Holzständerwerk für Trockenbau-Wände

Der Bau mit Holzständerwerk ist bereits aus dem 13. Jahrhundert bekannt. Holzständer lassen sich im Trockenbau für den Bau von Außenwänden ebenso einsetzen wie für den Innenausbau: etwa beim Wandaufbau im Hausinneren oder als Holzunterkonstruktion bei Holzdecken.
Jetzt Fachbetriebe für Ihr Projekt finden
  • Fachbetriebe vor Ort finden
  • Mit einer Anfrage bis zu 5 Angebote erhalten
  • Garantiert einfach, kostenlos und unverbindlich!
TrockenbauStänderwerkHolzständerwerk

Holzständerwerk - Trockenbau mit Holzunterkonstruktion statt Metall

Ein Holzständerwerk konkurriert im Trockenbau mit einem Ständerwerk aus Metallprofilen. Über Vorteile und Nachteile streiten sich Experten.

© Dirk Hoffmann - Fotolia.comVorteile Metallständerwerk

# Metallprofile haben einen höheren Grad an Vorfertigung als Kanthölzer. Dadurch können sich Vorteile gegenüber dem Holzständerwerk ergeben, weil etwa vorgefertigte Löcher für Kabel existieren.

# Holz im Holzständerwerk kann sich verziehen, sodass Risse in einer Innenwand durch den Wandaufbau entstehen. Diese Probleme bestehen bei Metall nicht.

# Mit speziellen Metallprofilen lassen sich einfacher als mit einem Holzständerwerk auch Innenwände für Feuchträume realisieren. Passende Trockenbau-Lösungen aus Metall gibt es daneben für gebogene Wände und gewölbte Decken.

Vorteile Holzständerwerk

# Wer sich für ökologisches Bauen entschieden hat, wird die Holzunterkonstruktion im Trockenbau vermutlich Metallprofilen vorziehen.

# Viele Hobby-Handwerker haben mit dem Schneiden von Holz für Holzständer weniger Probleme als mit dem Schneiden von Blech.

# Holz werden viele gute Eigenschaften als Baumaterial zugeschrieben, die auch für ein Holzständerwerk als Wandaufbau oder Deckenkonstruktion im Trockenbau gelten. Dazu gehören gute Dämm-Eigenschaften und eine positive Energiebilanz.

Preislich ergeben sich keine sehr großen Unterschiede, im Allgemeinen ist Holzständerwerk im Trockenbau maximal etwas preisgünstiger als das Ständerwerk aus Metall.

Beispiel – Holzständerwerk für Innenwände

Die Arbeiten für einen Wandaufbau in Holzständer-Bauweise ähneln denen, die bei der Wand mit Metallprofilen anfallen. An der Stelle, an der die Wand entstehen soll, werden zunächst Kanthölzer an Wand, Decke und Boden befestigt, die den Rahmen im Holzständerwerk bilden. Oftmals ist es sinnvoll, die Seite eines Kantholzes beim Trockenbau mit Kontakt zu Boden, Wand oder Decke mit Dichtklebern zu bekleben. Das erhöht den Schallschutz.

Zwischen den waagerechten Kanthölzern an Decke und Boden werden dann weitere Kanthölzer senkrecht eingefügt, sodass ein Gitter entsteht. An dieser Holzunterkonstruktion werden Trockenbauplatten befestigt. Bei Bedarf integriert man Dämmplatten oder -stoffe in das Holzständerwerk. Bei einer Holzständer-Wand ist sorgfältiges Arbeiten wichtig. Geachtet werden muss beim Holzständerwerk etwa auf den richtigen Abstand der senkrechten Kanthölzer zueinander.

Eine Holzunterkonstruktion kann durchaus hohen Brandschutz-Anforderungen genügen und Klasse F90 erreichen. Fachbetriebe für Trockenbau helfen bei korrekter Brandschutzplanung im Trockenbau gern weiter.

Weiterlesen zum Thema "Revisionsklappen"

Erfahrungen & Fragen zum Thema Holzständerwerk

Holzgiebel dämmen hier sinnvoll? Was würde es kosten?

Ist es sinnvoll den Holzgiebel zu dämmen, wenn man Schiefer ran macht? Dämmung6cm 035- Oder 40mm k wert 036- lt. Kostenvoranschläge Mineralwolldämmung Haustyp Heinz von Heiden mit Holzständerwerk im Dachgeschoss Baujahr 1997 Was sollte es kosten?
Antwort von Dachbau Cottbus e.K.

Im Handwerk gilt immer "Wenn man etwas macht, dann richtig!" In erster Linie muß man sagen das alle Bauteile am Haus entsprechenden Energierichtwerten unterliegen. Diese Werte sind besonders im Neubau vorraussetzung für ein langfristiges und nachhaltiges Gesamtkonzept. Die Energiewertberechnungen gelten für die Gebäudehülle und können zwischen den Bauteilen kombiniert werden. Schlechtere Fenster können mit einer verbesserten Fassadendämmung ausgeglichen werden.
Im gefragtem Fall sollte grundlegend geschaut werden wie die Beschaffenheit des Bestandes ausschaut. Wärmedämmung ist auch gleichzeitig Hitzeschutz. Welche Räume befinden sich hinter dem Giebel? Schlafzimmern zum Beispiel bedarf es einem ausgeprägtem Hitzeschutz. Die Dämmleistung kommt dann als Zusatzfunktion an kalten Tagen zum Einsatz.
Kalkulatorisch ist die Dämmung eine reine Zusatzleistung und wird gemessen am Gesamtaufwand nicht als ausschlaggebend betrachtet. Der Aufwand der Gesamtleistung könnte wie folgt aussehen: Baustellengerüst, Unterkonstruktion aus Lattung und Schalung als Tragwerk für die späterer Fassadenbekleidung aus Schiefer, Unterspannung und dann die eigentliche Eindeckung mit kleinformatigen Fassadenplatten. Die Dämmebene wird in dem Fall zwischen die UK eingebaut und leistet Ihren Mehrwert am Gesamtkonzept. Schiefer ist ein Naturbaustoff und hat eine Nachhaltigkeit von bis zu 100 Jahren. Wird hier nicht gleich richtig geplant, kann die Dämmung nicht nachträglich ertüchtigt werden.
Folgende Bauteile oder handwerklicher Aufwand bleiben bei der Variante mit oder ohne Dämmung gleich: Rüstung, UK aus Schalung, Unterspannung, Eindeckung. Im Falle des einbringen einer Dämmungsebene wird nur die Unterkonstruktion aus Traglattung im Queschnitt erhöht, damit diese im Gefach in der Stärke aufgenommen werden kann. Der finanzielle Mehraufwand kann mit 15 - 22 Euro je qm angerechnet werden. Im Fassadenbereich bieten sich Dämmstoffe aus Steinwolle an. Die Klemmwirkung ist der Dämmplatten ist besser als bei Mineralwolle, sowie die horizontale Steifigkeit. Weiterhin erhöht sich der Brandschutz und die Feuchtereduktion ist vorteilhafter bei Steinwolle.
Ist die Fassadenverkleidung eine reine Sichtfassade oder konstruktiver Bautenschutz ist die Dämmung fehlkalkuliert.
Schiefereindeckungen können sich auf Grund der Materialbeschaffenheit und Farbe an Sommertagen auf Oberflächentemperaturen von 50 - 80 Grad aufheizen. Diese Wärme wird dann allmählich in den dahinterliegenden Baukörper abgegeben. Gespeicherte Wärme in Bauteilen benötigt jedoch teils die 10-fache Zeit um abgeleitet zu werden.
Hat der Giebel eine Süd-Ausrichtung trägt die Dämmung dazubei das diese vermieden wird und sogar ein gegenteiliger Effekt eintritt. Lüftungsebenen im Fassadenaufbau, hinter der Unterkonstruktion aus Schalung leitet warme und feuchte Luft gezielt ab und verhindert Feuchteschaden im Aufbau.

Holzhaus mit Schimmelproblem - wie kann ich sanieren?

Ich hoffe, Sie können mir etwas weiter helfen. Ich habe ein kleines Holzhaus 56 qm, (Holzständerwerk) von 1978. (Ehemaliges Ferienhausgebiet.) Ich habe es 2014 erworben, renoviert und nach Einzug kamen im Winter die ersten Schimmelprobleme. (Geheizt wird mit Strom, anderes ist hier nicht erlaubt). Es steht auf einen Betonboden, überwiegend Fliesen, ehemaliges Schlafzimmer hat einen Holzboden. Leider wurde mir verheimlicht, dass es schon vorher Schimmelprobleme gab und der Vorbesitzer hat einfach nur die Tapeten entfernt und leer stehen lassen. Er hätte aber die Wände mit entsprechenden Schimmelmitteln behandeln müssen. (Es folgten Gerichtsverhandlungen, Gutachter und leider verlor ich in der 2. Instanz). Gutachter 1 schlug vor, die komplette Außenfassade abzunehmen, neu und dicker zu dämmen, und die Außenbretter wieder drauf. Gutachter 2 schlug vor, von Innen zu dämmen, also an den Wänden bestimmte Platten anzukleben. Nun hatte ich auch schon mit diverse Firmen gesprochen, von sofortiger Ablehnung (weil keiner Gewährleistung geben kann) bis zum mündlichen Angebot ohne mir jedoch was schriftliches vorweg zu geben. Da ich handwerklich nicht komplett unbegabt bin, schwebt mir vor, es nun selbst in die Hand zu nehmen. (Habe vor kurzem auch das ganze Haus außen gestrichen). Ich habe mir dazu heute 2 Stellen vorgenommen, geöffnet um zu schauen wie die Wand aufgebaut ist. Die Wände sind wie folgt aufgebaut: von außen nach innen: 1. Außenbretter 2. Traglattung 2. Holzrahmen 3. Steinwolle ca. 5 cm zwischen die Rahmen 4. Bretter mit Nut 5. Rigipsplatten oder sind das Spanplatten? Zwischen Rahmen und Außenbretter ist eine Luftschicht aufgrund des Rahmens. Wie ich gelesen haben, nennt sich das Traglattung? Ein Teil der Steinwolle sah noch gut aus, aber in manchen Ecken sehr ausgefressen. (Gutachter 1 hatte auch schon mal ein Brett geöffnet, wo man die Reste der Steinwolle sah und Mäusegänge und Kot.) Ich gebe zu, dass hier nochmal Bretter gesetzt wurden und dann erst die Rigipsplatten, überrascht mich, das hätte ich denen nicht mehr zugetraut. Meine Ideen waren: 1. Außenbretter abschrauben, Dämmung raus, über die Bretter mit Nut, Holzrahmen und Traglattung Folie verlegen, Dämmung wieder rein und Löcher ausfüllen, Außenbretter wieder drauf. oder 2. Außenbretter abschrauben, Löcher ausfüllen, Folie über die Steinwolle verlegen, dann eine zweite Schicht Steinwolle drüber und Außenbretter wieder drauf. So würde evtl. auch die Folie glatter aufliegen. Meine Fragen ist, wie dämme ich am sinnvollsten / muss ich vorgehen? Welche Stärke sollte das Material (hier Steinwolle) insgesamt haben? Welche Folie ist besser geeignet? Klimamembran oder Dampfsperre oder Dampfbremse ? Was ich raus las, ist Klimamembran am sinnvollsten? Anschließend würde ich auch gerne ein paar der Rigipsplatten austauschen, eben wo besonders stark der Schimmelbefall war. Ich habe gesehen, die sind hier alle getackert. Wie ich die raus bekomme, weiß ich noch nicht. Sollte ich wieder Rigipsplatten verwenden oder Spanplatten oder was ist am sinnvollsten? Ich weiß natürlich, dass ich damit kein hochmodernes Haus bekomme und ich auch nur Laie letztendlich bin. Aber es wäre schön, wenn die Schimmelproblematik aufhören würde (besonders in den Türen und Fenster Bereichen) und ich vielleicht sogar wieder mein ehemaliges Schlafzimmer nutzen kann.
Antwort von Dziuba Dämmtechnik GmbH

Hallo! Das sind ja nicht wenige Fragen. Aber ich schreibe hier Ihnen einfach den besten Bauteilaufbau auf: von innen nach aussen, Gipskarton oder Gipsfaserplatten auf OSB (bessere Unterkonstr.) Traglattung als Konstruktionsebene (kann evtl. drauf verzichtet werden), Folie feuchtevariabel, Holzrahmenbau mit Volldämmung (soviel wie techn. möglich), Holzfaserdämmplatten ca. 6cm minimum, Unterdeckbahn, Traglattung, Sichtbretter Lärche o.ä.! Ich hoffe etwas helfen zu können. Grüße

Eigene Frage stellen

Frage stellen

HausCo Logo
Experten & Fachbetriebe beantworten kostenlos Ihre Fragen
Jetzt Frage stellen