Schimmel durch umfassende Dämmung vermeiden

1. März 2021
Ein überzeugendes Dämmkonzept ist notwendig, um in einem zuvor ungedämmten Alt- oder Bestandsbau eine Schimmelbildung zu vermeiden. Einzeln ausgeführte Sanierungs- oder Dämmmaßnahmen wie neue Isolierglasfenster können ohne begleitende Maßnahmen eines Fachmanns sogar schaden.
Dieser Artikel wurde von
Markus Fasselt für www.Daemmen-Und-Sanieren.de verfasst.
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Schimmel nach einer Sanierung

Um zuerst mit einigen Mythen der Schimmelbildung aufzuräumen: Weder eine hohe Raumtemperatur noch Stoßlüften sind wirksame Gegenmittel gegen Schimmel. Zudem sind Neubauten auch nicht komplett von der Schimmelgefahr gefeilt.

Der häufigste Grund für die Schimmelbildung nach einer Sanierung sind der Einbau von Isolierfenstern ohne auf das Raumklima Rücksicht zu nehmen. Durch die neuen Fenster wird der Luftaustausch reduziert. Wenn die Innendämmung aber nicht ausreichend ist (oder nicht fachmännisch ausgeführt und mit Spezialfolien oder feuchtigkeitsregulierenden Dämmstoffen ausgfeührt wird), dann sind die Fensterflächen signifikant besser gedämmt als die Außenecken. In einem solchen Fall sucht sich die Feuchtigkeit neue Plätze - aus dem Kondesat auf diesen kalten Oberflächen entsteht dann Schimmel. 

Möglichkeiten der Schimmelbildung entgegenzuwirken

Da im Gegensatz zu der Raumtemperatur die Luftfeuchtigkeit nur schwer eingeschätzt werden kann, empfiehlt sich der Einsatz eines Hygrometers, um die Luftfeuchtigkeit kontinuierlich zu messen. Eine hohe Luftfeuchtigkeit erkennt man sonst an beschlagenen Fenstern oder einem muffeligen Geruch hinter Einbauschränken in der Küche oder dem Schlafzimmerschrank einer einer Außenwand. Regelmäßiges Lüften ist jedoch keine Lösung, da die Feuchtigkeit des Raumes nicht komplett abtransportiert werden kann. Bei bereits feuchten Wänden, kann man die Trockenlegung z.B. durch eine elektrische Wärmewellen- oder Infrarotheizung erreichen. Bei kontinuierlich nachfolgender Feuchtigkeit ist diese Methode aber sehr teuer, da viel Energie benötigt wird, um die Wände immer wieder zu erwärmen. Auch der Einbau einer kontrollierten Wohnraumlüftung kann die Gefahr von Schimmelbildung verringern.

Am nachhaltigsten ist sicherlich ein umfassendes Dämmkonzept, durch das Schwachstellen der Bauphysik beseitigt werden. Wenn besonders kalte Ecken vermieden werden, dann entsteht keine Kondensationsnässe und dem Schimmel wird die Grundlage entzogen. Bei einer Außenwanddämmung ist das Risiko der Schimmelbildung reduziert, da die Mauern gleichmäßig warm sind. Da besonders bei Erdgeschoss- oder Dachwohnungen im Altbau die Gefahr einer Schimmelbildung höher ist, empfiehlt es sich eine Fachmann für Dämmung und Fenster hinzuzuziehen. 

Erfahrungen & Fragen zum Thema Dämmung

Möglichst dünne Dämmung für Altbau-Sanierung gesucht

Ich plane die Totalsanierung eines Altbau-Gebäudes. Wir benötigen eine möglichst dünne Dämmung, die aber dennoch den gesetzl.Bedingungen entspricht. Wäremverbundsystem mit 16-er Platten nicht praktikabel wg. zuviel Auftrag an den Labungen. Welche Lösungen gibt es für uns?
Antwort von energie-konzept24 GbR

Ja, es gibt andere Dämmungsplatten mit weniger als 20 bzw. 16 cm. Stärke.

Wir können Ihnen z.B. ein EU zugelassenen Dämmstoff anbieten, MB 75 qm, mit einer Dicke von 1 cm. Dieses Material erfüllt alle Werte für eine konventionelle 20 cm Dämmung. Wenn Sie Interesse haben, freue ich mich über Ihren Hinweis. Gerne kann ich Ihnen ein Muster zur Verfügung stellen.

Montage können Sie selber machen oder durch uns erledigen lassen.

Kosten von Reibeputz?

Wie ist es, wenn Reibeputz im Innenbereich angebracht werden soll pro Quadratmeter?
Antwort von ausbau-systeme-coeln GmbH

Die Kosten liegen bei ca. 20,- € je qm zuzügl. der ges. MwSt. in Höhe von 19% und schwanken je nach Körnung bis ca. 24,- €.
Jedoch müssen hier noch Kosten für grundieren und eventuelles Bearbeiten des Untergrunds, Abklebe- und Abdeckarbeiten nach Aufwand hinzugerechnet werden.

Treppenhaus im Winter zu kalt

In unserem Treppenhaus ist es im Winter sehr kalt und im Sommer sehr heiß. Kann es sein, dass die Ursache Glasbausteine in der Außenwand sind? Falls ja, möchte ich gerne die Glasbausteine isolieren lassen. Wie macht man das am besten?
Antwort von Hartkorn Malerwerkstätte&Raumgestaltung

Glasbausteine haben eine sehr geringe Dämmwirkung der Wärmeverlust im Treppenhaus kommt sehr wahrscheinlich daher.
Es ist möglich eine Innendämmung direkt auf die Glasbausteine zu kleben, oder die Aussenseite mit einem Wärmedämmsytem zu dämmen.
Allerdings fehlt dann der Lichteinfall.

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