Die Innendämmung im Themenüberblick

Bisweilen wird die Innendämmung im Vergleich zur Außendämmung als zweitbeste Variante der Wärmedämmung bezeichnet. Dennoch wird diese Ansicht der Innendämmung nicht völlig gerecht. In vielen Fällen ist die Innendämmung aus praktischen und Kostengründen durchaus erste Wahl, auch wenn zugleich eine Wärmedämmung von außen möglich wäre.
Dieser Artikel wurde von
Thorben Frahm für www.Daemmen-Und-Sanieren.de verfasst.
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DämmungInnendämmung

Innendämmung: Einsatzbereiche & Vorteile der Dämmung von Innen

Das Wort Innendämmung erklärt sich wie auch das Wort „Außendämmung“ im Grunde von selbst. Bei der Innendämmung wird der Dämmstoff innen im Haus angebracht, um so die Wärme im Haus zu halten.

  • Innendämmung kann beispielsweise die Dämmung der obersten Geschossdecke eines Hauses mit einer Wärmedämmung versehen, so dass Wärme nicht in den Dachboden und von dort nach außen entweicht.
  • Im Rahmen der Innendämmung kann auch eine Fußboden Dämmung oder eine Dämmung der Kellerdecke aufgebracht werden.
  • Innendämmung macht bisweilen nicht nur im Wohnhaus, sondern auch für Fenster, Rohre und sonstige Räume und Bauteile wie Gartenhäuser, Garagen, Dachterrassen, Saunen und Fensterbänke Sinn.

Die Wahl der Dämmstoffe muss gut auf die restliche Bausubstanz abgestimmt werden | Bild: Xella International GmbH

Oftmals stehen Bau- und Hausherrn vor der Wahl zwischen Innendämmung und Außendämmung. So lässt sich die Dämmung der Außenwände sowohl als Innendämmung wie auch als Wärmedämmung von außen realisieren.

Und auch der Dämmung des Daches von außen (Aufsparrendämmung) steht eine Dachdämmung von der Dachbodenseite aus (Zwischen- und Untersparrendämmung) gegenüber. Falls der Dachboden nicht als Aufenthaltsort genutzt wird ist ebenso eine Dämmung der obersten Geschossdecke möglich. Wird ein Keller nur als Abstellraum genutzt, kann auch hier eine Innendämmung die effektivere Lösung als eine teurere Perimeterdämmung darstellen.

Die Außenwände - Innendämmung oder doch lieber Außendämmung?

Bei der Dämmung der Außenwände raten Experten in der Regel eher zur Außendämmung, da die Innendämmung hier einige Nachteile aufweist.

  • Innendämmung reduziert sie den Raum innerhalb eines Hauses.
  • Eine Innendämmung mit schlechten Brandeigenschaften kann im Ernstfall zu Problemen führen.
  • Ein Problem bei nicht sorgfältig ausgeführter Wärmedämmung von innen kann das Auftreten von Schimmel bei Innendämmung zwischen der Innendämmung und dem inneren Teil der Außenwand sein. Bei niedrigen Außentemperaturen kann Luftfeuchtigkeit aus dem Innen des Hauses zwischen Innendämmung und Wand kondensieren, wodurch Schimmel entsteht. Um das zu vermeiden, sollte der gesamte Wandaufbau luftdicht realisiert werden.
  • Ein weiterer Vorteil bei der Dämmung der Fassade von außen: Wärmebrücken, durch die Wärme von innen besonders gut nach außen entweicht, werden durch sie besser beseitigt als durch die Innendämmung.

Die Innendämmung weist allerdings auch den Vorteil auf, dass die Außenfassade eines Gebäudes im Rahmen der Dämmarbeiten meist vollständig erhalten bleibt. Dies kann vor allem in Altbauten sinnvoll sein, bei denen der ästhetische Gesamteindruck nicht beeinträchtigt werden soll. Die Dämmung einer Kellerdecke oder der Geschossdecke ist allerdings bei seltener Nutzung der jeweiligen Ober- bzw. Untergeschosse oft eine sehr attraktive und effektive Maßnahme zur Wärmedämmung.

Bei der Entscheidung, ob Innendämmung eine gute Wahl ist, stehen Fachbetriebe für Dämmung Hausbesitzern gern beratend zur Seite.

Weiterlesen zum Thema "Geschossdecke"

Erfahrungen & Fragen zum Thema Innendämmung

Kellerwände mit Rigips verkleiden: Innendämmung notwendig?

Mein Betonkeller Neubau (2015) ist von aussen gedämmt (ca. 8 cm). Die Innenseite ist noch Beton natur. Diese Wände möchte ich nun mit Rigips verkleiden. Lohnt sich hier nochmals eine Dämmung oder ist dies evtl. sogar schädlich? Der Keller liegt an 3 Wänden zu etwa 2/3 im Erdreich.
Antwort von Günther

Wenn Sie den Keller von innen mit Rigips verkleiden möchten, empfehle ich Ihnen, dass nicht zu tun. Die Gefahr ist zu groß das Sie sich ein Schimmelproblem einhandeln können. Meine Empfehlung daher, verwenden Sie Calcium-Silikatplatten,achten Sie dabei auf die "allgemein bauaufsichtliche Zulassung für Innendämmung". Beachten Sie dabei die Verarbeitungsrichtlinien. Diese Lösung ist in Bezug zu Rigips mit höheren finanziellen Aufwand zu tätigen, aber es bleiben Ihnen teure Folgekosten und jede Menge Ärger erspart.

Expertentipps für geplante Innendämmung (Wand & Boden)

Das Gebäude wurde als Autogarage gebaut. Der Boden ist aus Beton, wahrscheinlich einfach eine Platte auf den Boden gegossen (ohne Isolierung oder Feuchteschutz). Die Wände sind aus Ziegelmauern. Das ganze ist sehr kalt und zwischenanderen Gebäuden gelegen. Wir können nur von innen arbeiten. Eingerichtet solle ein Atelier für Näharbeiten. Grösse 50m² Frage 1) geplante Wände und Decke: Ständerbauweise aus Holz, aufgefüllt mit Hanfmatten, innen Vertäfelung aus Holz : -> wie viel Abstand von der alten Ziegelwand? 5cm? oder 0? -> welches material zwischen alter Wand und neuer? (also die Hinterseite der neuen Wand) -> muss irgendwo eine Dampfbremse rein? Frage 2) Boden wie am besten auf den alten Boden aufbauen -> Kant-Hölzer auf Keilen (Abstand vom Boden und zum Niveauausgleich) mit Zwischenschüttung? Welche Schüttung? (Kork? Perlite?) Muss darunter (auf den alten Beton) noch ein Feuchteschutz? -> Oder Platten, zB. Kork oder Styrodur, komplett ausgelegt, darauf breite Kanthölzer, also 'schwimmend'. muss darunter ein Feuchteschutz, muss Luft zwischen Boden und Platten?
Antwort von Planungsbüro für energieeffiziente Gebäude, Dipl. Ing. Jürgen Nader

Eine Innendämmung ist in der Regel problemlos machbar, wenn sauber geplant wird. Ich kann nur empfehlen, jemanden einzubinden, der sich in der Thematik auskennt und für den "Bauphsik" kein Fremdwort ist.
Ohne Baustellenbesichtigung eine Empfehlung abzugebeben, sehe ich problematisch.

Mit freundlichem Gruß
Dipl.-Ing. Jürgen Nader

Welches Material zur Innendämmung einer Außenwand?

Ich möchte eine Aussenwand von innen dämmen lassen, die im Winter eine unerträgliche Kälte ausstrahlt. Es sollte aber die Gefahr von Schimmelbildung vermieden werden. Welches Material kann ohne großen Aufwand verwendet werden? Bin nur Mieterin der Wohnung - der Vermieter übernimmt aber keine Kosten.
Antwort von Natur Point Unger GmbH - Naturbaumarkt und Lehmbau

Wir haben sehr gute Erfahrung mit Holzfaserdämmplatten gemacht. Empfohlene Dämmstärke 40 - 60 mm. Diese haben eine sehr gute Wärmespeicherkapazität und unterbinden die unliebsame Kältestrahlung. Diese sollten unbedingt mit REINEM NATURKALK Putz versehen werden. Dieses System puffert in der kalten Jahreszeit anfallende Raumfeuchte und kann auch schnell wieder austrocknen. Gerne sind wir Ihnen für weitere Fragen behilflich.

Mit freundlichen Grüßen
Norman Unger

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