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Holzfaserplatten

Holzfaserdämmplatten werden auch Holzfaserplatten genannt. „Holzweichfaserplatte“ oder „Weichholzfaserplatte“ sind weitere genutzte Begriffe. Die Weichholzfaserplatte gehört zu den natürlich-organischen Dämmplatten und in dieser Gruppe wiederum zur Untergruppe der Dämmstoffe aus pflanzlichen Materialien.
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Holzfaserdämmplatten als Dämmmaterial: Einsatz & Eigenschaften

Holzfaserplatten können laut Ökologischem Baustoffinformationssystem WECOBIS bei der Dämmung von Dach und Decke in folgenden Bereichen eingesetzt werden:

  • Holzfaserdämmplatten kann man für eine vor der Witterung geschützte Außendämmung unter Deckung oder unter Abdichtung verwenden.
  • Für eine Zwischensparren-Dämmung beim Dach, die Dämmung eines zweischaligen Dachs sowie einer nicht begehbaren, zugänglichen obersten Geschossdecke lässt sich eine Weichholzfaserplatte ebenfalls nutzen.
  • Zudem ist mit Holzfaserdämmplatten eine Innendämmung, die Dämmung unter den Sparren (eines Dachs) sowie einer abgehängten Decke möglich.
  • Eine Holzweichfaserplatte kann auch für eine Innendämmung der Decke oder der Oberseite einer Bodenplatte unter Estrich eingesetzt werden: mit oder ohne Schallschutzanforderungen.

Holzfaserdaemmplatte

Bei der Wanddämmung dienen Holzfaserdämmplatten beispielsweise zur Außendämmung hinter Bekleidung oder unter Putz. Möglich ist mit Holzfaserdämmplatten zudem eine Kerndämmung, eine Dämmung von Wänden in Holzrahmen- und Holztafelbauweise sowie eine Innendämmung und speziell die Dämmung von Raumtrennwänden. Ob Holzfaserplatten für ein konkretes Dämmprojekt geeignet ist, verraten Fachbetriebe für Dämmung.

Ein paar Worte über... Holzfasern

Materialdaten einer HolzfaserdämmplatteAbgrenzen muss man die Holzweichfaserplatte von der Holzwolleplatte. Grundmaterial für Holzfaserdämmplatten wie für Holzwolleplatten ist natürlich Holz. Während die Holzfasern der Holzwolle-Leichtbauplatte aber mit mineralischen Bindemitteln verklebt werden, fehlen solche Bindemittel oft bei der Weichholzfaserplatte. Bei der Produktion unterscheidet man ein Nass- und ein Trockenverfahren:

Nassverfahren: Beim Nassverfahren entsteht durch Zerfaserung das Holz-Basismaterial. Man mischt es mit Wasser zu einem Brei, der nach Zwischenlagerung zum Faserkuchen geformt wird. Das Wasser wird ausgepresst, die Holzfaserdämmplatten werden geschnitten und getrocknet.

Trockenverfahren: Beim Trockenverfahren wird das Holzbasis-Material beispielsweise mit PUR Harz vermischt, sodass das Holz verkleben kann. Es entsteht ein endloser Dämmstoffstrang, der schließlich zu Holzfaserdämmplatten geschnitten wird.

Holzfaserplatten haben eine Wärmeleitfähigkeit von ca. 0,04 - 0,045 W/mK , wobei bei Dämmplatten gilt: Je geringer die Wärmeleitfähigkeit, desto besser die Dämmfähigkeit. Holzfaserdämmplatten besitzen auch eine schalldämmende Wirkung. Sie können Feuchtigkeit aufnehmen und abgeben und nehmen so bei der Innendämmung auch Einfluss auf das Raumklima.

Bearbeiten von Holzfaserdämmplatten

Holzfaserplatten lassen sich am besten mit einer Säge auf passende Größen bringen. An die zu dämmende Stelle wird die Holzweichfaserplatte geklebt, genagelt, geschraubt oder gedübelt.

Einschätzung von Holzfaserdämmplatten

Für die Holzweichfaserplatte spricht die Produktion aus nachwachsenden Rohstoffen, die in ausreichender Menge existieren. Die Dämmfähigkeit ist gut, aber es gibt Dämmmaterial mit besseren Werten: etwa PUR Hartschaumplatten, deren Ökobilanz allerdings meistens schlechter bewertet wird.

Es gibt noch andere Dämmplatten neben der Weichholzfaserplatte; man sollte sich diverse Varianten ansehen, bevor man sich entscheidet.

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Dieser Artikel wurde erstellt von: Christian Märtel, Redakteur www.Daemmen-Und-Sanieren.de