Dämmplatten: Wärmedämmung für alle Hausbauteile

Dämmplatten werden zur Wärmedämmung eines Hauses eingesetzt. Für ihre Produktion kommen mineralische, synthetische und pflanzliche Dämmstoffe zum Einsatz. Dämmplatten eignen sich grundsätzlich für die Dämmung aller Haus­bereiche: vom Keller über die Wand bis zum Dach. Bei unebenen Dachböden werden oder bei Kellerdecken mit vielen Rohrleitungen kann ihr Einsatz schwierig werden.
Dieser Artikel wurde von
Christian Märtel für www.Daemmen-Und-Sanieren.de verfasst.
Jetzt Fachbetriebe für Ihr Projekt finden
  • Fachbetriebe vor Ort finden
  • Mit einer Anfrage bis zu 5 Angebote erhalten
  • Garantiert einfach, kostenlos und unverbindlich!
DämmungDämmplatten

Dämmplatten: Vorteile & Nachteile beim Einsatz einer Dämmplatte

Verschiedene Funktionsebenen der Dämmplatte,
Bild: GUTEX Holzfaserplattenwerk
H. Henselmann GmbH + Co KG
Dämmmatten für Wärmedämmung sind im Allgemeinen flexibler und nachgiebiger als eine Dämmplatte, so dass sie sich besser an unebene Bereiche anpassen. Daher sind sie beispielsweise für die Zwischensparrendämmung meistens besser als Dämmplatten.

Auch für die nachträgliche Kerndämmung eines Hauses sind Dämmplatten nicht optimal. Eine Kerndämmung empfiehlt sich bei zweischaligen Außenwänden, bei denen die Außenwand praktisch aus zwei Wänden und einem Zwischenraum zwischen diesen Wänden besteht.

Hier nachträglich mit Dämmplatten zu arbeiten, ist kompliziert, weshalb man hier oft auf Einblasdämmung mit losen Dämmstoffen setzt.

Auf einem weitgehend unbenutzten Dachboden kann die Dämmung der obersten Geschossdecke durch lose geschüttete Dämmstoffe eine im Vergleich zur Dämmung mit Dämmplatten kostengünstigere Alternative sein.

Für viele andere Dämmungsaufgaben kommt die Dämmplatte dagegen als gute Alternative in Frage. So werden Dämmplatten etwa als Teil eines Verbundsystems an Außenwände geklebt oder gedübelt. Die Dämmplatte kann auch zur Dämmung der Kellerdecke verwendet werden. Bei der Frage, wie gut sich Dämmplatten für die Dämmung eines Neubaus oder Altbaus eignen, können Fachbetriebe als Berater fungieren und so zu einer guten Entscheidung für oder gegen die Dämmplatte beitragen.

Dämmplatten & Dämmstoffe: mineralisch, synthetisch oder pflanzlich?

Montage der Dämmplatten an der Außenwand,
Bild: GUTEX Holzfaserplattenwerk
H. Henselmann GmbH + Co KG
Wie gut eine Dämmplatte wirklich die Wärme im Haus hält, hängt einerseits von der Dicke der Platte ab. Andererseits spielen auch bei Dämmplatten die Eigenschaften der Dämmstoffe eine große Rolle.

Für ihre Produktion kommen sowohl mineralische Dämmstoffe wie Perlite als auch synthetische (z.B. PUR-Hartschaum) und pflanzliche Dämmstoffe (Dämmplatte z.B. aus Kork oder Schilf) zum Einsatz.

Dämmstoffe für Dämmplatten können auch aus Kalzium-Silikat, Mineralschaum, Mineral- oder Holzfasern, Zellulose oder Polystyrol (z.B. Styropor) mit ihren jeweils eigenen Stärken und Schwächen bestehen.

Nachhaltige Dämmplatten aus Naturmaterial

Eine Dämmstoffplatte aus Polyurethan besitzt beispielsweise eine niedrigere Wärmeleitfähigkeit als Holzfaserplatten. Das bedeutet: Dieselbe Dämmung lässt sich dann mit einer dünneren Dämmschicht realisieren. Andererseits raten manche Experten dazu, Dämmplatten aus synthetischen Materialien zu vermeiden, da der Energieaufwand für deren Produktion relativ hoch ist. Stattdessen wird geraten, auf Dämmplatten aus natürlichen Dämmstoffen zu setzen. Hier geht es beim Thema „Dämmplatte“ vor allem um ökologische Aspekte.

Eine Dämmplatte muss verschiedensten Ansprüchen gerecht werden

Je nachdem, wofür die Dämmplatte eingesetzt wird, rücken weitere Eigenschaften der Dämmplatte in den Vordergrund. Beispiele:

  • Die so genannte Perimeterdämmung (Außendämmung von die Erde berührenden Hausbereichen) stellt hohe Anforderungen an die Dämmplatte, die besonders druckstabil und sehr unempfindlich gegen Feuchte sein sollte.
  • Die Wärmedämmung vom Fußboden unterhalb von Laminat stellt ebenfalls Ansprüche an die Druckfestigkeit der Dämmplatte, da das Laminat bei zu weichen Dämmplatten dem Gewicht darüber laufender Menschen zu sehr nachgibt und an den Verbindungen der Paneelen beschädigt werden könnte.

Auch hier gilt: Der Rat von Fachbetrieben für Wärmedämmung kann bei der Auswahl der richtigen Dämmplatte gute Dienste leisten.

Weiterlesen zum Thema "Hartschaumplatten"

Erfahrungen & Fragen zum Thema Dämmplatten

Neubau: Entspricht der Aufbau der Außenhülle der aktuellen EnEv 2016?

Ich lasse gerade ein EFH bauen und weiß nicht ob der Aufbau der Außenhülle richtig ist und der aktuellen EnEv 2016 entspricht. Folgendes ist jetzt vorhanden: Porit Planstein, 2 Lagen ISOVER Kern Dämmplatte Wärmeleitfähigkeit 0,035 Dicke 80mm und dann der Verblender. Bauanzeige und Beginn waren im Oktober 2016.
Antwort von Dierks-BauPartner

Hallo,
tippen sie ihren Wandaufbau einfach selber bei U-Wertz.net ein, das Ergebnis wird anschaulich dargestellt, die Seite ist erstmal kostenfrei...

Ansprechpartner für Dämmung eines kleinen Holzhauses in HH gesucht

Wir haben ein Grundstück gepachtet, auf welchem auch ein Gartenhaus (24qm) aus Holz steht. Da wir das Haus vom vorherigen Eigentümer übernommen haben, wissen wir nicht ganz genau, wie es aufgebaut wurde. Boden und Wände sind wohl etwas gedämmt (mit Mineralwolle??), die Wände sind wahrscheinlich so aufgebaut: Profilholz (ca. 2 cm außen - ca. 8 cm Dämmung – wieder Profilholz, ca. 2cm. Ganz genau wissen wir es aber nicht. Das Haus ist schon ca. 10 Jahre alt, es hat keine Feuchtigkeitsschäden oder ähnliches. Aber es hat einen extrem hohen Wärmeverlust. Im Sommer überhitzt es bei der kleinsten Sonneneinstrahlung, im Winter geht die Heizungswärme von drinnen innerhalb kürzester Zeit wieder verloren. Wir haben letztes Jahr das Dach dämmen lassen mit 80mm Holzfaserdämmplatte, weil wir eine 2.Ebene eingebaut haben zum Schlafen. Obwohl die Zwischendecke nur aus OSP-Platten besteht, speichert das „Dachgeschoss“ im Winter die Wärme schon viel besser als der Rest des Hauses. Im Sommer überhitzt es allerdings auch schnell. Wir würden gern wissen, ob es sich lohnt, Maßnahmen zu ergreifen für eine bessere Wärmespeicherung im Winter bzw. für besseren Hitzeschutz im Sommer und wenn ja, welche Maßnahmen dies sein müssten. An wen kann man sich denn diesbezüglich wenden? Wir haben einen befreundeten Tischler, aber so richtig kennt der sich mit Dämmaßnahmen etc. auch nicht aus. Und man hört ja auch immer wieder, dass bei Holzhäusern eine Dämmung nicht sooo viel bringt, solange keine Masse eingebracht wird. Haben Sie einen Tipp hier für den Raum Hamburg?
Antwort von Ingenieurbüro Winkler

Sicher kann man noch etwas machen, aber da spielen einige Faktoren eine Rolle, z. B. Vorhandene (Dach)-Fenster, jetziger Wandaufbau,tragende Bauteile... Schreiben kann ich das hier nicht alles, aber Sie können gerne anrufen, telefonisch lässt sich einiges besser erläutern.

Außenwände mit Dämmplatten isolieren

Habe in zwei Räumen Außenwände. Einmal jeweils einen Meter über Eck und einmal einen Meter hinter einem Regal. Ist dort die Anbringung von Dämmplatten möglich? Worauf muss ich achten?
Antwort von Architekturbüro Hahne

Hallo Interressent,
soll es eine Innendämmung werden?
Hier ist dringend auf bauphysikalsche Beratung zu achten, um Wasser im Bauwerk zu vermeiden.
Dazu sind genaue Angaben der Wandaufbauten , Stärke, Baumaterial etc immens wichtig.
mfg
Friedel Hahne

Eigene Frage stellen

Frage stellen

HausCo Logo
Experten & Fachbetriebe beantworten kostenlos Ihre Fragen
Jetzt Frage stellen