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    Polystyrolplatten

    Polystyrolplatten (auch: Polystyrol Hartschaumplatten) zur Wärmedämmung gibt es als EPS Platten mit expandiertem Polystyrol und als XPS Platten aus extrudiertem Polystyrol. Beide Varianten der Polystyrolplatten haben jeweils etwas unterschiedliche Eigenschaften und sind nicht genau für dieselben Dämmzwecke geeignet.
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    Polystyrolplatten als Dämmmaterial: Einsatzbereiche & Eigenschaften

    Polystyrolplatten© Wolfgang Kruck - Fotolia.comBeide Arten der Polystyrolplatten (EPS und XPS) lassen sich laut WECOBIS, dem Ökologischen Baustoff­informations­system, im Bereich Decke und Dach verwenden für eine vor der Witterung geschützte Außendämmung (unter Abdichtung oder Dachdeckung); für eine Innendämmung des Dachs unter den Sparren oder als abgehängte Decke sowie für eine Innendämmung der Decke oder der Oberseite einer Bodenplatte unter dem Estrich ohne Schallschutz­anforderungen.

    Eine der Witterung ausgesetzte Dämmung ist nur mit XPS Platten, nicht mit EPS Platten möglich. Dagegen eignen sich laut Wecobis EPS Polystyrol Hartschaumplatten für eine Zwischensparren­dämmung, ein zweischaliges Dach sowie nicht begehbare, aber zugängliche oberste Geschoss­decken sowie für eine Innendämmung der Decke oder der Oberseite einer Bodenplatte unter dem Estrich mit Schallschutzanforderungen.

    Beide Varianten der Polystyrolplatten eignen sich wiederum in der Fassaden-Dämmung für eine Außendämmung hinter Bekleidung und Abdichtung sowie unter Putz. Dagegen eignen sich nur EPS Platten für die Dämmung von Wänden in Holzrahmen- und Holztafelbauweise sowie generell für Innendämmung. Perimeterdämmung, die Wände oder die Bodenplatte gegen Erdreich abgrenzt, ist wieder mit beiden Varianten der Polystyrolplatten möglich.

    Was ist Polystyrol?

    Polystyrolplatten gehört zu den organisch-synthetischen Dämmplatten. Basisstoff ist für XPS wie EPS Platten Erdöl. Produziert wird EPS durch ein Vorschäumen von Polystyrol mit dem Treibmittel Pentan und ein anschließendes Aufschäumen. Der Polystyrol-Anteil liegt bei Polystyrolplatten bei etwa zwei Prozent. Der Rest ist Luft, weshalb Polystyrol Hartschaumplatten sehr leicht sind.

    EPS PlatteEin Stück expandiertes Polystyrol (EPS) | Autor: Vmadeira | Lizenz: CC BY-SA 3.0

    Bei XPS Platten sind die ersten Produktionsschritte gleich. Allerdings presst man Polystyrol und Treibmittel durch einen sogenannten Extruder, weshalb XPS Polystyrolplatten eine besonders homogene Zellstruktur bekommen, weniger Feuchtigkeit aufnehmen und stärkeren Druck aushalten. EPS haben wie XPS Platten eine Wärmeleitfähigkeit von etwa 35 bis 40 W/(m•K), sind praktisch unverrottbar sowie fäulnisresistent. Was den Preis angeht sind EPS Platten meist deutlich preisgünstiger als XPS Platten.

    Polystyrolplatten verarbeiten

    Für die Bearbeitung von EPS Platten wird Schneiden empfohlen, da bei der Arbeit mit Säge oder Fräse schnell viel Staub entsteht. Bei XPS Polystyrol Hartschaumplatten ist die Arbeit mit Sägen oft einfacher. Die Polystyrol Hartschaumplatten werden mit Dübeln befestigt oder mit speziellem Kleber verklebt.

    Kritische Stimmen

    Teils stehen Polystyrolplatten in der Kritik. Kritiker bemängeln ein ungünstiges Brandverhalten von Polystyrolplatten, wobei unter anderem die Deutsche Energieagentur (DENA) die Kritik zurück gewiesen hat. Die Diskussion bleibt kontrovers.

    Im Zweifel helfen Fachbetriebe für Dämmung bei der Einschätzung, wie gut Polystyrolplatten für ein konkretes Dämmvorhaben geeignet sind. Weiterführende Informationen hält auch diese Broschüre sowie unsere Übersicht zu weiteren Dämmplatten bereit.

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    Dieser Artikel wurde erstellt von: Christian Märtel, Redakteur www.Daemmen-Und-Sanieren.de