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Dachschmuck: traditionell oder modern?

Die Geschichte vom Dachschmuck geht zurück bis auf die Germanen, die die gekreuzten Giebelbalken ihrer Häuser mit geschnitzten Pferdeköpfen verzierten. Über die Jahrhunderte wandelte sich der Dachschmuck zu überwiegend christlichen Motiven wie Kreuzen. Lange Zeit blieben die Dächer dann unverziert - erst in der jüngeren Vergangenheit hat sich der Trend aus Nordamerika durchgesetzt, das Dach zu Weihnachten festlich zu schmücken und zu verzieren.
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Dachschmuck traditionell

Ein oft verwendeter Dachschmuck: Der Schlafwandler - Bildquelle ©edder99 - fotolia.com

Der Tradition verhafteter Dachschmuck orientiert sich an den Dachschmuck Arten vom Germanenkult bis zum späten Barock. Pferdeköpfe, Katzen, Firstblumen oder Kreuze sind deshalb genauso geeignete Motive wie Wetterhähne oder stolze Adler. Der Tradition gemäß werden die Figuren bevorzugt direkt am Vordergiebel befestigt. So wachen die Figuren über das Dach und sein Haus und bieten dem Passanten einen imposanten Anblick.

Damit die Figuren nicht zu schwer sind, werden sie oft aus Kunstharz gefertigt. Auf dem Firstziegel werden sie mit einer Bohrung verankert und anschließend mit Kunstharz verklebt. Dachschmuck lässt sich auch bereits bei der Dacheindeckung mit einplanen: besonders ein Schieferdach bietet die Möglichkeit, mit unterschiedlichen Farben ein regelrechtes Mosaik aus Dachsteinen zu legen.

Verschiedenfarbige Dachziegel bilden ein Mosaik - Bildquelle ©blende11.photo

Moderne Varianten vom Dachschmuck

Wen ein klassischer Wasserspeier reizt, kann es auch mit einem Schlafwandler versuchen. Auch Katzen, Käfer oder Feuerwehrmänner lassen sich am Firstgiebel oder an der Dachrinne befestigen. Noch moderner sind Varianten, die mit LED-Beleuchtung glänzen. Insbesondere zu Weihnachten haben sich blinkende Lichterketten die Dachentwässerung entlang bewährt. Wie bei allen elektrisch betriebenen Anlagen im Außenbereich sollten die jeweiligen Dachschmuck Varianten für den Außengebrauch zugelassen sein.

Beleuchtete Rentiere, Schlitten und Weihnachtsmänner sehen natürlich inmitten eines weißverschneiten Dachs sehr festlich aus. Aus Sicherheitsgründen sollten sie aber besonders umsichtig am Dach befestigt werden, damit der Dachschmuck keinem Passanten vor die Füße fällt. Es empfiehlt sich, bereits bei den sommerlichen Dacharbeiten entsprechende Befestigungsmöglichkeiten wie Haken zu überprüfen oder anzubringen: so kann man Weihnachten entspannt mit einem schönen Dachschmuck begegnen.

Montageanleitung am Beispiel eines Schlafwandlers

1. Nachdem eine Stelle für die Platzierung des Schlafwandlers ausgesucht wurde, wird ca. mittig unter leichtem Druck ein Loch in den Ziegel gebohrt.

2. Nun wird der Schlafwandler mit einer Sechskantschraube an dem Ziegel befestigt und mit der Unterlegscheibe angeschraubt. Beide Utensilien sind im Lieferumfang des Dachschmucks enthalten. Dabei ist zu beachten, die Schraube lediglich handfest anzuziehen und nicht zu viel Druck auszuüben.

3. Nach der Kontrolle, ob der Schlafwandler fest sitzt, wird der Ziegel samt Schmuck wieder an der Ausgangsposition montiert. Durch das Loch im Firstziegel lässt sich eine Schraube leicht am Trockenziegel anbringen.

4. Zuletzt erfolgt eine weitere Kontrolle, ob der Ziegel inklusive Schlafwandler am Dach fest sitzt. Durch leichtes wackeln kann somit herausgefunden werden, ob der Dachschmuck aufrecht und fest steht.

Bei einem Dachschmuck mit Beleuchtung (Solarlaterne) wird diese mit Hilfe des beiliegenden Metallschäkels an dem Schlafwandler befestigt.

Bei elektrischem Dachschmuck sollte man darauf achten, dass der Blitzschutz weiterhin gewährleistet ist. Eine Dachleiter kann helfen, Dachschmuck leichter zu montieren und wieder abzubauen.

Dieser Artikel wurde erstellt von: Thorben Frahm, Redakteur www.Daemmen-Und-Sanieren.de