Ist ein Blitzschutz auf dem Dach notwendig?

Blitzschutz - und damit auch Brandschutz - in Form eines Blitzableiters auf dem Dach ist in Deutschland keine gesetzliche Pflicht für Privatpersonen, sofern sich das Eigenheim nicht in unmittelbarer Nähe zu hohen Gebäuden befindet. Trotz fehlender gesetzlicher Vorgaben sollte man den Blitzschutz nicht vernachlässigen, denn ein Blitzschlag im Dach ist eine große Brandgefahr und richtet schwere Schäden an.
Dieser Artikel wurde von
Thorben Frahm für www.Daemmen-Und-Sanieren.de verfasst.
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DachDacharbeitenBlitzschutz

Blitzschutz auf dem Dach vermeidet Dachschäden

Ein Blitzeinschlag im Hausdach - Bildquelle © Patrick Daxenbichler - fotolia.com

Das besondere an Blitzen ist die Tatsache, dass sie ihre Energiemenge innerhalb eines enorm kurzen Moments entladen. Pro Quadratkilometer schlagen jährlich nur drei bis vier Blitze ein, richten aber einen hohen Schaden an, wenn sie dabei Menschen, Tiere, Bäume oder Gebäude treffen.

Bei einem ungesicherten Dach droht Brandgefahr. Im Gebäudeinneren werden durch die Überspannung viele Elektrogeräte beschädigt. Grundsätzlich werden die bei einem Blitzschlag auftretenden Schäden zwar von der Wohngebäude- oder der Hausratversicherung getragen. Trotzdem ist der aufgetretene Schaden inklusive Verhandlungen mit den Versicherungen, der Neubeschaffung von Geräten und der Reparatur des Daches oft deutlich höher.

Der Blitzschutz leitet die Energie vom Dach in den Erdboden

Allen Dach Blitzableiter Anlagen ist der prinzipielle Aufbau in Fangleine, Ableitung und Erdung gemeinsam. Die Fangleine dient dazu, den Blitz tatsächlich "einzufangen" - durch die Ableitung wird die Energie am Gebäude entlang nach unten geführt, um durch die Erdung sicher in den Boden abgeleitet zu werden. Der Blitzableiter selbst überragt zwingend als unscheinbare Metallstange die höheren Bauteile auf dem Dach.

Bei einem Neubau kann grundsätzlich der betreuende Architekt angewiesen werden, den Blitzschutz per Blitzableiter zu optimieren. Anhand der umfangreichen Berechnungen zu den Blitzschutzklassen sollte die Dimensionierung einer Blitzableiter Anlage nicht von Laien durchgeführt werden. Der Blitzschutz wird teilweise von versierten Dachdeckerfirmen als zusätzliche Serviceleistung im Rahmen von Dacharbeiten angeboten.

Äußerer-, Innerer-, und Überspannungsblitzschutz

Bei der Installation eines Blitzschutzes gibt es drei verschiedene Möglichkeiten, diesen zu gewähren:

Äußere Blitzschutz Innere Blitzschutz Überspannungsschutz
  • die Fangeinrichtung nimmt die direkten Blitzeinschläge auf und leitet diese weiter in die Erdungsanlage
  • verhindert Schäden an technischen Einrichtungen durch Blitzteilströme und Überspannungen
  • schützt elektrische/elektronische Endgeräte vor Beschädigungen durch Blitzeinschläge aufgrund von Überspannung, Schalthandlungen im Energieversorgungsnetz und fernen Blitzeinschlägen

Letztere Schutzanlage kann unabhängig von der Inneren- und Äußeren Blitzschutzanlage installiert werden. Allerdings bietet eine Kombination aus der Inneren- und Äußeren Blitzschutzanlage einen optimalen Schutz vor Blitzeinschlägen und den dadurch folgenden Schäden, die gegebenfalls in einem Brand, vor allem im Dachstuhl, enden können.

Aktiver Schutz am Dach: Antennen mit Blitzschutz verbinden

Für einen aktiven Blitzschutzschutz muss eine auf dem Dach angebrachte Dachantenne mit einem vorhandenen Blitzableiter verbunden werden, idealerweise durch eine Antennenrohrschelle. So wird eine zuverlässige Erdung gewährleistet.

Wenn kein Blitzschutz vorhanden ist, sollte der Anschluss der Antennenanlage an die Gebäude-Erdung erfolgen. Beide Varianten sollten aber auf jeden Fall von einem Fachmann durchgeführt werden. Das kann bei einem auftretenden Schadensfall mit Dachschaden viel Ärger mit der Versicherung ersparen.

Beispiel: Kostenaufstellung einer Blitzschutzanlage

Das folgende Beispiel zeigt eine Kostenaufstellung an einem kleinen Wohnhaus:

  • 1-1,5 Geschosse
  • Dacheindeckung: Betondachsteine
  • Grundfläche ca. 110 m²
Ausreichend Erdungsanschlüsse vorhanden bis Oberkante Erdreich: ca. 1500€
zusätzlich für Erdungsanlage: ca. 2000€
zusätzlich für Überspannungsschutz der Innenräume: ca. 1500€

Neben den Antennen sollte auch der Dachschmuck einen guten Blitzschutz bekommen. Parallel zum Brandschutz hilft ein Dach Schneefang, im Winter auftretende Lasten zu verteilen.

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Erfahrungen & Fragen zum Thema Dach

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Sandwichplatten sind als Dacheindeckung auf Wohnhäusern ungeeignet.

Erstens ist es schwierig bis unmöglich einen wärmebrückenfreien Anschluss an den Baukörper herzustellen, zweitens ist es sehr schwierig, dauerhaft Luftdichtheit herzustellen, drittens sind Durchdringungen wie Kamin oder Entlüftungen nur mit geeigneten Formteilen dicht anzuschließen, ein nachträglicher Einbau von Fenstern ist möglich aber teuer und kompliziert.

Ein weiterer Aspekt ist der Schallschutz, der bei Sandwichelementen sehr schlecht ist. Ich würde bei Wohnhäusern immer zu herkömmlichen, bewährten Konstruktionen raten, idealerweise mit Aufsparrendämmung.

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Antwort von Energie und Solartechnik

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Antwort von Bauhofer Dachtechnik GmbH

Ja das geht. EPDM- Folie ist Bitumenverträglich, aber es muß ein spezieller Voranstrich aufgetragen werden und die Bahn darf nicht zu heiß angeflämmt werden.
Grüße J. Bauhofer

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