Brandschutz & Blitzschutz schützen das Dach
Blitzschutz und damit auch Brandschutz in Form eines Blitzableiters auf dem Dach ist in Deutschland keine gesetzliche Pflicht für Privatpersonen, sofern sich das Eigenheim nicht in unmittelbarer Nähe zu hohen Gebäuden befindet. Trotz fehlender gesetzlicher Vorgaben sollte man den Blitzschutz nicht vernachlässigen, denn ein Blitzschlag im Dach ist eine große Brandgefahr und richtet schwere Schäden an.
Dach Brandschutz & Blitzschutz auf dem Dach vermeiden Dachschäden
Das besondere an Blitzen ist die Tatsache, dass sie ihre Energiemenge innerhalb eines enorm kurzen Moments entladen. Pro Quadratkilometer schlagen jährlich nur drei bis vier Blitze ein, richten aber einen hohen Schaden an, wenn sie dabei Menschen, Tiere, Bäume oder Gebäude treffen.
Bei einem ungesicherten Dach droht Brandgefahr. Im Gebäudeinneren werden durch die Überspannung viele Elektrogeräte beschädigt. Grundsätzlich werden die bei einem Blitzschlag auftretenden Schäden zwar von der Wohngebäude- oder der Hausratversicherung getragen. Trotzdem ist der aufgetretene Schaden inklusive Verhandlungen mit den Versicherungen, der Neubeschaffung von Geräten und der Reparatur des Daches oft deutlich höher.
Der Blitzschutz leitet die Energie vom Dach in den Erdboden
Allen Dach Blitzableiter Anlagen ist der prinzipielle Aufbau in Fangleine, Ableitung und Erdung gemeinsam. Die Fangleine dient dazu, den Blitz tatsächlich "einzufangen" - durch die Ableitung wird die Energie am Gebäude entlang nach unten geführt, um durch die Erdung sicher in den Boden abgeleitet zu werden. Der Blitzableiter selbst überragt zwingend als unscheinbare Metallstange die höheren Bauteile auf dem Dach.
Bei einem Neubau kann grundsätzlich der betreuende Architekt angewiesen werden, den Brandschutz bezüglich Blitzableiter zu optimieren. Anhand der umfangreichen Berechnungen zu den Blitzschutzklassen sollte die Dimensionierung einer Blitzableiter Anlage nicht von Laien durchgeführt werden. Brandschutz und Blitzschutz werden teilweise auch von versierten Dachdeckerfirmen als zusätzliche Serviceleistungen im Rahmen von Dacharbeiten angeboten.
Aktiver Brandschutz am Dach: Antennen mit Blitzschutz verbinden
Für einen aktiven Brandschutz muss eine auf dem Dach angebrachte Dachantenne mit einem vorhandenen Blitzableiter verbunden werden, idealerweise durch eine Antennenrohrschelle. So wird eine zuverlässige Erdung gewährleistet.
Wenn kein Blitzschutz vorhanden ist, sollte aus Brandschutz Gründen der Anschluss der Antennenanlage an die Gebäude-Erdung erfolgen. Beide Varianten sollten aber auf jeden Fall von einem Fachmann durchgeführt werden. Das kann bei einem auftretenden Schadensfall mit Dachschaden viel Ärger mit der Versicherung ersparen.
Neben den Antennen sollte auch der Dachschmuck einen guten Blitzschutz bekommen. Parallel zum Brandschutz hilft ein Dach Schneefang, im Winter auftretende Lasten zu verteilen.
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