen solche Bindemittel oft bei der Weichholzfaserplatte. Bei der Produktion unterscheidet man ein Nass- und ein Trockenverfahren:

Nassverfahren: Beim Nassverfahren entsteht durch Zerfaserung das Holz-Basismaterial. Man mischt es mit Wasser zu einem Brei, der nach Zwischenlagerung zum Faserkuchen geformt wird. Das Wasser wird ausgepresst, die Holzfaserdämmplatten werden geschnitten und getrocknet.

Trockenverfahren: Beim Trockenverfahren wird das Holzbasis-Material beispielsweise mit PUR Harz vermischt, sodass das Holz verkleben kann. Es entsteht ein endloser Dämmstoffstrang, der schließlich zu Holzfaserdämmplatten geschnitten wird.

Holzfaserplatten haben eine Wärmeleitfähigkeit von ca. 0,04 - 0,045 W/mK , wobei bei Dämmplatten gilt: Je geringer die Wärmeleitfähigkeit, desto besser die Dämmfähigkeit. Holzfaserdämmplatten besitzen auch eine schalldämmende Wirkung. Sie können Feuchtigkeit aufnehmen und abgeben und nehmen so bei der Innendämmung auch Einfluss auf das Raumklima.

Bearbeiten von Holzfaserdämmplatten

Holzfaserplatten lassen sich am besten mit einer Säge auf passende Größen bringen. An die zu dämmende Stelle wird die Holzweichfaserplatte geklebt, genagelt, geschraubt oder gedübelt.

Einschätzung von Holzfaserdämmplatten

Für die Holzweichfaserplatte spricht die Produktion aus nachwachsenden Rohstoffen, die in ausreichender Menge existieren. Die Dämmfähigkeit ist gut, aber es gibt Dämmmaterial mit besseren Werten: etwa PUR Hartschaumplatten, deren Ökobilanz allerdings meistens schlechter bewertet wird.

Es gibt noch andere Dämmplatten neben der Weichholzfaserplatte; man sollte sich diverse Varianten ansehen, bevor man sich entscheidet.

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Erfahrungen & Fragen zum Thema Holzfaserdämmplatten

Hitzestau im Dachraum - was tun?

Unser Haus ist sieben Jahre alt, hat ein Kaltdach 25°Neigung mit diffusionsoffener Unterspannbahn unter der Lattung. Zum EG ist Isofer220 mit Dampfsperre eingebaut. Dichtheitskontrolle is bestanden. Da der Hohlraum im Sommer extrem Warm wird habe ich eine zehn Zentimeter dicke Holzfaserdämmung einbringen lassen mit einer weiteren Difusionsoffenen Unterspannbahn und Stützlattung. (Absturzschutz für die Dämmung) Die Sparren haben eine Höhe von vierzehn Zentimeter so dass noch eine Hinterlüftung von zusätzliche vier Zentimetern nach Oben bleibt. Leider hat diese Maßname überhaupt nichts gebracht. Es ist weiterhin ein Hitzestau im Dachraum, außerdem habe ich das Gefühl, dass die Wärme länger im Dachraum verweilt. Hätten Sie einen Vorschlag zur Verbesserung?
Antwort von EnergieSpar-Haus Lübeck GmbH

um einen sommerlichen wärmeschutz im dachraum zu optimieren haben sie nun zwei miteinander verbindbare möglichkeiten

variante a
sie erhöhen die aufgebrachte dämmschichtdicke um die wärmespeicherfähigkeit des bauteils so weit zu erhöhen, dass die sonneneinstrahlung abends wieder vorbei ist ehe die wärme den innenraum erreicht

variante b
sie bringen an den giebeln öffnungen mittels beispielsweise dreier eingemauerter kg-rohre mit insektenschutzgitter je seite an um für eine natürliche querbelüftung zu sorgen

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