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Sparren und Dämmung von Dachsparren

Sparren spielen zusammen mit den Dachpfetten eine wichtige Rolle in der Dachstatik. Je nach Material der Dachsparren ergeben sich ganz eigene Anforderungen an die Statik des Dachstuhls. Wer nach EnEV seinen Altbau dämmen möchte, steht oft vor dem Problem sanierungsbedürftiger Sparren. Auch bei der Sparrendämmung, beim Aufdoppeln oder Verlängern der Dachsparren stellen sich je nach den individuellen baulichen Gegebenheiten wichtige Fragen zum sicheren Umgang mit den Sparren.
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Sparren - tragender Bestandteil des Daches

Befestigung der Dachsparren - Bildquelle © ftfoxfoto - fotolia.com

Ein klassischer Bestandteil eines Daches sind Sparren und Pfetten. Dachsparren verlaufen senkrecht von der Traufe, dem niedrigsten Punkt des Daches, bis zum First, der Spitze des Daches. Sparren leiten die aufliegende Last mittels aufliegender Pfetten in darunter liegendes Tragwerk. Mögliche Materialien sind neben Vollholz und Brettschichtholz auch Stahl, Aluminium oder Stahlbeton.

Zwischen, auf oder unter den Sparren wird dann üblicherweise die Dachdämmung aufgebracht. Traditionell entspricht die Breite der Sparren der verwendeten Dämmungs­dicke. Die Sparrendämmung ist eminent wichtig für eine energetisch korrekte Bauweise: nur eine sorgfältig ausgeführte Sparrendämmung schützt das Haus vor Wärmeverlust und eindringender Feuchtigkeit.

Statische Eigenschaften von Dachsparren

Je nach Material der Dachsparren ergeben sich statische Konsequenzen: bei Vollholz empfiehlt sich, nicht über vier Meter Sparren Länge hinaus zu gehen. Brettschichtholz dagegen ist durchaus auch für größere Längen geeignet. Je nach Dachbauart - Sparren- oder Pfettendach oder verschiedenen Sonderformen - sind Auswechslungen möglich.

Auswechslungen sind Aussparungen in der Dachkonstruktion für Gauben, Dachfenster oder Schornsteine. Insbesondere bei einem Sparrendach wird empfohlen, keinesfalls über den doppelten Sparrenabstand hinaus Auswechslungen vorzunehmen. Bei Umbaumaßnahmen und einer Dachsanierung muss also mit einem Experten geklärt werden, ob mit den vorliegenden Abständen zwischen den Dachsparren der Einbau einer Dachgaube oder Dachfenstern in dem Dach möglich ist. Eventuell ist auch ein Aufdoppeln oder Verlängern notwendig.

Dachsparren berechnen

Sparrenlänge: - die Dachhöhe und Dachtiefe oder die Dachneigung und Dachtiefe wird zur Berechnung benötigt
Sparrenabstand: - Sparrenabstand e -> Normal beträgt der Abstand zwischen Sparren 80-100 cm. In Neubauten meist 65-80 cm.
Sparrenmaße: - Sparrenhöhe (Pfettendach): hat das Pfettendach eine geringe Dachneigung, kann man zur Berechnung der Höhe die maximale Länge der Sparren mit 1/24 multiplizieren:
Bsp.: 250cm x (1/24) = 10,42 cm

- Sparrenbreite: der Sparrenabstand e wird durch 10 geteilt:
Bsp.: 150cm : 10 = 15 cm

- Sparrenhöhe (Satteldach):
bei einer Dachneigung mit mehr als 20° wird die Sparrenhöhe durch die Sparrenlänge errechnet. Besonderheit: es werden 2 cm extra addiert (alte Faustregel):
Bsp.: 250cm x (1/24) + 2 = 12,42 cm

Aufdoppeln und Verlängern von Sparren bei der Sparrendämmung

Das Aufdoppeln von Dachsparren wird dann notwendig, wenn gemäß EnEV eine dickere Dämmung verbaut werden soll. Die Sparrendämmung, insbesondere die Zwischensparrendämmung, muss zwischen die Sparren eingeklemmt werden - und das ohne Überstand. Um Dachsparren bei einer Sparrendämmung aufdoppeln zu können, ist deswegen zunächst der Gang zum Fachmann angebracht. Denn durch die zusätzliche Holzlast bei der Sparrendämmung ändert sich der Lastabtrag, der auf das darunter liegende Gebäude entfällt.

Nach der Berechnung und der Freigabe durch den Statiker können die Dachsparren seitlich aufgedoppelt werden: so erfolgt die Verstärkung statisch wirksam und sicher. Die Verstärkung kann sowohl genagelt als auch gebohrt werden und man sollte auf gerade, möglichst massive Brettausführungen achten. Auch das Verlängern von Dachsparren sollte unbedingt statisch berechnet werden.

Dieser Artikel wurde erstellt von: Thorben Frahm, Redakteur www.Daemmen-Und-Sanieren.de