Der Zusammenhang zwischen Innendämmung & Schimmel

22. April 2021
Insbesondere bei der Innendämmung wird immer wieder vor Schimmel gewarnt. Tatsächlich begünstigt unsachgemäß ausgeführte Innendämmung Schimmel. Um Schimmel zu vermeiden, sollte die Innendämmung mit Dampfsperre oder diffusionsoffen konzipiert werden. Bei der Außendämmung kann eine Hinterlüftung vor Schimmel schützen.
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DämmungInnendämmungSchimmel

Innendämmung & Schimmel - Ursachen und Prävention

Schimmel ein Sammelbegriff für diverse Pilze. Sie benötigen organische Stoffe als Nahrung und Feuchtigkeit, um zu wachsen. Wärme fördert das Wachstum von Schimmel zusätzlich. Schimmel kann – je nach Art des Schimmelpilzes und individuell unterschiedlich – gesundheitsschädliche Folgen haben und allergische Reaktionen und Symptome wie Hautausschläge, Niesen oder Schnupfen verursachen.

Befindet sich Schimmel hinter einer Innendämmung, bleibt er unsichtbar, allerdings ohne dadurch seine gesundheitsschädliche Wirkung zu verlieren. Die Nase ist oftmals besser als die Augen, um ihn in einer Wohnung aufzuspüren. Eine kostenlose Beratung zur Ihrer Innendämmung können Sie hier anfordern.

Bildung von Schimmel durch unsachgemäße Arbeiten, baugutachter.info

Schimmel, Innendämmung und der Taupunkt

Warme Luft nimmt mehr Feuchtigkeit auf als kalte. Laut einer Broschüre des Umweltbundesamtes ist zwanzig Grad Celsius warme Luft bei 14,9 Gramm Wasser pro Kilogramm trockener Luft zu 100% mit Wasser gesättigt. Ist die Luft nur fünfzehn Grad Celsius warm, wird die einhundert prozentige Sättigung bereits bei 10,8 Gramm Wasser erreicht. Übersteigt der Sättigungsgrad 100%, so kondensiert die Feuchtigkeit. Geschieht das etwa am oder im Mauerwerk, entstehen feuchte Stellen, die Schimmel begünstigen. Der Punkt, an dem der Luftsättigungsgrad 100% beträgt, heißt Taupunkt. Unsachgemäße Innendämmung kann ungünstig verlagern.

Ein Beispiel: In einem ungedämmten Haus entweicht relativ viel Wärme durch die Außenwände. Allerdings sind die zum Raum zeigenden Innenflächen der Außenwand hier auch relativ warm, so dass der Taupunkt der Luft außerhalb des Hauses liegt. Innendämmung an einer Außenwand hält zwar die Wärme im Haus. Andererseits hält sie die Wärme dadurch auch von der Innenseite der Außenwand ab. Sie wird kühler. Dadurch verlagert sich bei schlechter Innendämmung der Taupunkt. Wird die Innendämmung ohne Dampfsperre oder eine andere Maßnahme zum Schutz vor kondensierender Feuchtigkeit errichtet, entsteht Feuchtigkeit zwischen Außenwand und Innendämmung, die Schimmel begünstigt.

Flächiger Befall durch Schimmel hinter einer Gipskartonwand, Bild: Verband Privater Bauherren

Diffusionsoffen oder mit Dampfsperre vermeidet die Innendämmung Schimmel

Um solch eine Taupunkt-Verlagerung zu vermeiden, kann man mit einer Dampfsperre oder mit einer diffusionsoffen geplanten Innendämmung arbeiten.

Die Dampfsperre wird vor die Innendämmung gesetzt, um der feuchten Luft eine unüberwindbare Grenze zu setzen. Der Aufbau der nicht diffusionsoffen konzipierten Wand sieht von außen nach innen beispielhaft wie folgt aus: Außenwand, Dämmplatte ohne Hinterlüftung (also ohne Hohlräume an die Wand angebracht), Dampfsperre und eine Gipskartonplatte als Abschluss. Bei der Installation der Dampfsperre vor der Innendämmung muss sorgfältig gearbeitet werden, damit sie nicht beschädigt wird. Wenn möglich sollten Fachbetriebe für Dämmungsarbeiten derartige Maßnahmen durchführen.

  • Alternativ zur Dampfsperre kann eine Innendämmung auch diffusionsoffen geplant werden. Feuchtigkeit dringt in die diffusionsoffen geplante Variante der Innendämmung ein, wird in speziellen Dämmstoffen gespeichert und wieder in den Innenraum zurückgegeben.

Schimmelprävention durch hinterlüftete Außendämmung

Schimmel kann auch durch eine mangelhafte Außendämmung mit Wärmebrücken entstehen, wenn Feuchtigkeit in die Dämmung ohne Hinterlüftung und von dort ins Mauerwerk eindringt. Eine Hinterlüftung schafft Abhilfe, weil die mit Feuchtigkeit gesättigte Luft im als Hinterlüftung genutzten Zwischenraum abtransportiert wird und nicht ins Mauerwerk eindringt.

Weiterlesen zum Thema "Einblasdämmung"

Erfahrungen & Fragen zum Thema Innendämmung Schimmel

Schimmel an den Wänden - was tun?

Meine 90m2 Wohnung wurde vor 4 Jahren renoviert. Der Mieter hat mich informiert, dass die Wände im Winter Schimmel haben. Der Schimmel würde nach Aussage von 2 Firmen, die die Wohnung besichtigt haben, durch Wärmebrücken mit Kondensation von Feuchtigkeit verursacht werden. Das Gebäude mit 6 Wohnungen ist von 1958 und hat keine Isolierung. Für eine Dämmung der Fassade müsste man die anderen Eigentümer überzeugen können, die sagen, dass sie keinen Schimmel haben. Nach der Desinfektion schlug eine Firma eine dünne Dämmung mit Silikatplatte vor, nur an 2 Wänden. Die andere Firma eine mineralische, diffusionsoffene Dämmung, an allen Wänden, sowie hinter den Heizkörpern. Die Mieter (ein Ehepaar und 1 Kind) lüften sicherlich nicht ausreichend und trocknen ihre Wäsche in der Wohnung. Eine andere Lösung habe ich bei dieser Firma aus Hannover entdeckt: https://www.schimmel-entfernen.de/uber-uns / "Biozem-Produkte können mit Feuchtigkeit umgehen, sie verhindern Schäden durch Feuchtigkeit in Bauten durch ein System, welches nachhaltig, natürlich und zugleich hochwirksam funktioniert. Biozem-Produkte können Sie selbst verwenden oder vom geschulten Fachpersonal aufbringen lassen." Der Hersteller ist sehr überzeugend. Ich würde gerne eine einfache und nachhaltige Lösung finden. Was halten Sie davon?
Antwort von KSK GmbH

Die Syteme werden auch von anderen Herstellern angeboten.

Durch das aufgetragene Material ist ein Schimmelwachstum nicht mehr möglich. Diese wirkungsweise läst jedoch nach. Mann kann davon ausgehen, dass Schimmelwachstum nach drei Jahren nicht nur möglich ist, sondern sogar wahrscheinlich. Das Nutzerverhalten muss angepasst werden. Eine Dämmung mit Silikantpatten sollte zusätzlich aufgebracht werden. Die Stärke der Platte richtet sich nach der Notwendigkeit. Bei einem Temperaturunterschied von 2-3° zwischen Raumtempteratur und Oberflächentemperatur wird es mit hocher Wahrscheinlichkeit funktionieren. Es muss der aw-Wert unter 0,8 liegen und der FRsi nach DIN 4108-2 über 0,7 liegen.

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