Metallständerwerk – das Ständerwerk im Trockenbau

Als Ständerwerk wird im Trockenbau die tragende Konstruktion, etwa bei Innenwänden oder Decken bezeichnet. Holz und Metall sind gängige Materialien fürs Ständerwerk, das bisweilen auch Trockenbauständer genannt wird. Abhängig vom Material sind daneben die Begriffe Holz- oder Metallständerwerk im Umlauf.
Dieser Artikel wurde von
Thorben Frahm für www.Daemmen-Und-Sanieren.de verfasst.
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TrockenbauStänderwerk

Ständerwerk: Trockenbau Unterkonstruktion mit Metallständerwerk

Während beim Holzständerwerk Kanthölzer eingesetzt werden, sind es beim Metallständerwerk so genannte Profile. Das sind lange und relativ schmale Bleche, die zu einem „U“ gebogen wurden. Grundsätzlich unterscheidet man beim Metallständerwerk rahmende Profile und diejenigen, die später etwa Wand- oder Deckenplatten tragen. Rahmende Profile im Trockenbau-Ständerwerk werden auch U Profile genannt, während die anderen C Profile heißen:

  • Beim Metallständerwerk als Unterkonstruktion für eine abgehängte Decke werden U Profile also etwa an den Wänden montiert, während sich C Profile in der jeweiligen Höhe über den Raum spannen.
  • Beim Ständerwerk für Innenwände bilden waagerecht an Decke und Boden angebrachte U Profile den Rahmen. In ihnen werden senkrecht stehende C Profile verankert.

Funktionen von Ständerwerk

Wie bereits geschildert, können mit einem Ständerwerk nicht tragende Innenwände gebaut werden, um die Raumaufteilung in einem Haus durch Trockenbau zu verändern. Insbesondere bei Häusern mit unebenen Wänden kann ein Metallständerwerk vor den Wänden, das mit Dämmmaterial gefüllt wird, auch der Schall- oder Wärme-Innendämmung dienen. In hohen Räumen kann ein Ständerwerk die Unterkonstruktion einer abgehängten Decke bilden, um die Höhe so zu verringern.

Gerade muss nicht immer sein:Mit passenden Profilen lässt sich auch ein gebogener Trockenbauständer für gewölbte Decken oder gebogene Wände bauen.

Worauf sollte man beim Metallständerwerk-Bau achten?

  • Wichtig für ein Metallständerwerk als Wandskelett oder Decken-Unterkonstruktion im Trockenbau ist ein sauberer und möglichst glatter Untergrund, an dem die U-Profile befestigt werden.
  • Sowohl beim Trockenbauständer für Innenwände als auch bei der Unterkonstruktion für abgehängte Decken muss die Länge der C Profile exakt passen. Daneben muss beim Trockenbau penibel auf exakt passende Abstände der C Profile zueinander geachtet werden. Bei Innenwänden in Trockenbau-Weise gilt hier zumeist ein Abstand von 62,5 Zentimeter als Richtwert.
  • Für Türöffnungen müssen im Ständerwerk bisweilen Spezialprofile eingesetzt werden, die der Last eingehängter Türen standhalten.

Trockenbau mit Trockenbauständer ist durchaus auch etwas für handwerklich geschickte Laien. Wer das Geschick nicht mitbringt, sollte den professionellen Trockenbauer kontaktieren.

Weiterlesen zum Thema "Holzständerwerk"

Erfahrungen & Fragen zum Thema Ständerwerk

Gipskartonwand verstärken für Küchenoberschränke

Gibt es für einem Neubau eine Vorschrift zur Holzverstärkung einer doppelt beplankten Gips-Karton-Wand (Metallständerwerk mit 12.5mm starken Gipswand), wenn der Einbau von Küchenoberschränken vorgesehen ist? Oder ist es erlaubt, Küchenoberschränke (12 kg) an nicht verstärkten Wänden anzubringen?
Antwort von Ralf Rohn

Wandflächen, die einfach beplankt (= 1x12,5mm) sind eher ungeeignet. Diese Wandflächen sollten besser doppelt (= 2x12,5mm) beplankt werden, alternativ gehr auch eine doppelte Beplankung aus eine Lage Spanplatten und eine Lage Gipskarton; das ist am stabilsten.

Für GK-Wände müssen zusätzliche Schwerlastdübel verwendet werden.

Nachträglicher Einbau eines Badezimmers im Keller: Worauf muss ich achten?

Ich möchte im Keller ein Bad einbauen.Ich habe eine Außenwand, die ich von innen mit einem freistehenden Ständerwerk/Gipskartonplatten und Dämmung vorsetzen möchte. Zwischen dieser Trockenbauwand und Mauerwerk laufen Versorgungsleitungen wie: Heizungsrohre,Kalt/Warmwasserrohre und eine Dachentwässerung über ein altes Gusseisen Rohr DN 100. Wie muss ich nun vorgehen um alle bauphysikalischen Gesetze zu berücksichtigen?
Antwort von ausbau-systeme-coeln GmbH

Guten Tag,

das geht aber voll in die Hose.

Der angestrebte Ausbau in dieser Art würde kurzfristig zu verhehrenden Schimmelschäden führen!

Für den Ausbau im Keller sollten Sie an den Aussenwänden und in flankierenden Bauteilen zu Aussenwänden keine Gipshaltigen Werkstoffe einsetzen.
Eine Vorsatzschale würde die Schimmelbildung extrem fördern.

Grundsätzlich für eine ausreichende Belüftung sorgen die nach dem Duschen oder Baden die feuchte Luft kurzfristig abträgt.
Die kalten Oberflächen der Aussenwand Innenseitig nur mit mineralischen Werkstoffen bekleiden, zum Beispiel Kalziumsilikatplatten mit mineralischen Anstrichen.
Die Versorgungsleitungen sollten in entsprechendem Abstand verlegt sein damit die Bekleidung der Aussenwand auch eine Dämmung der Heizungsrohre zulässt.
Beachten Sie auch unbedingt die Dämmung der Decke bis mindestens 80 cm in den Raum.
Weitere Informationen können wir gerne nach Informationen der Raumgeometrie machen.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Heinen
(Sachverständiger für Schimmelpilzsanierung)

Holzgiebel dämmen hier sinnvoll? Was würde es kosten?

Ist es sinnvoll den Holzgiebel zu dämmen, wenn man Schiefer ran macht? Dämmung6cm 035- Oder 40mm k wert 036- lt. Kostenvoranschläge Mineralwolldämmung Haustyp Heinz von Heiden mit Holzständerwerk im Dachgeschoss Baujahr 1997 Was sollte es kosten?
Antwort von Dachbau Cottbus e.K.

Im Handwerk gilt immer "Wenn man etwas macht, dann richtig!" In erster Linie muß man sagen das alle Bauteile am Haus entsprechenden Energierichtwerten unterliegen. Diese Werte sind besonders im Neubau vorraussetzung für ein langfristiges und nachhaltiges Gesamtkonzept. Die Energiewertberechnungen gelten für die Gebäudehülle und können zwischen den Bauteilen kombiniert werden. Schlechtere Fenster können mit einer verbesserten Fassadendämmung ausgeglichen werden.
Im gefragtem Fall sollte grundlegend geschaut werden wie die Beschaffenheit des Bestandes ausschaut. Wärmedämmung ist auch gleichzeitig Hitzeschutz. Welche Räume befinden sich hinter dem Giebel? Schlafzimmern zum Beispiel bedarf es einem ausgeprägtem Hitzeschutz. Die Dämmleistung kommt dann als Zusatzfunktion an kalten Tagen zum Einsatz.
Kalkulatorisch ist die Dämmung eine reine Zusatzleistung und wird gemessen am Gesamtaufwand nicht als ausschlaggebend betrachtet. Der Aufwand der Gesamtleistung könnte wie folgt aussehen: Baustellengerüst, Unterkonstruktion aus Lattung und Schalung als Tragwerk für die späterer Fassadenbekleidung aus Schiefer, Unterspannung und dann die eigentliche Eindeckung mit kleinformatigen Fassadenplatten. Die Dämmebene wird in dem Fall zwischen die UK eingebaut und leistet Ihren Mehrwert am Gesamtkonzept. Schiefer ist ein Naturbaustoff und hat eine Nachhaltigkeit von bis zu 100 Jahren. Wird hier nicht gleich richtig geplant, kann die Dämmung nicht nachträglich ertüchtigt werden.
Folgende Bauteile oder handwerklicher Aufwand bleiben bei der Variante mit oder ohne Dämmung gleich: Rüstung, UK aus Schalung, Unterspannung, Eindeckung. Im Falle des einbringen einer Dämmungsebene wird nur die Unterkonstruktion aus Traglattung im Queschnitt erhöht, damit diese im Gefach in der Stärke aufgenommen werden kann. Der finanzielle Mehraufwand kann mit 15 - 22 Euro je qm angerechnet werden. Im Fassadenbereich bieten sich Dämmstoffe aus Steinwolle an. Die Klemmwirkung ist der Dämmplatten ist besser als bei Mineralwolle, sowie die horizontale Steifigkeit. Weiterhin erhöht sich der Brandschutz und die Feuchtereduktion ist vorteilhafter bei Steinwolle.
Ist die Fassadenverkleidung eine reine Sichtfassade oder konstruktiver Bautenschutz ist die Dämmung fehlkalkuliert.
Schiefereindeckungen können sich auf Grund der Materialbeschaffenheit und Farbe an Sommertagen auf Oberflächentemperaturen von 50 - 80 Grad aufheizen. Diese Wärme wird dann allmählich in den dahinterliegenden Baukörper abgegeben. Gespeicherte Wärme in Bauteilen benötigt jedoch teils die 10-fache Zeit um abgeleitet zu werden.
Hat der Giebel eine Süd-Ausrichtung trägt die Dämmung dazubei das diese vermieden wird und sogar ein gegenteiliger Effekt eintritt. Lüftungsebenen im Fassadenaufbau, hinter der Unterkonstruktion aus Schalung leitet warme und feuchte Luft gezielt ab und verhindert Feuchteschaden im Aufbau.

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