Eine Wärmedämmung der Fassade reduziert Energieverluste

Die Fassade eines Hauses ist meistens dessen größte Fläche. Ohne gute Wärmedämmung ist sie für bis zu dreißig Prozent der Wärmeverluste eines Hauses verantwortlich. Wer die Dämmung einer Hauswand plant, kann zwischen verschiedenen Varianten zu dämmen wählen: neben Wärmedämmverbundsystemen gibt es auch die sogenannte Vorhang-Fassade oder die Kerndämmung bei zweischaligem Mauerwerk.
Dieser Artikel wurde von
Thorben Frahm für www.Daemmen-Und-Sanieren.de verfasst.
Jetzt Fachbetriebe für Ihr Projekt finden
  • Fachbetriebe vor Ort finden
  • Mit einer Anfrage bis zu 5 Angebote erhalten
  • Garantiert einfach, kostenlos und unverbindlich!
DämmungAußendämmungFassade

Wärmedämmung an Fassade & Hauswand

Wärmedämmungsarbeiten an einer Hausfassade - Bildquelle © schulzfoto - fotolia.com

Eine gute Wärmedämmung der Fassade ist beim Neubau heute praktisch Standard. Beim Altbau wird das Dämmen laut Energieeinsparverordnung EnEV 2009 dann zur Pflicht, wenn größere Sanierungsarbeiten an der Außenhülle eines Gebäudes anstehen.

Die Wärmedämmung der Fassade ist meistens eine Außendämmung, bei der das Dämmmaterial außen an der Hauswand angebracht wird.

Die Innendämmung der Hauswand ist eine Variante, die bisweilen bei denkmalgeschützten Häusern zum Einsatz kommt. Bei der Außendämmung einer Fassade werden folgende Methoden unterschieden:

Wärmeverbundsystem: Wärmeverbundsysteme sind heute eine häufig genutzte Möglichkeit zum Dämmen einer Hauswand von Außen. Solche Systeme bestehen aus mehreren Komponenten. Auf die Fassade des Hauses werden Dämmplatten geklebt oder gedübelt. Diese Platten können beispielsweise aus Steinwolle, Polystyrol-Hartschaum oder Polyurethan bestehen. Auf diese Dämmung kommt etwa mit Hilfe von Armierungsputz eine so genannte Armierungsschicht.

Sie besteht oftmals aus einem Gewebe aus beschichteten Glasfasern und hat bei der Wärmedämmung durch ein Wärmeverbundsystem mehrere Funktionen. So bildet sie einen soliden Untergrund für die oberen Schichten (Putz und Anstrich) und leitet darüber hinaus thermische Spannungen ab. Sie ergeben sich aus großen Temperaturunterschieden, denen eine Fassade bisweilen ausgesetzt ist und die schädliche Wirkung entfalten können. Auf die Armierungsschicht kommen bei dieser Dämmung der Hauswand anschließend Putz und Anstrich.

Weitere Möglichkeiten der Wärmedämmung: Vorhang-Fassade & Kerndämmung

Eine weitere Variante der Wärmedämmung ist die so genannte Vorhang-Fassade. Hierbei wird beispielsweise eine Konstruktion aus Kanthölzern aufgedübelt, wobei die Zwischenräume zur Wärmedämmung mit Dämmmaterial gefüllt werden. Ebenfalls zum Dämmen werden anschließend Dämmplatten an die Konstruktion angebracht. Dann folgt oft nochmals eine Lattenkonstruktion, auf der eine neue Außenhaut, beispielsweise aus Holz, Schiefer oder auch Ziegeln angebracht wird.

Kerndämmung: Hat man es mit einem zweischaligen Mauerwerk zu tun, lässt sich die Wärmedämmung auch als Kerndämmung realisieren. Solche Häuser haben praktisch zwei Außenwände: die äußere Außenwand, etwa aus Klinkersteinen, und eine innere Tragwand. Zwischen den Wänden besteht ein Hohlraum. Häuser mit zweischaliger Fassade lassen sich dämmen, indem Dämmstoffe in diesen Hohlraum eingeblasen werden.

Welche Wärmedämmung ist für Fassaden optimal?

Die vorangegangene Vorstellung der Varianten für die Wärmedämmung einer Fassade hat bereits gezeigt, dass einige Arbeiten zum Dämmen einer Hauswand dazugehören. Hinzu kommen mitunter vorbereitende Arbeiten wie das Ausbessern oder der Aufbau eines Gerüstes, bevor die Wärmedämmung angebracht wird. Aber die Arbeiten zur Dämmung lohnen sich.

Die Wärmedämmung kann den Wärmedurchgangskoeffizienten deutlich senken, der grob gesagt als Wert für den Wärmeverlust aus dem Inneren eines Hauses durch ein Bauteil steht. Der von der Heizspiegelkampagne und dem Deutschen Mieterbund herausgegebene „Heizspiegel Bundesweit 2010“ sieht bei der Wärmedämmung der Fassade eines 1950 erbauten, erdgasbeheizten Mehrfamilienhauses mit 1.000 m² Wohnfläche eine Energieersparnis von etwa zwölf Prozent, was sich auch positiv auf die Werte im Energieausweis des Hauses auswirkt. Er wird in der EnEV 2009 für manche Fälle vorgeschrieben.

Kosten einer Wärmedämmung an Fassade & Hauswand

Die Kosten für eine Wärmedämmung mit WDVS setzen sich aus folgenden Merkmalen zusammen:

Kosten für die Materialien:
1. Wärmedämmverbundsytsem (WDVS): Kleber & Schrauben 5-15€/ m²
2. WDVS: Putz (& Putzschienen) 10-25€/ m²
3. Gerüst 5-10€/ m²
Kosten für die Handwerker:
4. Dämmen 15-25€/ m²
5. Verputzen 25-50€/ m²

Anhand der Kostenaufstellung kann man bei einer Wärmedämmung der Fassade mit 90-150€ pro m² rechnen. (Diese Werte gelten als Orientierungswerte)

Die Kosten für eine Wärmedämmung mit Vorhangfassade setzen sich aus folgenden Merkmalen zusammen:

Kosten für die Materialien:
1. Unterkonstruktion 5-20€/ m²
2. Dämmstoff 15-30€/ m²
3. Außenverkleidung 10-80€/ m²
Kosten für die Handwerker:
4. Montage des Gerüsts 20-50€/ m²
5. Anbringung der Fassade 30-100€/ m²

Anhand der Kostenaufstellung kann man bei einer Wärmedämmung das Fassade mit 150-270€ pro m² rechnen. (Diese Werte gelten als Orientierungswerte). Wer die Dämmung der Fassade noch gründlicher gestalten möchte, der beschäftig sich auch mit der Perimeterdämmung. Dabei werden Bauteile des Hauses, die mit dem Erdboden in Berührung kommen, von außen mit einer Dämmung versehen.

Welche Variante der Wärmedämmung für die Fassade eines einzelnen Hauses am besten geeignet ist, sollte man mit Fachbetrieben für Dämmung detailliert und im persönlichen Gespräch ermitteln. Vor allem im Verbund mit anderen Maßnahmen wie dem Dach dämmen entfaltet eine solche Dämmung ihr volles Potential.

Weiterlesen zum Thema "Außenwand"

Erfahrungen & Fragen zum Thema Wärmedämmung Fassade

Angebote für Dämmung einer Fertig-Garage: Was ist angemessen?

Ich möchte eine 17 Jahre alte Fertiggarage dämmen. Die Garage wird nicht als PKW-Garage genutzt. Sie hat eine Zugangstür zum Haus und weiterhin eine Nebeneingangstür. Das Schwingtor, die Nebenseingangstür, sowie ein weiteres Fenster sind nicht gedämmt. Die Garage soll keine Heizung bekommen, aber im Sommer kühl und im Winter frostfrei sein. Ich plane ein gedämmtes Sectionaltor, eine gedämmte Nebeneingangstür, die Fassade und das Dach zu dämmen. Die Garage ist 3x9 Meter (Kesting. Habe drei Angebote eingeholt) - Sectionaltor und Nebeneingangstür - Fassadendämmung und Putz - Dachdämmung mit Verfüllung des Hohlraums zwischen Haus und Garage. Zusammen soll die Maßnahme ca. 14.500€ kosten. Das erscheint mir recht hoch. - 4.350,00€ Garagentor + Nebeneingangstür - 6.450,00€ 27m² Flachdach dämmen und Wand zum Haus verfüllen - 3.000,00€ 31² Polystyrolplatten verkleben und putzen - 700,00€ 25m² Wetterschutzfarbe für Dachüberstand Sind die Preise angemessen? Welche Alternativen gibt es?
Antwort von Dächer von Krause GmbH

Da diese Preise höchstwahrscheinlich die Mehrwertsteuer enthalten, finde ich persönlich die Preise für angemessen.

Um aber eine konkrete Aussage treffen zu können, müsste man einen Blick auf die einzelnen Positionen haben. Aber im Großen und Ganzen kommt das schon hin.

Fassadendämmung von Reihenmittelhaus - Balkon dämmen?

Wir anieren ein RMH (Bj 1969) und haben einen Balkon über das gesamte 1.OG (ca. 7 m). Die Aussenfassade wird gedämmt. Muss dabei der Balkon rundum gedämmt werden (wg. "Wärmebrücke") und sogar der Estrich (ca. 5 cm) darauf, zuvor abgetragen werden, um die Dämmung (oben und unten) anzubringen, um dann wieder einen Estrich aufzubringen?
Antwort von AVS-Taglieber GmbH - Architekturbüro

Aus unserer Sicht muss der Balkon nicht demontiert (abgesägt) werdcen. In der Regel gebe ich die Anweisung, dass der Balkon zumindest im Rahmen der Außendämmung von untern mit 10cm gedämmt wird! Sollte der Belag oben erneuert werden, so empfehle ich im ersten halben Meter 2cm Vakuumdämmung (entspricht ca. 14cm PS-Dämmung) und den Rest mit 2cm PU-Alu-Dämmung WLG 024 zu dämmen. Darauf dann die neue Abdichtung mit neuem Belag!
Bei der verminderung von Wärmebrücken ist der erst halbe Meter am wichtigsten! Sollte der Belag nicht ausgetauscht werden, kommt diese Maßnahme dann halt zu einem späteren Zeitpunkt. Die Wärmebrücke ist dann halt nicht optimal!

KfW-Förderung bei Eigenleistungen

Wie schaut es mit den KFW Förderungen aus, wenn man zwar alles von einem Energieberater beraten und bescheinigen lässt aber die Ausführung aufgrund der Erfahrung und des Berufes selber machen kann. Bekommt man dann die Gesamte Förderung oder nur Anteilig oder gar nichts ? Es geht hier um Fassadendämmung, Dach und Kellerdecken Dämmung sowie der Austausch von Fenster und neuer Heizung inkl. Fußbodenheizung. Das eigentliche Anschließen der Heizung würde hier von einem Betrieb gemacht, die Fußbodenheizung würde von uns in Eigenleistung erledigt.
Antwort von Lutzke Gmbh

Ganz einfach zu beantworten, keine Rechnungen, kein Geld !

Eigene Frage stellen

Frage stellen

HausCo Logo
Experten & Fachbetriebe beantworten kostenlos Ihre Fragen
Jetzt Frage stellen