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Fördermittel für Wärmedämmung: Kredit & Zuschuss

Wärmedämmung, energieeffizientes Bauen und energetische Sanierungen sind wirtschaftlich. Sie machen für Haus- und Bauherrn allerdings Anfangsinvestitionen notwendig. Um hier finanziell durch Fördermittel unterstützt zu werden, ist die KfW Bankengruppe eine gute Anlaufadresse. Aber sie ist keinesfalls die einzige Organisation, bei der man Chancen auf finanzielle Förderung einer Wärmedämmung hat. Außerdem haben wir knapp über Tausend Altbausanierer befragt, ob ihnen die Förderkulisse überhaupt bekannt ist und wie viele Menschen diese Förderung überhaupt in Anspruch nehmen.
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Förderung für Wärmedämmung: Fördermittel der KfW-Bankengruppe

Inhalt:

KfW Förderung für Wärmedämmung und energetische Sanierung

Die KfW verteilt ihre Fördermittel über verschiedene Förderprogramme, von denen manche einen Zuschuss gewähren, während andere zinsgünstige Kredite anbieten, einige bei Hausneubau greifen, andere bei Sanierungsmaßnahmen. Sowohl der Zuschuss als auch die Kredite als KfW-Fördermittel lassen Immobilienbesitzern bei der Sanierung in Bezug auf Dämmung zwei Möglichkeiten:

Die Dämmung von Dach, Wand oder Geschossdecke kann Teil eines Sanierungs-Komplettpakets werden, mit dem das jeweilige Haus den energetischen Standard eines KfW Effizienzhauses erreicht. Seit dem 1. März 2011 wird die Wärmedämmung auch einzeln gefördert, sofern die Sanierungsmaßnahme von einem Sachverständigen begleitet wird und das durch Dämmung sanierte Bauteil vorgegebene Werte für den Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Wert) nicht überschreitet.

  • Zum KfW Zuschuss für Wärmedämmung gehören etwa die Programme 430 und 431 (Energieeffizient Sanieren). Während Programm 430 Fördermittel für energetische Altbausanierung verteilt – Komplettsanierungen und Einzelmaßnahmen wie Wärmedämmung (Letzteres ab 01.03.2011) – dient Programm 431 dazu, begleitende Sachverständigenarbeit zu fördern.
KfW-Programm Förderung Details Anmerkungen
KfW 430 - Energieeffizient Sanieren, Zuschuss bis zu 30.000 € je Wohneinheit und max. 10 - 30 Prozent der förderfähigen Kosten
  • Einzelmaßnahmen, 5.000 €
  • Heizungs- oder Lüftungspaket, 7.500 €
  • KfW-Effizienzhaus 15.000 - 30.000 €

  • Zuschussbeträge unter 300 € je Antrag werden nicht gewährt
  • Bauantrag oder Bauanzeige muss vor 01.02.2002 erfolgt sein
  • reine Wärmedämmung ohne Erreichen eines Effizienzhausstandards wird als Einzelmaßnahme berechnet
  • Für Privatpersonen mit Ein- oder Zweifamilienhaus, Käufer eines sanierten Ein- oder Zweifamilienhauses oder sanierter Wohnung und Wohnungseigentümer­gemeinschaften aus Privatpersonen
  • Experte für Energieffizienz muss Sanierungskonzept erstellen und Baubegleitung übernehmen (wird separat gefördert, siehe Programm 431 im Folgenden)
  • Antrag ist vor Beginn der Bauarbeiten / Abschluss des des Kaufvertrages zu stellen
KfW 431 - Energieeffizient Bauen und Sanieren - Zuschuss Baubegleitung bis zu 4.000 € pro Vorhaben, 50 % der förderfähigen Kosten
  • Nur in Verbindung mit Förderprogrammen 151/152, 430 oder 153 möglich
  • Zuschussbeträge werden erst ab 300 € ausbezahlt
  • Kombinierbar mit der "Vor-Ort-Beratung" des BAFA
  • Antrag ist vor Umsetzung zu stellen
KfW 151 / 152 - Energieeffizient Sanieren, Kredit
  • KfW-Effizienzhaus, bis 100.000 €
  • Maßnahmenpaket und Einzelmaßnahmen bis zu 50.000
  • Einzelmaßnahmen, 7,5% Tilgungszuschuss bis zu 3.750 €
  • Heizungs-/Lüftungspaket 12,5% Tilgungszuschuss bis zu 6.250 €
  • Denkmal 12,5 % Tilgungszuschuss bis zu 12.500 €
  • KfW-Effizienzhaus 12,5 bis 27,5 % und 12.500 bis 27.500 €
  • Wärmedämmung ohne Erreichen eines Effizienzhausstandards wird als Einzelmaßnahme berechnet
  • Experte für Energieffizienz muss Sanierungskonzept erstellen und Baubegleitung übernehmen (separat gefördert, siehe Programm 431)
  • Antrag ist vor Beginn der Bauarbeiten / Abschluss des des Kaufvertrages zu stellen


Umfrage: Kaum jemand kennt oder nutzt Fördergelder für energetische Sanierungen

Das beste Förderpaket verpufft, wenn es niemand kennt oder nutzt. Daemmen-und-Sanieren.de befragte deswegen knapp über Tausend Gesprächspartner telefonisch, die ihr Dach sanieren, ihre Fassade dämmen oder ihre Fenster modernisieren wollen, ob Ihnen die Fördermittel für Wärmedämmung oder energetische Sanierung im Allgemeinen bekannt sind und ob sie diese für ausschlaggebend für die Umsetzung ihres Sanierungsprojektes erachten.

Die Ergebnisse sind leider recht eindeutig:

  • Nur etwas mehr als jeder Zehnte kennt und nutzt die vorhandenen Fördermittel für energetische Sanierungen.
  • Knapp vierzig Prozent aller Altbausanierer wissen nichts von den Fördermitteln, halten diese aber nach einer kurzen Einführung für sehr relevant für ihr Projekt.
  • Fast fünf Prozent waren über die Fördergelder informiert aber erhielten keine Gelder für ihr Vorhaben.
  • Zwanzig Prozent der Befragten hielten die Fördergelder für nicht relevant .
  • Ein Viertel aller Gesprächpartner konnten oder wollten keine Aussage treffen.

Hauptsächlich scheint ein Informationsdefizit vorzuliegen: mit 39.19 Prozent und damit 395 Sanierern von 1008 Befragten wären durchaus interessiert an den Fördergeldern, waren aber bis dahin nicht über die Verfügbarkeit in Kenntnis gesetzt worden. Ob es daran lag, dass sie sich selbst nicht informiert haben oder ob ein Versäumnis seitens der bis dato kontaktierten Fachbetriebe vorlag, wurde im Gespräch nicht ermittelt.

Es steht zu vermuten, dass sich die oft als zu niedrig bemängelte Sanierungsquote nicht zuletzt auch aufgrund mangelnder Bewusstheit seitens aller Marktteilnehmer sehr viel besser entwickeln könnte, wenn alle Optionen, um Altbausanierungen anzuschieben eine größere Bekanntheit aufweisen würden. Hier ist von allen Beteiligten sehr viel mehr Informationsleistung zu erbringen.

Weitere Möglichkeiten der Förderung für Wärmedämmung

Förderprogramm-Datenbanken des Bundes wie BINE oder foerderdatenbank.de zeigen weitere Möglichkeiten der Förderung, die Haus- oder Bauherrn bei einer Wärmedämmung beanspruchen können. Neben einer Online-Datenbank kann aber auch mancher Fachbetrieb für Dämmung kompetente Auskünfte über finanzielle Förderungen geben.

Dieser Artikel wurde erstellt von: Thorben Frahm, Redakteur www.Daemmen-Und-Sanieren.de