Gipskartonplatten im Trockenbau

Gipskartonplatten enthalten einen Kern aus Gips und eine Ummantelung aus Kartonage, wobei diverse Varianten mit unterschiedlichen Größen und unterschiedlichem Gewicht existieren. Nicht verwechselt werden sollte die Gipskartonplatte mit der Gipsfaserplatte.
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TrockenbauPlattenGipskartonplatten

Gipskartonplatten: Eigenschaften und Einsatzgebiete im Trockenbau

Charakteristisch bei Gipskartonplatten ist die abgerundete SeitenkanteBei Gipskartonplatten dient der äußere Mantel aus Karton für die Stabilität der gesamten Gipskartonplatte. Bei Gipsfaserplatten werden Zellulosefasern in den Gips gemischt und erfüllen dieselbe stabilisierende Funktion.

Im Handel werden Gipskartonplatten bisweilen auch unter der Bezeichnung „Gipsplatten“ verkauft. Dadurch wird es noch etwas schwieriger, Gipskartonplatten und Gipsfaserplatten zu unterscheiden.

Eingesetzt werden die Platten im Trockenbau und dienen dort in unterschiedlichen Größen und mit verschiedenem Gewicht etwa für nicht tragende Innenwände. Dafür werden Gipskartonplatten an ein Ständerwerk aus Holz oder Metall montiert.

Eigenschaften der Gipskartonplatten

Gipskartonplatten lassen sich im Normalfall einfach verarbeiten und auch einfach auf passende Größen zurechtschneiden. Eine Gipskartonplatte hat im Allgemeinen ein recht geringes Gewicht. Einfache Gipskartonplatten besitzen nur bedingt Schallschutz-Eigenschaften und eignen sich als Trockenbau-Platten praktisch nicht für den Brandschutz oder für feuchte Räume. Allerdings gibt es Gipskartonplatten in Varianten, die verschiedene Eigenschaften der Gipskartonplatte im Trockenbau deutlich verbessern:

  • So existieren spezielle Gipskarton-Feuerschutzplatten, die im Brandschutz durchaus die Feuerwiderstandsklasse F90 erreichen können.
  • Gelochte oder geschlitzte Gipskartonplatten dienen speziell dem Schallschutz.
  • Imprägnierte Gipskartonplatten eignen sich auch für den Einsatz in feucht werdenden Räumen, etwa in Badezimmern.
  • Daneben gibt es Platten speziell zum Schutz vor elektromagnetischer Strahlung oder Varianten, die sich insbesondere für gebogene Wände oder gewölbte Decken eignen.

Maße und Gewicht

Eine typische Dicke sind 12,5 Millimeter. Andere häufiger vorkommende Dicken der Gipskartonplatte sind etwa 9,5, 15 oder 18 Millimeter. Typische Größen der Gipskartonplatten sind 600 oder 1.250 Millimeter Breite und 2.000 bis etwa 4.000 Millimeter Länge. Allerdings hält der Handel auch viele andere Größen bereit. Das typische Gewicht liegt zwischen acht und bis über zwanzig Kilogramm pro m².

Einsatzgebiete der Gipskartonplatten im Trockenbau

Gipskartonplatten lassen sich im Trockenbau etwa zur Innenverkleidung des Daches einsetzen, für abgehängte Geschossdecken oder nicht tragende Innenwände. Je nach Variante können sie – wie bereits geschildert – auch Sonderaufgaben übernehmen. Als Verbundplatte mit Dämmstoff übernimmt sie etwa Aufgaben der Wärmedämmung.

Bisweilen werden Gipskartonplatten auch nach dem Hersteller Rigips Rigipsplatten genannt. Fachbetriebe für Trockenbau helfen bei der Auswahl und dem Innenausbau.

Weiterlesen zum Thema "Gipsfaserplatten"

Erfahrungen & Fragen zum Thema Gipskartonplatten

Dispersionssilikatfarbe VS reine Dispersionsfarbe

Ich habe in meinem EFH an den meisten Decken Knauf Gipskartonplatten. (Nur die Stöße sind gespachtelt) Es geht nun um die Anstriche. Wenn ich Ihre Artikel richtig verstanden habe, scheidet Silikatfarbe aus, da durch die Verkieselung die Farbe eine Verbindung mit dem Untergrund eingehen würde und beim späteren Entfernen der Farbe diesen beschädigen würde. Richtig soweit? Ich lege Wert darauf, dass die Farbe nicht gesundheitsschädlich ist. Auch sollte sie dispersionsoffen sein, um die Eigenschaften des Gipses nicht zu behindern. Ist deshalb einer Dispersionssilikatfarbe ggü. einer reinen Dispersionsfarbe der Vorzug zu geben? Gilt für den Bad- und Küchenbereich dasselbe? (=> GKB grün) Bitte geben Sie mir Ihre Empfehlung. Als weiterer Punkt würde mich Ihre Einschätzung zu einem Naturendputz (Lehm?) auf die mit Gips verputzen Wände interessieren.
Antwort von Meisterwerk

Jeder Anstrichstoff hat seine Vor- und Nachteile. Erstmal ist zu beurteilen, welche Eigenschaften die Beschichtung haben soll, sprich welche Anforderungen ist vom Anstrich zu verlagen, z.B. werden glatte Wände schnell schmutzig, sind Allergien bekannt. Erst wenn Sie wissen, was Ihnen wichtig ist, kann man für Sie den richtigen Anstrichstoff auswählen, weil jede Beschichtung seine Vor- und Nachteile hat. So gehe ich als Meisterbetrieb vor, damit ich meinen Kunden das anbieten kann, was sie brauchen und was über die Jahre mehr Nutzen hat. Erst wenn ein Produkt einen Mehrwert hat, ist man auch gewillt etwas mehr auszugeben, denn der Preis spielt auch eine Rolle. Ich mach Ihnen eine kurze Liste mit Vor- und Nachteilen der beiden Beschichtung.

Dispersionsfarbe:
Günstig
Hohe Reichweite ca. 100m²
Diffusionsoffen
Je nach Qualität der Farbe
Sehr gute Deckkraft Klasse 1
Nassabriebsklasse 1
Matt bis glänzend
Guter Verlauf
Schnell trockend
Nicht ätzend beim Verarbeiten
Keine hohen Abdeckaufwand
Robust

Dispersionssilikatfarbe:
Teuer
Gute Reichweite ca. 80m²
Sehr hohe Diffusionshoffenheit
Deckkraft Klasse 1
Nassabriebsklasse 2
Matt leicht wolkig
Ätzend für die Haut, hohe Schutzanforderung der Verarbeiter
Hoher Abdeckaufwand: Glas, Pflanzen, Möbeln und Boden können verätzt werden (Flecken)
Alkalischer Stoff, keine Schimmelbildung möglich
Perfekt für Feuchträume
Allergiker geeignet

In der Regel verwendet man bei gipshaltigem Untergrund eine Dispersionsfarbe, da dieser den Anforderungen genügt. Selbst bei einer Dispersionsfarbe gibt es Qualitätsunterschiede von 1,90€ pro Liter bis 5,60€. Die Dispersionssilikatfarbe wird meistens in Feuchträumen verwendet, weil das Risiko von Schimmelbildung höher ist oder auch in Wohnungen, die generell Probleme mit Schimmel haben. Oder Sie haben einen kalkhaltigen Untergrund z.B. ein Kalkzementputz, da ist es wichtig im System zu bleiben, da sonst die ganzen postiven Eigenschaften des Putzes verloren gehen, wenn man diesen mit Latex z.B. streichen würde.

Ich hoffe, dass ich Ihnen damit etwas geholfen habe. Es ist nicht einfach, das Richtige zu finden, aber dafür sind wir da. Bei Fragen können Sie mich gerne anrufen, ich werde Ihnen da gerne weiterhelfen.

Nachträglicher Einbau eines Badezimmers im Keller: Worauf muss ich achten?

Ich möchte im Keller ein Bad einbauen.Ich habe eine Außenwand, die ich von innen mit einem freistehenden Ständerwerk/Gipskartonplatten und Dämmung vorsetzen möchte. Zwischen dieser Trockenbauwand und Mauerwerk laufen Versorgungsleitungen wie: Heizungsrohre,Kalt/Warmwasserrohre und eine Dachentwässerung über ein altes Gusseisen Rohr DN 100. Wie muss ich nun vorgehen um alle bauphysikalischen Gesetze zu berücksichtigen?
Antwort von ausbau-systeme-coeln GmbH

Guten Tag,

das geht aber voll in die Hose.

Der angestrebte Ausbau in dieser Art würde kurzfristig zu verhehrenden Schimmelschäden führen!

Für den Ausbau im Keller sollten Sie an den Aussenwänden und in flankierenden Bauteilen zu Aussenwänden keine Gipshaltigen Werkstoffe einsetzen.
Eine Vorsatzschale würde die Schimmelbildung extrem fördern.

Grundsätzlich für eine ausreichende Belüftung sorgen die nach dem Duschen oder Baden die feuchte Luft kurzfristig abträgt.
Die kalten Oberflächen der Aussenwand Innenseitig nur mit mineralischen Werkstoffen bekleiden, zum Beispiel Kalziumsilikatplatten mit mineralischen Anstrichen.
Die Versorgungsleitungen sollten in entsprechendem Abstand verlegt sein damit die Bekleidung der Aussenwand auch eine Dämmung der Heizungsrohre zulässt.
Beachten Sie auch unbedingt die Dämmung der Decke bis mindestens 80 cm in den Raum.
Weitere Informationen können wir gerne nach Informationen der Raumgeometrie machen.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Heinen
(Sachverständiger für Schimmelpilzsanierung)

DIN Norm für Gipskartonplatten in Feuchträumen

Wir machen aus einer Küche ein Bad und sanieren diesen Raum komplett neu. Der Trockenbauer hat an den Decken nun weiße Gipskartonplatten hingehängt, für alle anderen Vorsatzschalen hat er grüne Platten verwendet. Nun sind wir am zweifeln, inwieweit die Decke mit den weißen Gipskartonplatten "funktioniert"? Müssen hier nicht auch grüne Platten hin? Schimmeln die weißen nicht weg? Der Trockenbauer sagte, dass auch in die grünen Platten Feuchtigkeit eindringt und der Luftaustausch groß genug ist. Gibt es eine DIN Norm, die besagt, dass man in Feuchträumen die grüne Platten verwenden muss?
Antwort von Maler Stuckateurbetrieb Sahin

Die grünen Platten sind imprägniert und sind für Feuchträume geeignet.

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