Einspeisevergütung für eine Photovoltaik-Anlage

Wenn Sie planen, Ihr Dach zu sanieren oder neu eindecken zu lassen, kommen mitunter auch Gedanken an eine Solaranlage auf. Würde es sich lohnen, im Zuge der Arbeiten gleich auch eine Photovoltaik Anlage installieren zu lassen? Zu welchen Konditionen eine solche Anlage derzeit realisiert werden kann zeigt der nachfolgende Text. Er listet fortlaufend die aktuelle Einspeisevergütung und gibt Hinweise zu den verschiedenen Betreibermodellen einer PV-Anlage.
Dieser Artikel wurde von
Christian Märtel für www.Daemmen-Und-Sanieren.de verfasst.
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DachPhotovoltaikEinspeisevergütung

Einspeisevergütung für Photovoltaik Anlagen auf Hausdächern

Photovoltaik Anlagen erzeugen Strom. Wenn Sie im Zuge einer Dachsanierung oder Dachneueindeckung über solch eine Anlage nachdenken stellt sich die Frage, was Sie mit dem erzeugten Strom machen wollen. Sie können ihn selbst verbrauchen bzw. gegen eine Vergütung, die sog. Einspeisevergütung, ins Netz einspeisen.

Abhängig von den Anschaffungskosten einer solchen Anlage (ca. 1.300€ pro kWp für Kleinanlagen) und der jährlich erzeugten Strommenge (zwischen 900 und 1.200 kWh pro kWp) können Sie dauerhaft eigenen Strom zu Selbstkosten von umgerechnet 11 bis 13 Cent pro Kilowattstunde produzieren. Bei großen Dachanlagen sind die Konditionen mit 8 bis 12 Cent Stromgestehungskosten noch etwas besser.

Die Einspeisevergütung, die Sie für den ins Netz eingespeisten Strom erhalten, liegt derzeit bei folgenden Sätzen:

Inbetriebnahme
im Monat
Anlagentyp Nennleistung
der PV-Anlage (kWp)
Einspeisevergütung
(Cent/kWh)
Einspeisevergütung Februar 2019 Anlagen auf Wohngebäuden, Lärmschutzwänden und Gebäuden nach § 48 Absatz 3 EEG bis 10 11,35
>10 bis 40 11,03
>40 bis 100 9,47
sonstige Anlagen
bis 100 7,84
Einspeisevergütung März 2019 Anlagen auf Wohngebäuden, Lärmschutzwänden und Gebäuden nach § 48 Absatz 3 EEG bis 10 11,23
>10 bis 40 10,92
>40 bis 100 8,99
sonstige Anlagen bis 100 7,76
Einspeisevergütung April 2019 Anlagen auf Wohngebäuden, Lärmschutzwänden und Gebäuden nach § 48 Absatz 3 EEG bis 10 11,11
>10 bis 40 10,81
>40 bis 100 8,50
sonstige Anlagen bis 100 7,68

Gewährt wird die Einspeisevergütung für 20 volle Kalenderjahre sowie die restlichen Monate im Jahr der Inbetriebnahme. In der Höhe ist die Einspeisevergütung für die gesamten 20 Jahre festgeschrieben. Ihr Wert bemisst sich anhand des Monat, in dem die Photovoltaik Anlage in Betrieb genommen wird (siehe Tabelle).

Geringe Einspeisevergütung setzt Anreize zum Eigenverbrauch

Als Eigentümer eines Ein- oder Mehrfamilienhauses (Anlagengröße üblicherweise bis 10 kWp) können Sie den erzeugten Solarstrom einer Photovoltaik Anlage also für derzeit rund elf Cent "verkaufen" und ins Netz einspeisen. Produziert haben Sie diesen Strom für umgerechnet 11 bis 13 Cent.

Was fällt hier auf? Mitunter lohnt es sich gar nicht den Strom ins Netz einzuspeisen, wenn sie ihn umgerechnet für mehr Geld produzieren, als sie ihn wieder verkaufen können mit der Einspeisevergütung. (Abhängig ist die Höhe der Stromgestehungskosten neben der Sonneneinstrahlung vor Ort auch von den Konditionen, zu denen Ihnen einen Photovoltaikanlage angeboten wird). Aus diesem Grund wird der Selbstverbrauch des erzeugten Solarstroms immer interessanter. So müssen Sie weniger Strom vom Netzbetreiber beziehen und können die monatliche Stromrechnung etwas reduzieren.

Für Kleinanlagen auf Ein- und Mehrfamilienhäusern empfiehlt es sich in diesem Fall unter einer Anlagenleistung von 10 kWp (Kilowattpeak) zu bleiben. Das entspricht ungefähr 40 bis 50 Modulen bzw. einer bebauten Dachfläche (Satteldach) von ca. 80 Quadratmetern. Bis zu dieser Anlagengröße können Sie mit einer neu gebauten Photovoltaikanlage den erzeugten Solarstrom frei verbrauchen. Dachanlagen mit mehr Leistung müssen seit August 2014 eine finanzielle Abgabe (anteilige EEG-Umlage) auf jede Kilowattstunde Solarstrom zahlen, die selbst verbraucht wird.

Wenn Sie im Zuge Ihrer Dachsanierung die Investition in eine Photovoltaik Anlage durchrechnen lassen wollen, wenden Sie sich am besten an einen Fachbetrieb für Photovoltaik Anlagen in Ihrer Nähe. Dieser kann Ihnen nach einem Ortstermin die genauen Konditionen nennen. Einen ersten unverbindlichen Eindruck liefert vorab auch unser Photovoltaik Rechner.

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Erfahrungen & Fragen zum Thema Einspeisevergütung

Aufteilung zwischen PV Anlagenbetreiber und Eigentümer?

Ich habe eine PV Anlage gekauft und sie wird auf dem Dach meines Vaters auf seinem Hof montiert, so dass er Anlagenbetreiber ist. Kann ich dann Eigentümer der Anlage sein und die Anschaffungskosten wie Betriebskosten steuerlich geltend machen? Und mein Vater als Betreiber wiederum die Einspeisevergütung? Und wer meldet die Anlage bei der Bundesnetzagentur an?
Antwort von Elektro Böld Thomas

Wenn Sie die Dachfläche mieten und im Mietvertrag die Nutzung des Daches für eine PV beschreiben dann sind Sie der Eigentümer. Bei der EVU Anmeldung wird die FL Nr gefordert und die Unterschrift des Grundbesitzers. Wenn die Zähleranlage auf Sie läuft dann sind Sie der Betreiber
In Ihrem Fall ist eine sauber Trennung für beide Seiten besser.

Die Meldung bei der Bnetz Agentur ist die Pflicht des Betreibers.

Fragen zur Einspeisevergütung 2018 & Abschaltregelung

Ich habe soeben eine doppelte Viessman Monokristallin PV-Anlage (9,5kW +3,5kW mit 2 SMA Wechselrichter) auf mein Dach in Mainz verlegt. Ziel ist die große Anlage ab dem 1.1.2018 anzuschliessen und ein Jahr später die kleinste. Ich hätte zwei Fragen: 1) Wissen Sie ob schon geplant ist, ab dem 1.1.2018 die Einspeisevergütung abzusinken? Ich würde sonst bis zum 2.Januar abwarten, um die Anlage in Betrieb zu setzen, um volle 20J Vergütung zu bekommen. 2) Ich habe einige Zweifeln bzgl. der 70% Abschaltregelung. Meine Anlage liegt zwar perfekt in Süd-Süd/Ost Richtung und mit 30% Dachneigung, aber ich befürchte, dass die ca. 500€ Zusatzkosten für den RSE nicht ausbezahlt bekomme. Werde ich mit dem Deutschen Wetter und einamal meinen Bedarf abgezogen die 7kW so oft überschriten? Was würden Sie mir empfehlen? 3) Soll ich soweit verstanden, für die kleine Anlage die 70% Regelung am besten akzeptieren?
Antwort von Christian Kolsch Solar & Sanitärtechnik

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