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Einspeisevergütung für eine Photovoltaik-Anlage

Wenn Sie planen, Ihr Dach zu sanieren oder neu eindecken zu lassen, kommen mitunter auch Gedanken an eine Solaranlage auf. Würde es sich lohnen, im Zuge der Arbeiten gleich auch eine Photovoltaik Anlage installieren zu lassen? Zu welchen Konditionen eine solche Anlage derzeit realisiert werden kann zeigt der nachfolgende Text. Er listet fortlaufend die aktuelle Einspeisevergütung und gibt Hinweise zu den verschiedenen Betreibermodellen einer PV-Anlage.
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Einspeisevergütung für Photovoltaik Anlagen auf Hausdächern

Photovoltaik Anlagen erzeugen Strom. Wenn Sie im Zuge einer Dachsanierung oder Dachneueindeckung über solch eine Anlage nachdenken stellt sich die Frage, was Sie mit dem erzeugten Strom machen wollen. Sie können ihn selbst verbrauchen bzw. gegen eine Vergütung, die sog. Einspeisevergütung, ins Netz einspeisen.

Abhängig von den Anschaffungskosten einer solchen Anlage (ca. 1.300€ pro kWp für Kleinanlagen) und der jährlich erzeugten Strommenge (zwischen 900 und 1.200 kWh pro kWp) können Sie dauerhaft eigenen Strom zu Selbstkosten von umgerechnet 11 bis 13 Cent pro Kilowattstunde produzieren. Bei großen Dachanlagen sind die Konditionen mit 8 bis 12 Cent Stromgestehungskosten noch etwas besser.

Die Einspeisevergütung, die Sie für den ins Netz eingespeisten Strom erhalten, liegt derzeit bei folgenden Sätzen:

Inbetriebnahme
im Monat
Anlagentyp Nennleistung
der PV-Anlage (kWp)
Einspeisevergütung
(Cent/kWh)
Einspeisevergütung Februar 2019 Anlagen auf Wohngebäuden, Lärmschutzwänden und Gebäuden nach § 48 Absatz 3 EEG bis 10 11,35
>10 bis 40 11,03
>40 bis 100 9,47
sonstige Anlagen
bis 100 7,84
Einspeisevergütung März 2019 Anlagen auf Wohngebäuden, Lärmschutzwänden und Gebäuden nach § 48 Absatz 3 EEG bis 10 11,23
>10 bis 40 10,92
>40 bis 100 8,99
sonstige Anlagen bis 100 7,76
Einspeisevergütung April 2019 Anlagen auf Wohngebäuden, Lärmschutzwänden und Gebäuden nach § 48 Absatz 3 EEG bis 10 11,11
>10 bis 40 10,81
>40 bis 100 8,50
sonstige Anlagen bis 100 7,68

Gewährt wird die Einspeisevergütung für 20 volle Kalenderjahre sowie die restlichen Monate im Jahr der Inbetriebnahme. In der Höhe ist die Einspeisevergütung für die gesamten 20 Jahre festgeschrieben. Ihr Wert bemisst sich anhand des Monat, in dem die Photovoltaik Anlage in Betrieb genommen wird (siehe Tabelle).

Geringe Einspeisevergütung setzt Anreize zum Eigenverbrauch

Als Eigentümer eines Ein- oder Mehrfamilienhauses (Anlagengröße üblicherweise bis 10 kWp) können Sie den erzeugten Solarstrom einer Photovoltaik Anlage also für derzeit rund elf Cent "verkaufen" und ins Netz einspeisen. Produziert haben Sie diesen Strom für umgerechnet 11 bis 13 Cent.

Was fällt hier auf? Mitunter lohnt es sich gar nicht den Strom ins Netz einzuspeisen, wenn sie ihn umgerechnet für mehr Geld produzieren, als sie ihn wieder verkaufen können mit der Einspeisevergütung. (Abhängig ist die Höhe der Stromgestehungskosten neben der Sonneneinstrahlung vor Ort auch von den Konditionen, zu denen Ihnen einen Photovoltaikanlage angeboten wird). Aus diesem Grund wird der Selbstverbrauch des erzeugten Solarstroms immer interessanter. So müssen Sie weniger Strom vom Netzbetreiber beziehen und können die monatliche Stromrechnung etwas reduzieren.

Für Kleinanlagen auf Ein- und Mehrfamilienhäusern empfiehlt es sich in diesem Fall unter einer Anlagenleistung von 10 kWp (Kilowattpeak) zu bleiben. Das entspricht ungefähr 40 bis 50 Modulen bzw. einer bebauten Dachfläche (Satteldach) von ca. 80 Quadratmetern. Bis zu dieser Anlagengröße können Sie mit einer neu gebauten Photovoltaikanlage den erzeugten Solarstrom frei verbrauchen. Dachanlagen mit mehr Leistung müssen seit August 2014 eine finanzielle Abgabe (anteilige EEG-Umlage) auf jede Kilowattstunde Solarstrom zahlen, die selbst verbraucht wird.

Wenn Sie im Zuge Ihrer Dachsanierung die Investition in eine Photovoltaik Anlage durchrechnen lassen wollen, wenden Sie sich am besten an einen Fachbetrieb für Photovoltaik Anlagen in Ihrer Nähe. Dieser kann Ihnen nach einem Ortstermin die genauen Konditionen nennen. Einen ersten unverbindlichen Eindruck liefert vorab auch unser Photovoltaik Rechner.

Dieser Artikel wurde erstellt von: Christian Märtel, Redakteur www.Daemmen-Und-Sanieren.de

Erfahrungen & Fragen zum Thema Einspeisevergütung

Fragen zur Einspeisevergütung 2018 & Abschaltregelung

Ich habe soeben eine doppelte Viessman Monokristallin PV-Anlage (9,5kW +3,5kW mit 2 SMA Wechselrichter) auf mein Dach in Mainz verlegt. Ziel ist die große Anlage ab dem 1.1.2018 anzuschliessen und ein Jahr später die kleinste. Ich hätte zwei Fragen: 1) Wissen Sie ob schon geplant ist, ab dem 1.1.2018 die Einspeisevergütung abzusinken? Ich würde sonst bis zum 2.Januar abwarten, um die Anlage in Betrieb zu setzen, um volle 20J Vergütung zu bekommen. 2) Ich habe einige Zweifeln bzgl. der 70% Abschaltregelung. Meine Anlage liegt zwar perfekt in Süd-Süd/Ost Richtung und mit 30% Dachneigung, aber ich befürchte, dass die ca. 500€ Zusatzkosten für den RSE nicht ausbezahlt bekomme. Werde ich mit dem Deutschen Wetter und einamal meinen Bedarf abgezogen die 7kW so oft überschriten? Was würden Sie mir empfehlen? 3) Soll ich soweit verstanden, für die kleine Anlage die 70% Regelung am besten akzeptieren?
Antwort von Christian Kolsch Solar & Sanitärtechnik

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Umstellung von Volleinspeisung auf teilweisen Eigenverbrauch möglich?

Im März 2011 haben wir auf dem Dach unseres Hauses eine 11,4 kW Fotovoltaikanlage installiert und beziehen als "Gewerbebetrieb" seither ca. 28 Cent je eingespeister KWh. Wir möchten nun einen Teil des erzeugten Stromes selbst verbrauchen. Ist diese Umstellung auch noch im Nachhinein möglich? Wie wird hierbei die Förderung (IMHO ca. 12 Cent je eigengenutzte kWh). Muss ich dann Umsatzsteuer für den selbstgenutzten Strom bezahlen? Vielen Dank und Grüße!
Antwort von RegEnSol

Ja es ist sehr leicht möglich und auch gesetzlich erlaubt, Ihre auf Eigenverbrauch umzustellen.
Wenn Ihre Anlage aus dem Jahr 2011 ist, bekommen Sie 28,74Cent für den eingespeisten Strom.
Aber Sie bekommen für den selbstverbrauchten PV-Strom zusätzlich eine Vergütung von 12,36 Cent und brauchen aber keinen Strom dafür mehr einkaufen. ==> Sie haben hier eine Ersparnis von 25 Cent.
25 Cent Ersparnis plus 12,36Cent Zusatzvergütung sind 37,36 Cent.
Auf jeden Fall besser als "nur" 28,74 Cent kassieren.
Und jetzt kommt noch eins obendrauf.
Haben Sie mehr als 30% Eigenverbrauch (das erreichen Sie locker mit einem Stromspeicher) gibt es 16,74 Cent Zusatzvergütung.
Und noch eins: PV plus Speicher und Cloud: Sie brauchen wahrscheinlich keinen Strom mehr einkaufen.
Haben Sie Interesse, melden Sie sich einfach.

Also auf jeden Fall nichts wie umstellen.

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