Was ist ein Wärmedämmverbundsystem?

Das Kürzel WDVS steht für den Begriff "Wärmedämmverbundsystem". Es beschreibt ein System, das hauptsächlich bei der Außendämmung von Gebäuden eingesetzt wird. Ein Verbund aus mehreren fein abgestimmten Ebenen aus verschiedenen Baustoffen stellt sicher, dass die Dämmung ihre Aufgaben erfüllt: Wärmeverluste durch Abstrahlung verhindern, Luftwechsel einschränken und die Ansammlung von Wasser innerhalb der Gebäudewand vermeiden.

WDVS: so funktioniert ein Wärmedämmverbundsystem

Zentraler Teil eines WDVS ist der Dämmstoff. Die Bandbreite ist groß: neben Mineralwolle können unter anderem auch EPS, XPS, PUR, Holzfasern, Perlite, Kork oder Mineralschäume und weitere Stoffe eingesetzt werden. Der Dämmstoff wird an der Außenwand befestigt. Dies kann über Kleben, Dübeln oder eine mechanische Befestigung (Schiene) geschehen. Reines Kleben mit einem Klebemörtel ist am günstigsten, aber bei schwereren WDVS nicht immer möglich. In diesem Fall wird auf Dübel zurückgegriffen.

Der Dämmstoff wird dann mit einem Unterputz (Armierungsschicht + Armierungsgewebe) versehen, die gegen Umwelteinflüsse schützt. Auf die Armierungsschicht wird als Schlussbeschichtung der Außenputz verbracht. Auch Holz, Keramik Klinker oder Metall können die Schlussbeschichtung bilden.

WDVS SchnittbildBeispielhaftes Schnittbild eines WDVS, Bild: Wacker Chemie AG

Ein gutes WDVS-System gewährleistet:

  • Wärmeschutz - die Energie bleibt im Gebäude!
  • Witterungs- und Feuchteschutz nach Innen & Außen - das Gebäude sollte vor Schlagregen sicher sein, aber auch Kondenswasser sollte Innen nicht einfach kondensieren können.
  • Brandschutz: die Baustoffe sollten ausreichend feuerbeständig sein.
  • Schallschutz: eine weitere Option. Ein Wärmedämmverbundsystem kann so gestaltet werden, dass zum Beispiel an viel befahrenen Straßen die Geräuschbelastung deutlich abnimmt.

Ein WDVS ist für fast alle Gebäudetypen eine interessante Dämmmethode - vom Bestandsbau bis hin zum Neubau. Auch die Größe der Immobilie spielt bei einem WDVS keine besondere Rolle. Die Kosten der Dämmung mit Wärmedämmverbundsystem variieren deutlich - sie sind neben dem Gebäude selbst vor allem von den verwendeten Baustoffen abhängig. Das hessische Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz geht in einer Broschüre unter Berufung auf die Deutsche Energieagentur (DENA) von 123 Euro pro Quadratmeter Wandfläche bei Verwendung von einer 15cm starken Dämmung mit einem WDVS mit Polystyrolplatten aus. Bei einem Einfamilienhaus mit 150 Quadratmetern Wandfläche ergab die Untersuchung Kosten von durchschnittlich 18.000 Euro.

Fachbetriebe helfen bei der Montage eines Wärmedämmverbundsystems

Beachten Sie bei einer Dämmung - ob mit WDVS oder nicht - dass Sie auch alle anderen Komponenten ihres Gebäudes genau untersuchen. Die beste Außendämmung wird durch schlecht isolierte Fenster, Keller oder Dachgeschosse um ihren Vorteil gebracht. Außerdem: eine Selbstmontage empfiehlt sich bei einem WDVS generell nicht. Hier sollte eine wirklich sachgerechte Montage durch den Fachmann erfolgen.

Fachbetriebe für Dämmung & Sanierung helfen Ihnen bei allen Fragen und Planungsschritten rund um Wärmedämmverbundsystem und Gebäudesanierung.

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